Heute Abend – LOTTO-Millionär

Wie fange ich das jetzt am besten an? – WWM & LOTTO –

WWM – Habe ich gestern Abend gesehen und um das Akronym ein wenig zu entzaubern muss ich jetzt vielleicht sagen, dass Günther Jauch diese Sendung wieder einmal hervorragend geleitet hat. Dort saß in den paar Minuten, die ich mir das angesehen habe eine junge Frau auf dem ihm gegenüber stehenden Hocker, die trotz eines sehr seltsamen Anfangs, bei der man sie für recht beschränkt hätte halten können mit letztlich 64.000 € aus dem Studio gegangen ist. Mit einem Teil des Geldes will sie das Bad ihrer Mutter renovieren. Das mag ja löblich erscheinen, aber Mädel, sollte man in dem Alter nicht andere Träume haben, als neue Fliesen und ein Tiefspülerklo in Muttis Scheißschaus einzubauen? Was mich jetzt aber gewundert hat war, dass sie bei 300 € schon extrem an dem Haaren herbeigezogene Erklärungen für falsche Antworten austüfteln wollte. Es ging darum, welches Tier in den Anden zu finden ist und die Antwortmöglichkeiten waren: Lupenhund, Monokelmarder, Brillenbär und Kontaktlinsenkatze. Natürlich setze ich nicht voraus, dass jeder Mensch weiß, dass es davon nur den Brillenbär geben kann, haarsträubend wird es aber erst, wenn jemand sein Unwissen mit der Hilfe von Schullatein aufzeigen kann. Die junge Dame war zunächst also der Meinung, es müsse sich um den Lupenhund handeln, denn Lupe = Lupus = Wolf und dann hätten wir ein Tier, den Wolfshund! Günther Jauch brachte sie dann sanft zur Räson und erklärte ihr, dass für 300 € eine solch komplexe Erklärung wohl einfach zu viel verlangt wäre. Er hätte aber auch sagen können: Es ist nie Lupus!

Wo bringt mich das jetzt hin? Und warum stelle ich hier rhetorische Fragen? Kürzlich laß ich auf spiegel.de von einem jungen Mann, der sich sein Studium mit Quizshows finanziert hat und dabei wohl ein ganz leidliches Auskommen hatte. Dieser will da nun erklären, wie man mit unnützem Wissen so richtig schön abkassieren kann. Vielleicht sollte man mal wieder ernsthafter überlegen, den lokalen Experten auf diese Gebiet, Johannes, ohne sein Wissen bei so manchen dieser Shows anzumelden. Meine Welt wäre das wohl nicht, ob nun mit Wissen oder dem Mangel selbigens, das große Abendprogramm im Fernsehen nehme ich ein andermal in Angriff, für mich bleibt vorerst, was den kleinen Mann träumen läßt.

LOTTO – Das ist ja so eine Institution bei der man sich von Zeit zu Zeit denkt: Jetzt spielst du einfach noch mal mit, der Jackpot ist ja auch so schön groß und dann guckst du mal, ob du mit deinen persönlichen Glückziffern nicht wenigsten das Geld für den Spielschein und eine krosse Ente nebst großem Getränk wieder einholst. Selbst das klappt ja in den selstensten Fällen. Für heute aber habe ich ein umwerfend gutes Gefühl. Auch wenn ich mich bisher eigentlich zu den Leuten zählen würde, die gern von sich behaupten: Ich habe ja noch nie etwas gewonnen./Ich gewinne bei sowas ja nie. Zweiteres mag ein wenig Auslegungssache sein, Ersteres ist meist einfach nur gelogen, denn in irgendeiner Tombola in der Grundschule, beim Topfschlagen zum Kindergeburtstag oder an einem Glücksrad auf dem Wochenmarkt hat bestimmt jeder schon mal etwas gewonnen oder für umsonst mitnehmen können und das spart einem ja zumindest etwas Geld. Und gespart ist gewonnen, nicht erst seit den jetzigen so schwierigen Zeiten.

