Heute Abend – LOTTO-Millionär

Wie fange ich das jetzt am besten an? – WWM & LOTTO –

WWM – Habe ich gestern Abend gesehen und um das Akronym ein wenig zu entzaubern muss ich jetzt vielleicht sagen, dass Günther Jauch diese Sendung wieder einmal hervorragend geleitet hat. Dort saß in den paar Minuten, die ich mir das angesehen habe eine junge Frau auf dem ihm gegenüber stehenden Hocker, die trotz eines sehr seltsamen Anfangs, bei der man sie für recht beschränkt hätte halten können mit letztlich 64.000 € aus dem Studio gegangen ist. Mit einem Teil des Geldes will sie das Bad ihrer Mutter renovieren. Das mag ja löblich erscheinen, aber Mädel, sollte man in dem Alter nicht andere Träume haben, als neue Fliesen und ein Tiefspülerklo in Muttis Scheißschaus einzubauen? Was mich jetzt aber gewundert hat war, dass sie bei 300 € schon extrem an dem Haaren herbeigezogene Erklärungen für falsche Antworten austüfteln wollte. Es ging darum, welches Tier in den Anden zu finden ist und die Antwortmöglichkeiten waren: Lupenhund, Monokelmarder, Brillenbär und Kontaktlinsenkatze. Natürlich setze ich nicht voraus, dass jeder Mensch weiß, dass es davon nur den Brillenbär geben kann, haarsträubend wird es aber erst, wenn jemand sein Unwissen mit der Hilfe von Schullatein aufzeigen kann. Die junge Dame war zunächst also der Meinung, es müsse sich um den Lupenhund handeln, denn Lupe = Lupus = Wolf und dann hätten wir ein Tier, den Wolfshund! Günther Jauch brachte sie dann sanft zur Räson und erklärte ihr, dass für 300 € eine solch komplexe Erklärung wohl einfach zu viel verlangt wäre. Er hätte aber auch sagen können: Es ist nie Lupus!

Wo bringt mich das jetzt hin? Und warum stelle ich hier rhetorische Fragen? Kürzlich laß ich auf spiegel.de von einem jungen Mann, der sich sein Studium mit Quizshows finanziert hat und dabei wohl ein ganz leidliches Auskommen hatte. Dieser will da nun erklären, wie man mit unnützem Wissen so richtig schön abkassieren kann. Vielleicht sollte man mal wieder ernsthafter überlegen, den lokalen Experten auf diese Gebiet, Johannes, ohne sein Wissen bei so manchen dieser Shows anzumelden. Meine Welt wäre das wohl nicht, ob nun mit Wissen oder dem Mangel selbigens, das große Abendprogramm im Fernsehen nehme ich ein andermal in Angriff, für mich bleibt vorerst, was den kleinen Mann träumen läßt.

LOTTO – Das ist ja so eine Institution bei der man sich von Zeit zu Zeit denkt: Jetzt spielst du einfach noch mal mit, der Jackpot ist ja auch so schön groß und dann guckst du mal, ob du mit deinen persönlichen Glückziffern nicht wenigsten das Geld für den Spielschein und eine krosse Ente nebst großem Getränk wieder einholst. Selbst das klappt ja in den selstensten Fällen. Für heute aber habe ich ein umwerfend gutes Gefühl. Auch wenn ich mich bisher eigentlich zu den Leuten zählen würde, die gern von sich behaupten: Ich habe ja noch nie etwas gewonnen./Ich gewinne bei sowas ja nie. Zweiteres mag ein wenig Auslegungssache sein, Ersteres ist meist einfach nur gelogen, denn in irgendeiner Tombola in der Grundschule, beim Topfschlagen zum Kindergeburtstag oder an einem Glücksrad auf dem Wochenmarkt hat bestimmt jeder schon mal etwas gewonnen oder für umsonst mitnehmen können und das spart einem ja zumindest etwas Geld. Und gespart ist gewonnen, nicht erst seit den jetzigen so schwierigen Zeiten.

Was jetzt aber meine gesteigerten Chancen angeht, den LOTTO-Jackpot an diesem Samstag, den 28. März 2009 zu knacken, da leite ich meine Siegesgewissheit aus einem überraschenden Moment nach dem Aufstehen ab. Eigentlich waren es sogar zwei. Ich beginne mal mit dem Zweiten, denn der ist weniger spannend.

