Pick der Woche – Konrad #2

Diesmal ein schönes Offlinetool, dazu open source und somit frei von Kosten, aber mit einem erheblichen Nutzen. Sweet Home 3D ist ein Tool, mit dem man in relativ kurzer Zeit seine Wohnung, oder wessen auch immer, nachbauen kann. Das hat den Vorteil, dass man, nachdem man einmal alles ausgemessen und umgesetzt hat, nie wieder die Möbel in real life rücken muss bevor man sich absolut sicher ist, dass die neue Anordnung praktikabel ist.

3dhome
Für den ein oder anderen mögen die angebotenen Objekte zu wenig sein, da es aber mehr darum geht, Einrichtungen zu planen als eine zweite Welt à la SIMS aufzubauen, erscheint mir die Auswahl vollkommen ausreichend. Eckige Tische sind schnell in Länge, Breite und Höhe angepasst und selbiges gilt eigentlich auch für alle anderen Gegenstände. Danach kann man entweder über die eigene Wohnung fliegen oder sich einmal in seine Nachbarn von der anderen Straßenseite hinein versetzen und sich selbst in die Fenster schauen.
Wer den Fehler in meiner oben konstruierten Wohnung findet, bekommt zumindest eine lobende Erwähnung, wenn ich nicht noch an einem Süßwarenladen vorbei komme und etwas besseres finde. (Ausgenommen sind hier natürlich Angestellte von Differentialdiagnose und all diejenigen, die ich schon einmal auf den Fehler hingewiesen habe.)

Kants Kategorischer Imperativ

Falls es mal eine Flaute in der Berichterstattung geben sollte, hatte ich diesen Text geschrieben. Ausserdem habe ich das folgende verfasst, kurz nachdem ich verstanden habe oder auch kurz nachdem mir mal erklärt wurde, was denn eigentlich der kategorische Imperativ nach Kant ist. Und weil mir grad nichts einfällt und ich es für unsinnig halte, jetzt das Ganze künstlich zurückzuhalten, gibt es das jetzt hier einfach so.
Man mag es für Klugscheißerei halten, aber auf einer Party kommt man sicher immer ganz gut an, wenn man mit den Philosophiestudenten ein wenig mithalten kann. Außerdem ist das ganze Prinzip irgendwie doch recht einfach.

Kant sagte also sinngemäß, wenn man moralisch sein möchte, dann solle man sich vor jeglicher Handlung überlegen, ob alle anderen auch danach handeln könnten. Dazu stellt man sich vor, dass alle anderen nicht nur danach handeln könnten, sondern müssten. Man macht also einen Imperativ daraus. Wenn das Ganze jetzt noch funktioniert ohne dass man sich in einen Selbstwiderspruch verstrickt, dann hat man gewonnen.

Nehmen wir die Lüge als Beispiel. Kann ich lügen und moralisch sein? Nach Kant wäre jetzt die Regel: Alle müssen lügen. Wenn das aber alle tun, dann wird bald niemand mehr an das glauben, was andere sagen. Das Vertrauen geht verloren und mit ihm auch die Grundlage für eine Lüge, denn ich kann nur dann erfolgreich lügen, wenn andere mir diese Lüge abnehmen. Daraus folgt also, dass ich nicht lügen und gleichzeitig moralisch sein kann. Das bedeutet nun nicht, dass man nicht lügen darf, man kann dann eben nur nicht für sich beansprochen ein Mensch mit reinem Gewissen zu sein.

Constant meinte, eine Schwäche gefunden zu haben. Wenn ich einem Unschuldigen auf der Flucht Unterschlupf vor seinen Verfolgern gewähre, diese dann aber an meine Tür klopfen und fragen, ob derjenige bei mir ist, soll ich dann nicht lügen? Denn nach Kant sollte man ja auch nicht unnötig Menschenleben verschwenden, was ja wohl klar der Fall wäre, wenn man den Unschuldigen ans Messer liefert. Kant meinte dazu, dass man nicht lügen sollte. Und fügte hinzu, dass ja eventuell die Chance besteht, dass die bösen Verfolger es einem nicht abnehmen, wenn man sagt, dass der Versteckte bei einem im Keller hockt und so vielleicht weiterziehen. Alles ein wenig schwierig und nicht recht glaubhaft, aber willst du moralisch sein, dann geht das bei Kant eben nur so.