Was jetzt aber meine gesteigerten Chancen angeht, den LOTTO-Jackpot an diesem Samstag, den 28. März 2009 zu knacken, da leite ich meine Siegesgewissheit aus einem überraschenden Moment nach dem Aufstehen ab. Eigentlich waren es sogar zwei. Ich beginne mal mit dem Zweiten, denn der ist weniger spannend.

In meinem elektronischen Posteingang befand sich heute morgen eine Gewinnmitteilung von einer Verlosung, die an eine universitäre Umfrage der TU, Fachbereich Mensch-Maschine-Systeme, angehängt war. Das waren 15 € in Gutscheinform, die ich entweder bei amazon.de (Zeit über affiliate Einnahmenmöglichkeiten nachzudenken) oder im iTunes Store (selbes Spiel hier) verbraten kann. Geschenktes Geld – klasse. Dabei gewinne ich bei sowas ja nie.

Eine weitere Gewinnbenachrichtigung/Überraschung war dann sowohl in meinem Posteingang als auch in meinem twitter/rss/facebook/flickr/sonstewas-Sammelprogramm EventBox aufgetaucht (das man sich im Zuge der MacHeist-Verscherbelungsaktion hier gerade kostenlos herunterladen kann) und informierte mich per twitter darüber, dass ich bei der Verlosung meines Lieblings-, in Ermangelung eines deutschen Wortes, note taking Programms, Evernote, eine Clarifi-Hülle von Griffin für mein iPhone gewonnen habe und doch bitte per direct message meinen Klarnamen und meine Adresse übermitteln solle. Das löste große Freude auf meiner Seite aus, hatte doch dieses ewige Teilnehmen an irgendwelchen Umfragen zusammen mit dem gelegentlichen Versuch, bei einem Gewinnspiel etwas abzuräumen endlich mal funktioniert und dann auch noch zwei mal am gleichen Tag! Doch dann kam relativ schnell die Einsicht, dass dem Ganzen ja jetzt nur noch eine Sache fehlt, nämlich mein iPhone.

Und final ist es genau das, was mich so sicher macht, dass ich heute wohl einen gewissen Geldbetrag im deutschen LOTTO gewinnen muss, denn schließlich brauche ich zu der Hülle ja das passende Telefon und für eben jenes eine Stange Geld, um es bei der Telekom auszulösen. Mehr dazu dann sicher im Laufe des Abends, wenn das ernüchternde Ergebnis meines erneuten Nichtgewinns feststeht.

Wer diesen vorletzten Teil hier einfach nur für eine schöne Geschichte hält, dem danke ich. Wer überprüfen möchte, ob ich auch nicht gelogen habe, der möge bitte dieses Verlosungsvideo anschauen und auf den Moment warten zu dem mein twitter-name konrad_ gezogen wird. Oder man begnüge sich mit meinem Bildschirmfotos davon.

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Für alternative Möglichkeiten, neue Glückzahlen zu generieren kann man auch gern hier noch einmal nachlesen.

Wer per twitter nicht nur privaten Blödsinn verfolgen will, sondern über Differentialdiagnose-Update und neue Beiträge informiert werden mag (obwohl das ja das gleiche bloß in größerem Umfang wäre), der kann sich hier in die sehr kurze Reihe der Follower einreihen.

Muffinsausen

Also meine Freunde von Spiegel-Online sind ja nicht nur für einen durchweg gelungenen Qualitätsjournalismus bekannt, sie trauen sich auch immer wieder unglaublich Überschriften zu. Allein heute wieder: R&B-Superstar Akon: Der Ketten- Saga- Matador. Da hat man doch gleich ein nicht mehr ganz so schlechtes Gewissen, wenn man zu solch griffigen Wortspielen wie dem obigen greift.

Muffinsausen ist übrigens ein großer Spaß für alle Freunde des Backens, der schiefen Ebene und der Küchenreinigung.