In meinem elektronischen Posteingang befand sich heute morgen eine Gewinnmitteilung von einer Verlosung, die an eine universitäre Umfrage der TU, Fachbereich Mensch-Maschine-Systeme, angehängt war. Das waren 15 € in Gutscheinform, die ich entweder bei amazon.de (Zeit über affiliate Einnahmenmöglichkeiten nachzudenken) oder im iTunes Store (selbes Spiel hier) verbraten kann. Geschenktes Geld – klasse. Dabei gewinne ich bei sowas ja nie.

Eine weitere Gewinnbenachrichtigung/Überraschung war dann sowohl in meinem Posteingang als auch in meinem twitter/rss/facebook/flickr/sonstewas-Sammelprogramm EventBox aufgetaucht (das man sich im Zuge der MacHeist-Verscherbelungsaktion hier gerade kostenlos herunterladen kann) und informierte mich per twitter darüber, dass ich bei der Verlosung meines Lieblings-, in Ermangelung eines deutschen Wortes, note taking Programms, Evernote, eine Clarifi-Hülle von Griffin für mein iPhone gewonnen habe und doch bitte per direct message meinen Klarnamen und meine Adresse übermitteln solle. Das löste große Freude auf meiner Seite aus, hatte doch dieses ewige Teilnehmen an irgendwelchen Umfragen zusammen mit dem gelegentlichen Versuch, bei einem Gewinnspiel etwas abzuräumen endlich mal funktioniert und dann auch noch zwei mal am gleichen Tag! Doch dann kam relativ schnell die Einsicht, dass dem Ganzen ja jetzt nur noch eine Sache fehlt, nämlich mein iPhone.

Und final ist es genau das, was mich so sicher macht, dass ich heute wohl einen gewissen Geldbetrag im deutschen LOTTO gewinnen muss, denn schließlich brauche ich zu der Hülle ja das passende Telefon und für eben jenes eine Stange Geld, um es bei der Telekom auszulösen. Mehr dazu dann sicher im Laufe des Abends, wenn das ernüchternde Ergebnis meines erneuten Nichtgewinns feststeht.

Wer diesen vorletzten Teil hier einfach nur für eine schöne Geschichte hält, dem danke ich. Wer überprüfen möchte, ob ich auch nicht gelogen habe, der möge bitte dieses Verlosungsvideo anschauen und auf den Moment warten zu dem mein twitter-name konrad_ gezogen wird. Oder man begnüge sich mit meinem Bildschirmfotos davon.

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Für alternative Möglichkeiten, neue Glückzahlen zu generieren kann man auch gern hier noch einmal nachlesen.

Wer per twitter nicht nur privaten Blödsinn verfolgen will, sondern über Differentialdiagnose-Update und neue Beiträge informiert werden mag (obwohl das ja das gleiche bloß in größerem Umfang wäre), der kann sich hier in die sehr kurze Reihe der Follower einreihen.

Probleme schaffen

In letzter Zeit ist es hier ja wieder ausnehmend still um uns geworden. Neulich hatte ich darauf hingewiesen, dass viel zu tun zu haben eher eine schwache Ausrede ist. Heute muss ich sagen, es ist die einzig wahre. Vielleicht hat all die Stille ja auch mit dem Ende der Blogkultur zu tun. So etwas ähnliches las ich neulich in der Berliner Zeitung, die ja für ihre tagesaktuelle Netzwelt-Seite bekannt ist. Und hey, die paar Feeds, die ich abonniert habe waren auch schon mal outputgesegneter.
Feeds sind auch ein gutes Stichwort. Armin wies mich auf „brief“ hin, ein netter kleiner Feedreader, der als Firefox-Plugin daherkommt und jetzt immer schön meine Feeds runterlädt und wenn ich das richtig sehe auch dafür sorgt, dass ich diese mal in einer Internetfreien Situation lesen kann. Das als eingeschobener Pick der Woche, ohne viele Worte, spricht ja auch für sich. Und ich entschuldige mich für so langes Ausbleiben selbiger, manchmal hat man einfach auch nichts Neues, oder eben viel zu tun (ha!).
Damit man aber trotzdem noch ein wenig Spaß haben kann hier jetzt ein Fundstück, auf das mich Marie aufmerksam gemacht hat. Eine sehr schöne Sache und man beachte die Überschrift, um es mir nicht gleich zu tun und erst einmal auf diese Sache hereinzufallen.
Viel Spaß beim Chronifizieren.