Das ist dann eigentlich schon alles. Kurz: Frage dich, ob die Welt funktionieren würde, wenn alle so handeln müssten wie du es vorhast, steckt da drin kein Widerspruch bist du moralisch und hast einen Freifahrtsschein, wenn nicht, dann noch mal von vorn.

Die Zeit ändert sich

Wahrlich existentielle Krisen mögen anders aussehen, doch kann ich eine gewisse Bredouille in meiner jetzigen Situation nicht wegdiskutieren. Ich bin zu betrunken, um halbwegs geistreiche Aktionen in Angriff zu nehmen, wie z.B. Texte für die Universität zu lesen. Und doch bin ich zu nüchtern für so niedere Tätigkeiten wie den einfachen Schlaf der Gerechten oder eine endlose Zecherei im Schwarzen Abt um die Ecke.
Auch frage ich mich, ob es wirklich allzu sinnvoll für unser Langzeitprojekt der Sinnstiftung ist, wenn wir spät in der Nacht und nicht mehr ganz so nüchtern vor dem Rechner sitzen und irgendwelche Zeilen in den Computer tragen. Davids schwieriger, aber auf keinen Fall schlechter Text von gestern trägt sicherlich dazu bei, doch sind es wohl hauptsächlich eine leichte Herbstdepression gepaart mit dem Wunsch, die Zeitumstellung live zu erleben, die mich an den Rechner treiben. Jetzt werde ich mir sicherlich wieder anhören müssen, dass ich ein arrogantes Arschloch oder ähnliches bin, weil ich mich zu Kommentaren hinreißen lasse, die man mir im Nachhinein als herablassend werten kann. Aber das stimmt gar nicht. Ich hatte Schwierigkeiten mit dem Text, aber das habe ich auch bei anderen Menschen. Das heißt nicht gleich, dass mir ein Text nicht gefällt, oder dass ich ihn für schlecht empfinde. Das bedeutet lediglich, dass ich ihn nicht von Anfang an verstehe. Und wie ich heute bereits zu erklären versuchte: Das Problem liegt nicht beim Verfasser, es liegt ganz allein bei mir.
Nebenbei bemerkt, erwische ich mich gerade dabei, wie ich dazu tendiere, den heutigen Tag auch hier Revue passieren zu lassen. Nein, das darf nicht sein. Oder wenn doch, dann will ich das vorher groß als Projekt ankündigen, denn dann besteht die Hoffnung, eine weitere Idee tatsächlich in die Tat umzusetzen. Zu diesem Stichwort: Der kniffelige Entstehungsprozess der kniffeltastischen Kniffel Night-Begleitseite ging heute Abend kniffelmässig voran, so dass wir nur noch wenige Tage die Kniffel drücken brauchen, bis es endlich etwas zu sehen gibt und natürlich auch etwas zum Anmelden. Eine Zerreißprobe für das Nervenkostüm, ich weiß, aber das gehört dazu.

Zum Nachdenken bis zur Zeitumstellung: Könnte man aus dem Lied, in dem es heißt "rise and shine" eine deutsche Version machen, in der es hieße "scheiß in’n Rhein"?

Im Übrigen tut mir die Dauerbelastung durch diese ständigen Veröffentlichungen hier ein wenig leid. Neulich noch sagte ich, ab jetzt jeden Tag wäre nur ein schlechter Scherz und jetzt muss ich feststellen, dass wir es in 28 Tagen auf stattliche 16 Beiträge gebracht haben. Obwohl. Eigentlich tut es mir wirklich nur ein wenig leid, und bald schon, da wird es mir gar nicht mehr leid tun. Bald schon, da wissen wir, was wir wollen, was wir machen werden und wie wir davon leben können.

Kommunikation und so.