Was man braucht sind mindestens vier Spieler, gleichmäßig verteilt in zwei Teams, zwei lange Bretter und einen Küchentisch. Zuerst werden Muffins gebacken, am besten reichlich. Wenn die dann fertig und ein wenig abgekühlt sind (nur die wirklich Harten nehmen die Teile direkt nachdem sie aus dem Ofen kommen) stellt sich der so genannte Sauser mit dem Brett auf den Küchentisch. Auf den Boden kniet sich derweil der Schmauser, mit den Händen auf dem Rücken und einem weit geöffneten Mund. Nun wird das Brett zur schiefen Ebene angelegt, ein Muffin ans Ende gehalten und dann lässt man ihn in den Mund des Mitspielers sausen. Nach drei erfolgreich Verzehrten wird getauscht. Die Mannschaft, die zuerst je 3 Muffins pro Spieler verspeist hat, hat gewonnen und braucht sicherlich den Kräuterlikör, den es zu gewinnen gab.

WWM + MSA = WWdMSAb

Ganz verrückte Sache, aber eigentlich liegt das total nahe und wenn ich mich jetzt intensiver damit beschäftigt hätte, hätte ich bestimmt auch schon so manche Sachen dazu in den Untiefen des Internets finden können. So tue ich jetzt aber einfach mal so, als wäre ich der große Erfindergeist, der ich gern wäre und erzähle kurz von einer neuen Idee. Es geht um Reformen.

Die Reformation war ja schon zu Martin Luther seine Zeit ’ne verdammt heiße Nummer, deshalb spiele ich da jetzt auch mal mit.

Basisannahmen:

1. Jedes Kind von heute, zumindest in Deutschland (oder auch nur Berlin, so genau weiß ich das jetzt auch nicht), muss ab sofort nach der zehnten Klasse den Mittleren SchulAbschluss (MSA) erwerben, oder das zumindest mal versuchen.

2. Jedes Kind von heute muss dazu wohl auch eine mündliche Prüfung machen (ich hoffe das stimmt, denn sonst muss mein Konzept auf die mündliche Abiturprüfung zugeschnitten werden und die machen bekanntlich ein paar Kinder weniger).

3. Jedes Kind von heute kennt Quizsendungen und ist mit deren Prozedere und Gewinnstufen einigermaßen vertraut.

Kombinatorisch hochwertige Schlussfolgerung:

Jedes Kind sollte seine mündliche MSA-Prüfung in Form einer Quizsendung bestreiten. Die fünfzehnstufige Gewinnleiter wird zu einer Notenpunktleiter und was sonst ein Millionär werden würde ist dann ein Einserschüler. Auf diese Weise wäre die Prüfungssituation aufgelockert, nach ein paar entspannten Einstiegafragen (die ja immer noch genug Menschen versemmeln) ist man als Schüler ein wenig ruhiger und auch für die Lehrer könnte das Ganze spürbar mehr Spaß bereit halten.

Jürgen Zöllner und Homies, höret meine Idee, setzet sie um und dann erwähnet mich dankend in der Einleitung, mehr verlange ich nicht.

Die Bretter, die die Welt…

Armin vermutete ja schon einen richtig ereignisreichen Urlaub und ich habe ja auch schön rumgedruckst mit meinen eigentlich neuen Ideen für eine bessere Welt, doch beim erneuten Beschauen meiner Notizen bin ich auf erstaunlich Spektakelfreies gestossen. Deshalb in Kürze die Tage vier bis sieben.

Vier – Sonnenschein und Kaiserwetter.

Fünf – Das Gegenteil von Vier. Quasi von den Leuten selbst, die damals versucht haben das Wort Gegenteil zu definieren.