systemische-therapie
Aus:  Arist von Schlippe/Jochen Schweitzer: Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung, Göttingen 2007, S. 112.
(hoffen und beten wir, dass das keine Urheberrechtsstreitigkeiten nach sich zieht)

Pick der Woche #8

The Rasterbator heißt das spannende Tool, dass es diese Woche zu testen gilt. Mit wenigen Handgriffen kann man damit aus einem normalen Foto ein ziemlich bis unendlich großes Poster nach dem Prinzip Starschnitt erstellen.
Dafür einfach das Bild einladen, dann festlegen auf welchem Format man ausgeben möchte (im Zweifelsfall natürlich A4), dann die Größe des Ganzen festlegen, also die Anzahl der Blätter die man herausbekommen möchte und noch die Rasterweite (wie groß also die Punkte werden, die uns aus dem populären Zeitungsdruckverfahren bekannt sind). Und schon erstellt einem der Rasterbator kreisrunde Raster in ein .pdf, das man sich nach dem Ausdrucken wieder zusammenbasteln und an bis zu 20m lange Wände kleben kann. Eine feine Sache, die man sicher auch gut für persönliche Weihnachtsgeschenke auf den letzten Drücker einsetzen kann.

Und weil das alles so kurz ist bisher und weil Weihnachten ist und weil ich mich von den besten Downloads des Jahres auf der Chip-Seite habe inspirieren lassen, gibt es gleich noch ein weiteres Tool dazu. Name: Tipp10. Was hier nach einer Lotto-Toto-Tippspielgemeinschaft klingt, dient in Wirklichkeit dazu, das schreiben mit 10 Fingern zu lernen. Das ist etwas, dass ich schon immer mal vor hatte, dann aber so lange aufgeschoben hatte, dass ich irgendwann soweit war mit 5-7 Fingern recht schnell und ziemlich fehlerfrei zu schreiben. Deshalb ist dieses Teil wohl eher etwas für diejenigen, die noch mit 2 Finger oder so in der Art schreiben, denn wenn man erst mal auf einem gewissen Level ist, fällt es so unglaublich schwer, sich an die richtigen Regeln zu halten, dass man die ganze Übung nur noch zur Stärkung der Frustrationstoleranz heranziehen kann. Ansonsten gehört das Tool aber zu den wirklich gut gemachten Schreiblernprogrammen, nur durch den marquee-Text fängt irgendwann das Bild an zu schwimmen, so dass die Augen durchaus noch einen Moment brauchen, bis sie das Bild analog wieder stabilisiert haben. Wer aber auf solche Effekte steht oder die richtigen Kräuter im Schrank hat, der kann das gern mal ausprobieren.

Pick der Woche #7

Verdammt. Schon nach der sechsten Woche scheint die Luft raus zu sein. Eine Woche ohne Pick, das ist ein kleines Armutszeugnis, das ich mir hier selbst ausstellen kann. Und inzwischen ist es auch schon recht spät am Freitag Abend. Ich bin meine letzten paar Wochen Aktivitäten durchgegangen und sehr viel Neues war nicht dabei. Deshalb, und damit ich wieder mal etwas für diese Rubrik hier habe, nehme ich diese Woche ein paar Kommandozeilen daher, richtig schöne Uninstall Strings.
Beim Wechsel von Adobe CS2 auf CS3 hatte ich mich schon gewundert, warum denn Bridge, Extend Script Toolkit und diese eine Fotogeschichte, deren Name mir jetzt schon wieder entfallen ist (update: natürlich Stock Photo), immer noch auf dem Apparat sind. Die Lösung dann gestern beim Großreinemachen: Adobe ist schuld. Die haben keine vernünftigen Uninstaller dafür vorgesehen gehabt und meinten, man müsse diese Programme aber unbedingt mit dabei haben, wenn man sich Photoshop installiert. Das ist natürlich unsinnig und ich kann mich auch nicht daran erinnern, auch nur eines dieser drei je gebraucht zu haben. Ein wenig Rumgegucken später habe ich ein paar Kommandozeilen gefunden, die mir wunderbar das Übel vom Rechner nehmen. Zu finden sind diese hier. Für CS3 gibt es wohl Ähnliches, da das aber noch im Einsatz bei mir ist und ich die Verwendung nicht ausschließen mag, unternehme ich erst mal nichts in diese Richtung. Rechtlich bin ich mir da nicht allzu sicher, auch wenn es heißt, die Schnipsel kämen von Adobe selbst. Deshalb der Link zu anderen und die Überlegung für mich, ob wir überhaupt einen Disclaimer irgendwo haben, das kann ja bei Links immer nicht schaden. Dem müsste man mal auf den Grund gehen.