Ich bin mir ziemlich sicher das Männer und Frauen sehr wohl die selbe Sprache sprechen oder doch zumindest eine sehr ähnliche, nur der Glaube an das Wissen zu meinen es wäre eine differente Art der Kommunikation zwischen den Geschlechtern existent, führt im Zweifelsfalle zu einer zu einer Übersetzung an stellen an der keine welche angebracht ist. Daraus folgt eine Kommunikation zwischen den Geschlechtern, die aufgrund unzulässiger Übersetzung, geprägt von Interpretationen, die unweigerlich in komplizierteren Sachverhalten, nicht nur zu Miss- sondern gar zu Unverständnissen führt. Dieses gilt allgemeinen im übrigen auch für die gleichgeschlechtliche Kommunikation.
Ein gutes Beispiel hier, die Sexualität. Denn diese basiert in ihrer reinen Form nicht auf Worten des allgemeinen Sprachgebrauchs, sie basiert auf einer nonverbalen Ebene und ist über Geschlechter und Nationalitäten allgemein unmissverständlich. Hier stellt jedoch eine auszuklammernde Ausnahme, der sog. Dirtytalk dar. Missverständlich wird sie erst durch eine verbalisierte Interpretationsebene.
Doch genug davon!

Offtopick der Woche – Konrad #1

Nicht ganz so ernst zu nehmen als Pick, aber doch ziemlich gut und empfehlenswert ist in der Welt der Lebensmittel der Grünländer Käse. Den gibt es momentan bei Netto in einer Wahnsinnspackung. 25 Scheiben in der längsten Käsepackung, die ich je in meinen Händen gehalten habe. Das Ganze für nur knappe 3,50 € ist bei dem Geschmack und in Anbetracht der steigenden Milch-, Käse- und Brotpreise ein schönes Schnäppchen. Warnen muss man hier nur davor, dass eine gewisse Übersättigung nach Scheibe 25 nicht unbedingt ausgeschlossen werden kann. Also mit Vorsicht genießen oder besser mit der Hilfe einer Großfamilie im Rücken. Oder auch ganz anders, als die Ferrero Küsschen des Winters.

Pick der Woche – Konrad #1

Während ich das hier schreibe, läuft im Hintergrund das, was mein erster Pick der Woche ist. Gerrit hat schon des öfteren darauf verwiesen und da ich gerade eh ein wenig im Dschungel des Selbststudiums untergehe, dachte ich mir, dass ich das ja mal ausprobieren kann. Ein noch aktuellerer Anlass ist meine gestrige Konsternierung. Ich hatte mich gefragt, was ich eigentlich die ganze Zeit am Rechner getan hatte, da ich mich nur noch daran erinnern konnte, überhaupt da dran gesessen zu haben. Deshalb jetzt mite. zur digitalen Arbeitszeiterfassung.

mite
Ein schönes Onlinetool, das man sich schnell mal eingerichtet hat. Eigentlich gedacht, um Webworkern und Ähnlichen etwas an die Hand zu geben, auf dessen Grundlage sie präzise Rechnungen stellen können, kann man sich das Ganze auch bequem anderen Einsatzgebieten anpassen. Bei mir ist das jetzt mal zur Übung die Universität. Also den Kunden „Universität“ angelegt und als Aufträge die Seminare in diesem Semester dazu und schon kann es losgehen. Dann einfach einloggen, auf ein Seminar geklickt und die Stoppuhr gestartet, dann Text lesen und am Ende stoppen und sehen, was man wieder den ganzen Tag getrieben hat. Oder eben auch, wie oben abgebildet, mal die Zeit stoppen, die man so aufs bloggen verwendet. Sehr schöne Sache und sicherlich einer meiner neuen Wegbegleiter.

200 Tage

Die dunkle Jahreszeit beginnt, die Abende werden länger, wenn man sie denn noch vom Tage unterscheiden kann. Das heißt, es wird wieder vermehrt die Zuflucht beim Tageslichtlampenersatz Monitor gesucht. Dazu gibt es heute auch noch einen freudigen Anlass. Differentialdiagnose gibt es jetzt seit 200 Tagen. Grund genug, ein mal ein wenig die Statistik zu bemühen.

Seit dem 06.04.2007 gibt es 59 Einträge auf unserer Seite, das entspricht 0,3 Einträgen pro Tag. 17 Kommentare von 10 Kommentierern hat es bisher gegeben und das sind dann nur noch 0,09 pro Tag.
Seit dem 29.09.2007 sind wir auf einem neuen, unserem eigenen Server. Trotz allem lohnt es sich, noch einmal zu schauen, was bei WordPress bisher so geschah, schließlich hat dort alles angefangen.
Bei 2070 Aufrufen gab es 11 Kommentare auf unsere 50 Beiträge, zieht man diese Zahlen von den oben genannten ab, erhält man die Ergebnisse mit Bezug auf den Serverumzug. Darüber hinaus gab es noch beachtliche 516 Spam-Kommentare auf dem WordPress-Server.
Bleibt festzuhalten, dass unsere Statistikerfassung noch nicht ganz ausgereift ist, es fehlen Feedzugriffe und absolute Nutzerzahlen, aber vielleicht ja demnächst mal mit Hilfe von google analytics.