Sechs – Absolutes Katastrophenwetter. Wenn man so will wie mit jedem Sequel zu einem ohnehin schon grenzwertigen Film. Massig Neuschnee. Und alle Welt denkt, man freue sich als Skifahrer dadrüber. Aber nix is. Man sieht die ohnehin sehr schmale Piste nicht, hat absolut kein Gefühl für Gefälle, weshalb man schnell mal nach hinten (HINTEN!) umkippt und kommt dann auch gern vom rechten Wege ab, um wie Schneewittchen meets Rotkäppchen, quasi Schneekäppchen im Schnee und den Verwehungen zu versinken.
Nachmittags waren wir dann im Hallenbad mit Rutsche. Mit dunkler Rutsche! Unglaublich, ich weiß nicht, was ich mehr mag, ungesichert aus großen Höhen nach unten sehen oder einfach mal ohne Ahnung vom Gelände in ein dunkles Plasterohr zu rutschen. Skandalös: Beim billa einkaufen gewesen und beim Urlaubszigarettenmitbringselkauf den verzweifelten Versuch gestartet „Meine Sorte“ zu finden. Armin muss also erst mal ohne auskommen, kann aber hier sehen, dass wir immerhin den nötigen Willen gezeigt haben. Und Hannes, es steht noch eine Dose des besten Österreichischen Bieres bei mir für dich bereit. Richtig: Ottakringer Helles.

Sieben – Wieder Sonnenschein und beste Pisten, zumindest anfänglich. Da es keine richtigen Ereignisse zu berichten gibt, ausser der Existenz von Murphy. Nicht Eddy, der andere coole Hund. Der sorgt nämlich dafür, dass ich immer dann auf die Fresse fliege, wenn man mir zuvor sagte, wie gut ich das doch mache, dafür, dass ich erst das zweite Mal mit dem Schneebrett unterwegs sei.

Und jetzt dann tatsächlich das, was ich so lange angekündigt habe. Meine Revolution auf dem Markt der coolen Schneesportunterhaltung.

Man stelle sich vor, man sei ein erfahrener Schneefahrer und tendiert zur Langeweile, ist deshalb auf der Suche nach neuen Beschäftigungsmöglichkeiten. Genau dafür habe ich mir ein paar Sachen einfallen lassen. Und ein paar bedeutet hier ein Paar, also zwei.

SLOWLOM – Der Name sagt es eigentlich schon, es ist eine Art Slalom zu fahren. Nur gibt es hierbei einen abgesteckten Parcour, auf dem zwei Menschen gleichzeitig gegeneinander antreten. Beide Strecken müssen baugleich sein und das gleich Gefälle aufweisen. Gewinner ist der, der es schafft, langsamer zu sein, ohne dabei stehen zu bleiben oder umzufallen. Ähnlich wie bei der Zweikampfsbehakelung beim Sechs-Tage-Rennen auf dem Fahrrad. Nur eben ohne anschliessenden Spurt.

Und das noch advancedere Level erreicht man in folgender Disziplin.

NORDIC STALKING – Hierbei ist zwar die Schwierigkeit erhöht, dafür die Erklärung um so leichter. Man sucht sich am Beginn des Skitages jemanden aus und verfolgt ihn den ganzen Tag über. Wahlweise darf man sich als Verfolger zu erkennen geben und hoffen, dadurch das Tempo in den Abfahrten und allgemein den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, oder man versucht unerkannt zu bleiben.

Wenn der Kopf zu ist

Heute mit Widmung: Dieser Text ist für zwei meiner besten Freunde: Johannes, den Täufer und Johannes, den Klopapierkäufer. Ein wenig aus der Reihe, aber dafür von Herzen kommend, von mir, ganz tief drinnen. Dazu passend: Ich bin krank, habe den Schnupfen meines Lebens (auch etwas, das von ganz tief drinnen zu kommen scheint). Und ich habe kaum Taschentücher im Haus, will mir aber auch keine kaufen gehen. Also muss die Lösung woanders gesucht werden. Was gibt es noch an Zellstoffartigem im Haus? Richtig. Klopapier (was für ein Anschluss an die Raststättengeschichte!) und Küchenpapier. Von beidem habe ich schon ungefähr je eine ganze Rolle verbraucht. Und am Ende, da bleibt ja doch noch etwas.

Diese Überbleibsel, und jetzt komme ich einmal mehr darauf zurück, warum ich bei Matthis Charakterkartenspiel „Monsieur Penis“ gezogen habe, kann man hervorragend z.B. in der närrischen Zeit verwenden, als Kostüme o.ä.
So kann man sich denn auch bei etwas erwachseneren Veranstaltungen spaßenshalber komplett entkleiden und den kleinen Mann, der da frei rumhängt mit solch einem Rohr bedecken (s. Abb. 1).

kurzes Rohr
Abb. 1 – Für den Mann, der etwas zu verbergen hat und es auch tun sollte.