Pick der Woche – Konrad #6

Woche sechs, Verlegenheitspick eins. Ich habe mir notgedrungener Weise jetzt einen neuen Akku für mein Vaio geleistet, denn in letzter Zeit konnte ich den Prozenten im Sekundentakt beim schwinden zusehen. Und bei solch einem neuen Akku, da will man natürlich alles besser machen. Ich denke, das ist wie mit den zweitgeborenen Kindern, man hat eine gewisse Routine bekommen, lässt auch mal mehr durchgehen, man weiß ja wie es läuft. Moment, nein, es ist ganz anders, man macht erst was falsch und tut dann beim zweiten Akku so, als wäre es das erste Kind, genau so wird ein Schuh draus.
Also habe ich mir jetzt etwas runtergeladen, dass mir ein wenig was über mein Erstgeborenes verrät, mehr zumindest als das Windows. Notebook Hardware Control genannt. Das Ding hatte ich schon in einer unglaublich viel früheren Version auf meiner Fujitsu-Siemens-Möhre im Einsatz, seinerzeit, um den Lüfter ein wenig zu bremsen, denn der sprang permanent an, wenn man nur eine .txt geöffnet hatte. Ja, was macht also dieses Programm hier. Es kann den Prozessorstrom regeln, sagt dir ein wenig was über die Kapazität deines Akku, den Ladestand und vieles mehr und dazu auch noch, wie lange du ungefähr noch im batteriebetriebenen Modus wirst arbeiten können, bevor sich der Rechner verabschiedet. Und das ist ja ein Feature, das in Windows einfach mal unglaublich fehlt. Deshalb meine Empfehlung, zumindest für einen moderaten Einsatz, Prozessorstromtaktungen sind immer ein wenig heikel weil durchaus auch gefährlich, dieses Ding zu nutzen und in der nächsten Woche gibt es dann hoffentlich wieder eine halbwegs vernünftige Entdeckung.

Pick der Woche – Konrad #5

Endlich mal gute Nachrichten für Nicht-switcher resp. Picks exklusiv für all diejenigen, die noch wie ich an einer XP-Möhre sitzen.
Diese Sachen gibt es schon eine ganze Weile und sie wurden zum letzten Mal Anfang diesen Jahres erweitert und upgedatet, aber ich habe sie erst jetzt entdeckt und deshalb verallgemeinere ich ein wenig und sage, dass es sicher noch mehr Menschen gibt, die davon nichts wissen. Das Schöne an einem Betriebssystem wie Windows XP oder überhaupt einem Windows ist ja, dass Microsoft die Chance bekommt, etwas nachzurüsten, das ist ja systemimmanent, denn was nicht ausgereift ist, das kann man besser machen oder man sollte es.
Um jetzt winzige Sachen in XP zu verbessern gibt es die Microsoft PowerToys for Windows XP. Das sind kleine Erweiterungen, die das Leben am Rechner partiell angenehmer machen. Ich bin darauf gestoßen, als ich einen längeren Text für die Universität lesen musste und keine Lust hatte über hundert Seiten zu drucken. Irgendwann hatte ich das Gefühl, mir würden bald die Augen aus dem Kopf treten und da fiel mir ein, dass es so etwas ClearType ja gibt, eine Kantenglättung für Bildschirmschriften. Um ClearType zu aktivieren muss man sich nun aber ein wenig durchklicken und dann hat man auch nicht allzu viele Einstellungsmöglichkeiten (nämlich genau „an“ und „aus“).
cleartype
Der ClearType Tuner kann da schon ein wenig mehr und deshalb habe ich ihn mir runtergeladen. Man kann dort per Wizard oder manuell einstellen, wie weich und mit wie starkem Kontrast man die Schriften ab sofort haben möchte und für die Augen ist das bei längeren Texten dann durchaus ein ganzes Stück angenehmer. Einziges Manko bei dem Tuner, wenn man ihn einmal geschlossen hat, findet man ihn eigenlich nicht wieder. Die Installationsroutine verrät mir nicht, wie die Datei heißt, nach der ich im Windows-Ordner suchen könnte, also muss ich den Quark noch mal neu installieren bzw. reparieren, um wieder zu den Einstellungen zu kommen. Komische Sache, wenn jemand mehr rausfinden sollte, ich bin für Informationen dankbar. Update: Die Einstellungen kann man im Nachhinein über die Systemsteuerung vornehmen, dort findet man dann ClearType Tuning.