Was ist also passiert in den letzten 200 Tagen? Wir haben mehr als jeden vierten Tag etwas zu berichten gewusst, ein Seitenprojekt mit eingegliedert, sind in einer Blognewcomerliste aufgetaucht, haben den Server erfolgreich gewechselt und wissen letztlich noch immer nicht, was denn eigentlich unsere dem Ganzen zu Grunde liegende Themen sein sollen. Dem entsprechend sind wir also noch ein gewisses Stück davon weg, es den Leuten von TechCrunch gleich zu tun. Ob sich daran jemals etwas ändert, wird sich zeigen.

Solange gratuliere ich uns selbst erst einmal zu den ersten 200 Tagen. Wer es mir gleichtun will, bitte gern. Schon allein weil ihr euch denkt: "Da freun‘ die sich!"

Der Tag danach

Gewinner der gestrigen Veranstaltung ist mit klarem Vorsprung 3eyed chance aka Armin geworden. Was für uns eigentlich nur ein netter Abend sein sollte, wurde zum Probelauf für ein großes Turnier. Im Härtetest konnten wir die Belastungsgrenzen der Mitspieler erfahren, Regelunklarheiten ausräumen und uns auf eine praktikable Turnierform einigen.
Mehr zum Turnier, das wir für das Ende des nächsten Monats vorgesehen haben, wird es demnächst auf einer eigens dafür eingerichteten Turnierseite geben. Dort wird man sich dann auch anmelden können, so dass für uns eine bessere Planung möglich ist. Alles weitere zu Regeln, Terminen und anderen Modalitäten dann dort und per Hinweis natürlich auch hier.

Erschreckend gut

Nachdem ich mich gerade mit den Unterschieden zwischen deutscheblogcharts.de und deutscheblogcharts.com vertraut gemacht habe, weiß ich jetzt zwar Bescheid, dass die ersteren filtern, damit man sich angeblich nicht selbst mit referrern total nach oben bringen kann und die zweiteren sich darum gar nicht scheren, aber was mich eigentlich beschäftigt hat wurde nicht aufgeklärt.

Als ich vorhin die Statistiken ein wenig durchgegangen bin, sah ich zum einen, dass die Zugriffszahlen nicht allzu hoch sind. Vermutlich kam man bei wordpress.com gehostet immer noch auf ein paar Zufallsklicks, die jetzt einfach ausbleiben. Das andere spannende war dann aber, dass irgendjemand über diese Piraten Blog Charts auf unsere Seite kam, da musste ich das mal nachverfolgen.

Anscheinend wurden wir schlicht und ergreifend in Ausgabe 277 vom 04.10.2007 als ein Blognewcomer erwähnt und irgendjemand nahm dies zum Anlass mal bei uns vorbeizuschaun. Abgesehen davon, dass inzwischen schon weitere Newcomerausgaben raus sind, waren wir in der besagten aber recht prominent platziert. Platz 16. Ich werte das schon mal als einen kleinen Erfolg. Und weil ich vor Eitelkeit nicht gefeit bin, bin ich mir auch nicht zu schade, aufzufordern, uns einfach mal bei Lust und Laune zu verlinken. Wer weiß, vielleicht kratzen wir bei Anbieter a oder b ja irgendwann mal die TOP100 …

Ein Bruder für die Christianes

Wir alle kennen sie, wir alle mögen sie. Und wir freuen uns, dass die beiden Halbschwestern Christiane Schmidt und Christiane Latte nun ihren lange verschollenen Halbbruder wieder gefunden haben. Er galt als untergetaucht, doch hat er die Zeit im Exil für ein intensives Kunststudium verwendet, nur um sich jetzt mit einem großen Hallo wieder zurück zu melden. Entdeckt haben die beiden Mädels ihren Bruder ganz nebenbei, beim Ausstellungsbesuch von Lyonel Feininger im Pommerschen Landesmuseum Greifswald. Da war doch tatsächlich eine Installation von ihm zu sehen. Es war die folgende …

christian