Auch hier gibt es sicherlich Leute, die meinen, das würde nicht reichen. Dafür gibt es dann die erwähnte Rolle Küchenpapier (s. Abb. 2).

langes Rohr
Abb. 2 – Nein, dass das Teil irgendwie schief fotografiert ist hat diesmal keinen tieferen Sinn.

Was aber wirklich der Knüller an der ganzen Geschichte ist, ist die Modularität des Bausystems. Ähnlich den Red Hot Chili Peppers mit ihren abnorm langen Genitalsocken kann man sich auch hier unter Zuhilfenahme handelsüblichen Klebestreifens ein unglaubliches Rohr zaubern, das dazu auch noch wesentlich stabiler ist als jede alte Socke. Blender aufgemerkt! Ja, man kann hier durchaus den einen oder anderen Zentimeter dazuschummeln.

Rohrvergleich
Abb. 3 – Die Modularität besticht.

Jetzt wäre der Spaß natürlich nur halb so groß, wenn man sich nicht auch noch dazu hinreißen lassen könnte, die Rohre mit Pappmaché zu bekleben und mit lustigen Augen und Ohren zu versehen. Der Phantasie sind auch hier, wie bei Art Attack für die Kleinen, keine Grenzen gesetzt.
Ich würde jetzt gern sagen, dass dieses neue Partybastelbogenset (diverse Rohre, altes Zeitungspapier für Pappmaché, Leim, Klebestreifen, Wasserfarben und eine spezielle Pappschere) demnächst in Massenproduktion geht, aber vermutlich würde ich dann einen Riesenärger mit der Klopapierlobby bekommen, wenn nicht jemand anderes zuvor schon diesen Beitrag als anstößig irgendwo meldet und die geschätzten Herren vom BKA vor meiner Tür stehen. Wenn es einen Mutigen gibt, der diese Idee vertreiben möchte, gegen ein Belegexemplar und die Erwähnung als geistiger Vater trete ich meine Rechte ab und wünsche viel Erfolg. Sollte jemand sich solch ein Rohrschonerrohr mit den im Handel befindlichen Materialien selbst herstellen und das Ganze hübsch bunt angemalt haben, ich würde mich über ein Foto (des leeren Rohres!!!) freuen.

Walk like Virus

So, nun scheinen die meisten Viren meinen abgemergelten Körper wieder verlassen zu haben, nicht jedoch ohne ein bleibendes Gefühl von Flau bis Übelkeit in mir zu hinterlassen. Doch was heißt das jetzt mal ganz konkret (wie Michael Friedmann wohl in seiner Talk Show kess fragen würde und das nicht ohne dabei seinem Gegenüber die glänzende Stirn ganz nahe vor dem Gesicht zu Parken, die Zähne zeigend eine Hand auf das Knie des Gesprächspartners zu legen und die nächste Gelegenheit ab zu warten, dem Gast beim Erklärungsversuch ins Wort fallend, sich zur Kemera zu drehen und freudig verkünden ‚Das war Micheal Friedmann…‘ APPLAUS) ?Das heißt lieber Michel und zwar ganz konkret, das man auch mal im Bus, eben noch guter Dinge und diesmal nicht die Gedanken kreisen, sondern die Gedärme von Null auf gleich Achterbahn fahren.    Das heißt, ganz konkret, panisch den STOPknopf drücken, die Lippen ganz ganz fest zusammen pressen und auf das befreiende Zischen, der sich öffnenden Bustür warten….und das heißt zu dieser Jahreszeit leider auch , ganz konkret, wenn man diesen Anfall am Opernplatz hier in Berlin erlebt, ich aus dem Bus stürze, nach frischer Luft schnappend, in eine Wolke-de-Odeure der Sonderklasse stolpere. Folgende Gerüche seien besonders erwähnt: gebrannte Mandeln, Glühwein und halber meter Bratwurstgeruch. Keiner dieser war sonderlich hilfreich!Frohes Fest*