taskswitcher
Weiterhin gibt es einen Taskswitcher, der Alt+TAB ersetzt und hier ein wenig grafischer wird, indem er Voransichten der Programme zeigt, in die man wechseln kann. Nichts Neues für Mac-Menschen, aber ein nettes Feature am PC.
Der virtuelle Desktop-Manager funktioniert soweit auch ganz gut, kann mir aber auf den ersten Blick nicht mehr bieten, als ich mit obigem Alt+TAB auch hinkriegen würde. Ist vielleicht eine Frage der Gewöhnung und Arbeitsweise, für mich erst mal nichts. Und der Taskbar Magnifier, eine Mini-Bildschirmlupe für die Startleiste, ja, das ist ein Teil, das absolut unsinnig ist, da sind wir wieder sehr microsoftig. Egal.
Darüber hinaus gibt es noch einige weitere Tools, die mir aber im Großen und Ganzen nicht ganz so für meinen Gebrauch wichtig erschienen, aber das entscheide jeder für sich selbst. Spannend klingt noch das SyncToy, das werde ich mir dann mal zu Gemüte führen und evt. noch nebenher empfehlen, so es denn etwas zu bieten hat.

Pick'n'Whine

Nicht zu verwechseln mit der im US-amerikanischen Basketball so beliebten Spielweise des Pick’n’Roll, dazu kann Armin sicher abendfüllende Diavorträge halten, vielleicht sollten er das auch mal machen!? Nein, es geht um kurze Darstellungen von Picks, Whines und den Dingen aus der Grauzone dazwischen.
Wie dann bspw. Die Koch Arena. Habe ich gestern zum ersten Mal gesehen und bin schockiert, ich hab wirklich gedacht, die Kochformate wären an ihre Grenzen gestoßen, aber nein, es wird immer noch schlimmer. Formel 1-Moderatoren und -Kommentatoren quatschen unablässig in Analogien zum Rennsport über das, was in der Küche stattfindet. Fünf ehemalige Gewinner des Perfekten Dinners dürfen nacheinander Profiköche herausfordern und können nach dem letzten Gang eine häßliche Einbauküche abräumen, also mitnehmen, äh, gewinnen, so. Unglaublich, und genauso unglaublich, dass Rainer Callmund, einer der drei Juroren, der einzige Lichtblick dieser Sendung war. Ganz schlimmes Format, kann man nicht anders sagen.
Besser aber wird es, wenn wir Richtung Printmedien schauen. Da lag jetzt Ausgabe eins meiner kleinen Probereihe von W&V (Werben und Verkaufen) in meinem Briefkasten. Katja meinte, sie würde sowas langweilig finden und gleich mal an ihre Schwester weiterreichen, denn die sei ja dafür zuständig. Ich finde das Heft bisher ziemlich spannend, aktuell geht es um den vermeintlichen Untergang der klassischen Werbeagenturen und neue Modelle. In den kurz notierten Passagen taucht dann viel auf, was ich irgendwie gerade noch vor dem Gang zum Briefkasten beim Fontblog u.ä. gelesen habe. Ein Schelm, wer hier wieder böses denkt.
Ein Whine, ein Pick, was machen wir mit der Grauzone? Wir werden persönlich, also im Sinne von intim. Ich habe mir Mühe gegeben, ein wenig mehr Platz im Haus zu schaffen, wird ja auch Weihnachten und die Geschenke müssen doch irgendwo hingestellt werden. Als Hinweis: Ich mag es wenn die Geschenke teuer oder viele an der Zahl sind. Jedenfalls habe ich einige Sachen, die ich schon viel zu lange aufgehoben habe aussortiert und das ist ja erstmal gut. Das einzige Problem ist jetzt, dass der ganze Mist bei mir im Weg rumliegt und nicht mehr versteckt in Schränken, Kisten und unter dem Bett, vielleicht liegt da aber auch ein Motivationspotential begraben und man bringt das dann schneller zu einem Ende. Evt. später mehr dazu.

