Heute Abend – LOTTO-Millionär

Wie fange ich das jetzt am besten an? – WWM & LOTTO –

WWM – Habe ich gestern Abend gesehen und um das Akronym ein wenig zu entzaubern muss ich jetzt vielleicht sagen, dass Günther Jauch diese Sendung wieder einmal hervorragend geleitet hat. Dort saß in den paar Minuten, die ich mir das angesehen habe eine junge Frau auf dem ihm gegenüber stehenden Hocker, die trotz eines sehr seltsamen Anfangs, bei der man sie für recht beschränkt hätte halten können mit letztlich 64.000 € aus dem Studio gegangen ist. Mit einem Teil des Geldes will sie das Bad ihrer Mutter renovieren. Das mag ja löblich erscheinen, aber Mädel, sollte man in dem Alter nicht andere Träume haben, als neue Fliesen und ein Tiefspülerklo in Muttis Scheißschaus einzubauen? Was mich jetzt aber gewundert hat war, dass sie bei 300 € schon extrem an dem Haaren herbeigezogene Erklärungen für falsche Antworten austüfteln wollte. Es ging darum, welches Tier in den Anden zu finden ist und die Antwortmöglichkeiten waren: Lupenhund, Monokelmarder, Brillenbär und Kontaktlinsenkatze. Natürlich setze ich nicht voraus, dass jeder Mensch weiß, dass es davon nur den Brillenbär geben kann, haarsträubend wird es aber erst, wenn jemand sein Unwissen mit der Hilfe von Schullatein aufzeigen kann. Die junge Dame war zunächst also der Meinung, es müsse sich um den Lupenhund handeln, denn Lupe = Lupus = Wolf und dann hätten wir ein Tier, den Wolfshund! Günther Jauch brachte sie dann sanft zur Räson und erklärte ihr, dass für 300 € eine solch komplexe Erklärung wohl einfach zu viel verlangt wäre. Er hätte aber auch sagen können: Es ist nie Lupus!

Wo bringt mich das jetzt hin? Und warum stelle ich hier rhetorische Fragen? Kürzlich laß ich auf spiegel.de von einem jungen Mann, der sich sein Studium mit Quizshows finanziert hat und dabei wohl ein ganz leidliches Auskommen hatte. Dieser will da nun erklären, wie man mit unnützem Wissen so richtig schön abkassieren kann. Vielleicht sollte man mal wieder ernsthafter überlegen, den lokalen Experten auf diese Gebiet, Johannes, ohne sein Wissen bei so manchen dieser Shows anzumelden. Meine Welt wäre das wohl nicht, ob nun mit Wissen oder dem Mangel selbigens, das große Abendprogramm im Fernsehen nehme ich ein andermal in Angriff, für mich bleibt vorerst, was den kleinen Mann träumen läßt.

LOTTO – Das ist ja so eine Institution bei der man sich von Zeit zu Zeit denkt: Jetzt spielst du einfach noch mal mit, der Jackpot ist ja auch so schön groß und dann guckst du mal, ob du mit deinen persönlichen Glückziffern nicht wenigsten das Geld für den Spielschein und eine krosse Ente nebst großem Getränk wieder einholst. Selbst das klappt ja in den selstensten Fällen. Für heute aber habe ich ein umwerfend gutes Gefühl. Auch wenn ich mich bisher eigentlich zu den Leuten zählen würde, die gern von sich behaupten: Ich habe ja noch nie etwas gewonnen./Ich gewinne bei sowas ja nie. Zweiteres mag ein wenig Auslegungssache sein, Ersteres ist meist einfach nur gelogen, denn in irgendeiner Tombola in der Grundschule, beim Topfschlagen zum Kindergeburtstag oder an einem Glücksrad auf dem Wochenmarkt hat bestimmt jeder schon mal etwas gewonnen oder für umsonst mitnehmen können und das spart einem ja zumindest etwas Geld. Und gespart ist gewonnen, nicht erst seit den jetzigen so schwierigen Zeiten.

Was jetzt aber meine gesteigerten Chancen angeht, den LOTTO-Jackpot an diesem Samstag, den 28. März 2009 zu knacken, da leite ich meine Siegesgewissheit aus einem überraschenden Moment nach dem Aufstehen ab. Eigentlich waren es sogar zwei. Ich beginne mal mit dem Zweiten, denn der ist weniger spannend.

In meinem elektronischen Posteingang befand sich heute morgen eine Gewinnmitteilung von einer Verlosung, die an eine universitäre Umfrage der TU, Fachbereich Mensch-Maschine-Systeme, angehängt war. Das waren 15 € in Gutscheinform, die ich entweder bei amazon.de (Zeit über affiliate Einnahmenmöglichkeiten nachzudenken) oder im iTunes Store (selbes Spiel hier) verbraten kann. Geschenktes Geld – klasse. Dabei gewinne ich bei sowas ja nie.

Eine weitere Gewinnbenachrichtigung/Überraschung war dann sowohl in meinem Posteingang als auch in meinem twitter/rss/facebook/flickr/sonstewas-Sammelprogramm EventBox aufgetaucht (das man sich im Zuge der MacHeist-Verscherbelungsaktion hier gerade kostenlos herunterladen kann) und informierte mich per twitter darüber, dass ich bei der Verlosung meines Lieblings-, in Ermangelung eines deutschen Wortes, note taking Programms, Evernote, eine Clarifi-Hülle von Griffin für mein iPhone gewonnen habe und doch bitte per direct message meinen Klarnamen und meine Adresse übermitteln solle. Das löste große Freude auf meiner Seite aus, hatte doch dieses ewige Teilnehmen an irgendwelchen Umfragen zusammen mit dem gelegentlichen Versuch, bei einem Gewinnspiel etwas abzuräumen endlich mal funktioniert und dann auch noch zwei mal am gleichen Tag! Doch dann kam relativ schnell die Einsicht, dass dem Ganzen ja jetzt nur noch eine Sache fehlt, nämlich mein iPhone.

Und final ist es genau das, was mich so sicher macht, dass ich heute wohl einen gewissen Geldbetrag im deutschen LOTTO gewinnen muss, denn schließlich brauche ich zu der Hülle ja das passende Telefon und für eben jenes eine Stange Geld, um es bei der Telekom auszulösen. Mehr dazu dann sicher im Laufe des Abends, wenn das ernüchternde Ergebnis meines erneuten Nichtgewinns feststeht.

Wer diesen vorletzten Teil hier einfach nur für eine schöne Geschichte hält, dem danke ich. Wer überprüfen möchte, ob ich auch nicht gelogen habe, der möge bitte dieses Verlosungsvideo anschauen und auf den Moment warten zu dem mein twitter-name konrad_ gezogen wird. Oder man begnüge sich mit meinem Bildschirmfotos davon.

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Für alternative Möglichkeiten, neue Glückzahlen zu generieren kann man auch gern hier noch einmal nachlesen.

Wer per twitter nicht nur privaten Blödsinn verfolgen will, sondern über Differentialdiagnose-Update und neue Beiträge informiert werden mag (obwohl das ja das gleiche bloß in größerem Umfang wäre), der kann sich hier in die sehr kurze Reihe der Follower einreihen.