Kein Bißchen klüger

(Dies ist auch irgendwie eine Anleitung zum … Lottogewinn.)
Man sollte meinen, unsere Lottoeskapade (beschrieben vor einigen Tagen) aus dem letzten Jahr wäre uns Anlaß genug gewesen, uns aus dem aktiven Tippgeschäft zu verabschieden. Doch weit gefehlt, wir sind zurück, so wie vermutlich ganz Deutschland am heutigen Samstag. Wir haben uns schlau gemacht, glaube inzwischen zu wissen, wie der Hase läuft oder zumindest das Reglement aufgebaut ist. Und während Franziska Reichenbacher noch überlegt, was sie heute Abend anziehen soll (schließlich schauen bei weitem mehr als die üblichen 5 Millionen Menschen zu) haben wir neue Möglichkeiten gefunden, die richtigen Zahlen zu generieren. Diese Woche: Die Sushi-Bestellung. Da ich nun am Donnerstag mit Marie Japanisch essen war (ich hoffe, es waren Japaner) und wir dort zur besseren Orientierung unsere Bestellungen auf einem Blatt Papier notierten, waren diese Zahlen schon einmal da. Jetzt nur noch alle wegstreichen, die nicht im Bereich zwischen 1 und 49 liegen und gucken, ob noch sechs übrig geblieben sind und schon ist der Schlüssel zum Erfolg gefunden. Ich hoffe übrigens sehr, dass unter den gestrichenen Zahlen auch die Bestellung mit den Rogen im Reismantel dabei waren, denn die waren, wie die Klitschkos sagen würden, grauenhaft. Kleine Fischi-Augen, die auf der Zunge zerplatzen. Da hieß es Augen zu und draufgebissen und schön darauf konzentriert bleiben, alles bei sich zu behalten.

Wie sollte ich jetzt hier schließen? Ich nehme an, dass ich bei einem erfolgreichen Spielsystem nicht allzu bald hier etwas von mir hören lassen, obwohl das Hotel in der Südsee sicherlich für ein Trinkgeld auch ein wenig Internet für mich organisieren könnte. Nun, wir werden sehen. Bis dahin, toi toi toi.

Norwalk-Like-Virus

„Die humanen Norovirus-Spezies (abgekürzt NV), ehemals als Norwalk-Like-Virus (NLV) bezeichnet, sind unbehüllte einzelsträngige RNA-Viren (ss[+]RNA) mit positiver Polarität aus der Familie Caliciviridae und der gleichnamigen Gattung Norovirus. Noro- ist ein künstlich gebildetes Präfix aus Norwalk, das 2004 offizielle taxonomische Bezeichnung wurde. Die hochkontagiösen Noroviren sind zunehmend als Ursache für virale Gastroenteritiden (viraler Brechdurchfall, auch umgangssprachlich als Magen-Darm-Grippe bezeichnet) erkannt.“

So weit so gut, doch selbst dieses geballte Fachwissen, hilft mir kaum weiter wenn man seit nun mehr 30h+ über der Kloschüssel hängt. Doch wirklich aufbauend ist dann der letzte Satzt, der einem offenbart das es keine Behandlung gibt. Also mach ich es mir weiter im Bad gemütlich und halte mir tapfer selbst den Kopf.
norovirus
Quelle:wiki

Anleitung zum … Kaffee tragen

Der Teaser ist mittlerweile auch schon Ewigkeiten her und deshalb, und auf Grund einer einzelnen erneuten Anfrage, jetzt hier endlich der erste Teil unserer grossen Anleitung zum Großstädterdasein.

Kaffee – das schwarze Gold des kleinen Mannes.