Pick der Woche – Konrad #4

Bleiben wir noch für eine Woche bei Videos und dem Internet. Kürzlich wurde Miro in der Version 1.0 released. Miro ist ein Player, der sich als großen Konkurrenten zu bspw. Joost sieht. Und tatsächlich wirkt es so, als wenn man ein wenig mehr auf einfachere Weise damit erledigen kann.
Nach der Installation bietet Miro einem an, sämtliche Videodateien auf dem Rechner zu verwalten und die bisher gespeicherten Filmchen in die Bibliothek aufzunehmen. Grafisch erinnert der Player an eine Mischung aus iTunes und dem elften Windows Media Player und, auch wenn das absurd klingen mag, das ist ein Vorteil gegenüber Joost, denn die Bedienbarkeit ist ungleich höher und nativer.
Es gibt einen Miro Channel Guide, der einem beim Einstieg behilflich ist und auf neue Inhalte aufmerksam macht, eine Suchfunktion, die auf die großen Videoplattformen wie Youtube und Google Video zugreifen kann (mit Funktionen zur Speicherung der Flash-Filme), die Medienbibliothek, Kanallisten, die heruntergeladenen Kanäle und Playlisten zum selbst bestücken.
Das Schöne an Miro ist, dass es open source ist, DRM-frei, angeblich mit einer Menge an HD-Material ausgestattet (ich habe bisher nur die obligatorischen Tier- und Weltraumaufnahmen gesehen) und so konzipiert, dass jeder content bereit stellen kann. Wenn ich mich jetzt entschließen sollte, meine Urlaubsfilme zu verbreiten, wäre mir das damit also möglich. Ausserdem gibt es eine Bittorrent-Unterstützung, die Downloads über eben jenes Netzwerk möglich macht. Ein Haken beim Playback ist sicherlich, dass die Wiedergabe nicht sofort startet sondern erst nach dem Download der entsprechenden Filme, aber das erscheint mir verschmerzbar. Auch wenn man durch die unprofessionellen Videoinhalte, die hier im Gegensatz zu Joost zugelassen sind, vielleicht schneller mal Gefahr läuft, irgendeinen Blödsinn statt des gewünschten Materials herunterzuladen. Aber hej, das sind dann nach den Miro-Angaben auch 2.500 Kanäle zu 250 Kanälen.
Ein Problem bei meinen Testläufen war noch im Miro Guide zu finden, der war nämlich größtenteils down, was ich einfach mal darauf zurückführe, dass jetzt viele Zugriffe verzeichnet werden, da das Ganze ja noch so schön frisch ist. Und die Downloadzeiten waren noch recht hoch, aber vielleicht ist da ja Besserung abzusehen, wenn mehr Leute p2p-Bandbreite zur Verfügung stellen. Für die Paranoiker noch hinterher, es wird angeblich nicht getrackt, was man so herunterlädt..Juhu. Also eine schöne kleine Sache, die es sich lohnt, mal zu anzusehen.

Skyscanner.net

Es gibt ja manchmal so Tage, da denkt man sich: „Mensch. Urlaub wäre ja schon mal schön.“ Man meint damit dann nicht Urlaub im sinne mal ein paar Tage frei haben und lange schlafen und dann mal gucken was man denn in der Stadt so machen kann, sondern so richtigen. So mit weit weg und andere Länder und so. Fliegen kostet ja heute auch nciht mehr die Welt.

Fliegen. Damit sind wir dann auch schon bei meinem Pick: skyscanner.net

Den Tipp bekam ich von meinem Arbeitskollegen Sebastian bekommen, der da mal ein günstigen Weiß-derTeufel-wo-Urlaub geschossen hat.

Das prinzip von skyscanner.net ist simpel. Wähle einen Startort (hierbei sehr schön, daß man einfach mal Berlin eingeben kann und sich nicht wie snst auf einen Flughafen festlegen muß), wähle einen Zielort (such dir ein Land aus oder doch direkt eine Stadt oder einen direkten Flughafen) und anschließend noch einen Zeitraum (hier kann man auch grobe angaben machen wie z.B. Dezember 2007).

Nun kommt man auf die eigentlich spanende Seite. Eine Übersicht über die verscheidenen Priese pro Tag als schönen Diagramm.
Skyscanner.net

Hier kann man sich dann seinen idealen Hin- und Rückflug ausuchen. Manchmal stellt man dann fest, dass man viele Euros sparen kann, wenn man nur einen Tag länger bleibt oder statt Montag bis Donnerstag lieber Dienstag bis Freitag Reisen sollte.

skyscanner.net hat uns für 98€ por Person nach Wien und wieder zurück gebracht.
Wäre ich nur einen Tag später geflogen, wären es 250€ pro Nase gewesen.

Tolles ding.