Kaum etwas ist heutzutage in den Fußgängerzonen im Morgengrauen und zur Mittagsstunde so unabdingbar und wichtig, solch ein Necessoire, wie der tragbare Kaffee. Koffeinschübe am Morgen und Mittag sind es, die darüber entscheiden, ob ein Tag überhaupt durchstehbar ist.
Nicht erst seit der vergangenen Fußballweltmeisterschaft ist das offizielle Heißgetränk der togolesischen Nationalauswahl von den Straßen nicht mehr wegzudenken. Doch noch immer passieren schreckliche Dinge, jeden Tag und vor unser aller Augen. Menschen eilen geschwind durch enge Gassen und verbrühen sich dabei ihre new economy-Fingerchen, die doch der Schlüssel zum eigentlichen Broterwerb sind. Andere verteilen das heilige Schwarz auf dem Bürgersteig oder dem Blousson, das ist ärgerlich und teilweise bares Geld, das da nicht wieder aufhebbar zwischen den Pflastern der Straßen verrinnt.
Doch das muss nicht sein!
Einer wohligen Ausgeglichenheit steht nichts mehr im Wege, wenn man nur ein paar einfache Hinweise, Drei Schritte zum alltäglichen Kaffeeglück, beachtet.

Schritt #1 – die Bestellung

Eigentlich ist die Bestellung noch der leichteste Part. Entscheiden Sie sich für eines der angepriesenen Heißgetränke und sagen Sie dieses dem Menschen an der Maschine an.
Hinweis: Ab einer Bestellmenge von mehr als zwei Getränken gleichen Typs empfiehlt es sich immer, zusätzlich die gewünschte Anzahl per in die Luft gehaltener Finger anzuzeigen.
Vorsicht: Vermeiden Sie etwaige ambige Formulierungen! Sagen Sie in keinem Fall: „Ich hätte gern eine große Latte.“, o.ä.

Schritt #2 – Den Kaffee transportbereit machen

Nachdem Sie ihre bestellte Kaffee- oder Teespezialität nach eigenem Gutdünken mit Milch und/oder Zucker oder wahlweise keinem von beidem versehen haben gilt es ihr tragbares Getränk wegbereit zu machen. Nehmen Sie sich dazu einfach einen der meist in der Nähe von Zucker und Rührstab stehenden Deckel.
Vorsicht: In den meisten Fällen gibt es davon mindestens zwei verschiedene Größen. Achten Sie darauf, den Deckel nicht einfach gedankenlos auf ihr Getränk fallen zu lassen. Überprüfen Sie, ob sich die Durchmesser von Becher und Deckel gleichen, indem Sie zunächst den Deckel mit drei Fingern haltend langsam auf den Becher zuführen. Sollten die Größen übereinstimmen fahren Sie wie unten beschrieben fort, sollte dies nicht der Fall sein, kehren Sie zum Deckelstapel zurück.
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Legen Sie nun den Deckel auf dem Becher ab und drücken ihn vorsichtig mit beiden Händen an. Achten Sie dabei darauf, dass Sie den Becher mit beiden kleinen Fingern (anfänglich empfiehlt sich auch noch die Ringfinger zur Hilfe zu ziehen) stützen, damit dieser nicht umfallen kann.
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Wiederholen Sie das Andrücken nun in kreisförmiger Drehung um den Becher herum, damit Sie sicher gehen können, dass ein genauer Abschluß zwischen Deckel und Becher gewährleistet ist.
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Testen Sie nun, ob der Deckel auch wirklich gut sitzt, indem Sie den mit beiden Zeigefingern am unteren Rand anfassen und den Becher so vorsichtig und für nur ein paar Zentimeter anheben. Können Sie den ganzen Becher unfallfrei anheben, geht es weiter zum nächsten Schritt. Löst sich der Deckel vom Becher, wiederholen Sie bitte die letzten drei Handgriffe.

Schritt #3 – Der Kaffee unterwegs

Gratulation! Jetzt gibt es nicht mehr viel, was Sie von einem erfolgreichen Tag und dem schwapperfreien Tragen und Trinken ihres gewählten Heißgetränks fern hält. Doch warten im letzten Teil wieder ganz besondere Tücken auf Sie. Also seien sie behutsam!
Es geht also auf die Straße. Damit sie sich in der handschuhfreien Jahreszeit nicht an den Händen verbrühen empfiehlt sich eine spezielle Tragetechnik, die sowohl die Hitze des Bechers berücksichtigt, als auch der Tatsache Beachtung schenkt, dass auch der Inhalt mal gekocht wurde.
Die drei Finger, die wir im Folgenden brauchen werden sind Daumen, Zeige- und kleiner Finger.
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Fassen Sie mit Daumen und Zeigefinger links und rechts des Bechers an den verstärkten Deckelrand. Erfahrungsgemäß wird hier die wenigste Hitze an die Umgebung abgegeben.
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Damit Sie nicht Gefahr laufen, sich Spreizfinger zuzuziehen, sollten Sie den Becher zusätzlich mit dem kleinen Finger von unten stützen. Keine Angst, auch hier ist der Papprand verstärkt und bleibt in den meisten Fällen eines der kühlsten Teile der gesamten Apparatur.
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Der eigentliche Geheimtipp ist nun aber die Positionierung des Heißgetränkeausgussloches zur Hand. Achten Sie darauf, dass dieses entweder zum Handrücken gerichtet oder wie oben auf dem Bild gänzlich von der Hand wegführend positioniert ist. So garantieren Sie eine schwapperfreien Transport auf all ihren Wegen.

SIE HABEN ES GESCHAFFT! AB SOFORT KÖNNEN SIE SICH EIN STÜCK WEIT GROSSSTÄDTISCHER UND WELTMÄNNISCHER FÜHLEN. SIE BEHERRSCHEN JETZT DEN SCHMERZFREIEN VERZEHR VON MITNAHMEHEISSGETRÄNKEN JEGLICHER COULEUR.

Abschließend noch ein paar allgemeine Hinweise.

  • Rennen Sie nicht mit einem Becher in der Hand dem Nahverkehr nach!
  • Trinken Sie nach Möglichkeit nicht im Gehen sondern Pausieren sie für jeden Schluck!
  • Pusten Sie unbedingt vor dem ersten Schluck aus einer gewissen Entfernung in den Becher, die Ihnen entgegenschwallende Luft kann wichtige Auskunft darüber geben, ob Sie tatsächlich schon gedankenverloren runterschütten können!
  • Rennen Sie generell niemals mit einem Becher in der Hand!
  • Verbreiten Sie die Kunde von dieser Anleitung, sie kann auch Ihre Hose einmal vor braunen Flecken bewahren!

Beschwipste Scholle

… ich hab viel zu viele Kartoffelklöße in mich hinneinkullern lassen, einen dicken Kullerbauch und werde nie wieder eine Freundin haben, da bin ich ganz sicher!“>Habe gestern Nacht, wie verrückt mein neues kabelloses Netzwerk eingerichtet und versucht alle Geräte dazu zu bringen miteinander zu kommunizieren, nur der alte Laptop wirft sich ab und an selbst raus, die alte Zicke. Prima der neue Router fiept und das tollste ist, das er einen Knopf an der Seite hat, der in der 148 Seiten starken Anleitung, nicht mit auch nur einem Wort erwähnt wird. Wenn man drauf drückt, fängt er wie wild an blau zu blinken und nix passiert…oder zumnindest hat man den Eindruck, es passiere nix! Hatte schon gegrübelt, gerüttel, geschaut und zig male drauf gedrück, ohne weiteren einschneidenen Effekt und bin zu dem schluss gekommen das das wohl so eine Art E.T. nach Hause telefonieren Taste sein muss. Wenn man die drückt, kommen die Extragalaktischen und holen einen ab…ich werde aber erstmal nicht mehr draufdrücken, oder? Vielleicht kann ich mich damit aber auch wo rüberbeamen oder ungeliebte Zeitgenossen dahin wo der Pfeffer wächst. Werde mir also vielleicht eine Woche frei nehmen und gleich einen ganzen Schwall an Kohlenstoffeinheiten zum Pfeffer teleportieren…hmm. Vielleicht drück ich doch nochmal drauf wenn ich zu haus bin…