Sneak Preview: Fleisch ist mein Gemüse

Es gibt Neues aus dem Kino. Leider nichts Gutes. Der Mann, der bei Grissemann und Stermann im Auto saß und den größten Fremdschämfaktor dargestellt hat, hat jetzt seinen gleichnamigen Bestseller (wie das passieren konnte ist mir auch ein Rätsel, muss wohl der gute Titel sein) verfilmen lassen (mir fällt auf, er hätte es auch „Fremdschämfaktor“ nennen können).
Ich gebe Befangenheit zu, ich hatte nämlich im Vorfeld keine Lust diesen Film zu sehen, wußte da aber noch nicht warum. Das Beste, was man wohl über „Fleisch ist mein Gemüse“ sagen kann ist, dass Katja Riemann nicht mitgespielt hat. Ansonsten vereint dieses Werk sehr viele unangenehme Momente, platten Witz und falsche Dramen. Auch meine positive Einstellung den nordischen Dialekten gegenüber konnte da nicht viel rausreißen und der Schluß war ja, ja, was war der eigentlich? Vielleicht kam der einfach fünf Minuten zu spät und zu konstruiert, auch wenn er ja die Konstruiertheit offenlegen wollte.

Wie dem auch sei, ich kann nur hoffen, dass das Buch besser war und empfehle jedem, der eben jenes mochte, nicht ins Kino zu gehen, das kann nur zu bitterer Enttäuschung führen. 1 von 5 BE, weil es sicher immer noch schlechter geht und ich vielleicht dreimal Lachen musste.

Mr. wie?

 

Hab fleissig Wäsche gewaschen und sogar aufgehangen, E-mails getippt, Krümel aus dem Toaster gesaugt, dem Zahnputzbecher eine neue Zahnbürste spendiert und eine neue Rasierklinge auf den Rasierautomaten gestöpselt…
Da im Kühlschrank lange Weile herrscht, hab ich mich zu Vietnamesen verlaufen der, wie ich später auf der Rechnung las, einen seltsam komischen Namen hat und mir eine lecker Suppe bestellt. Ich zeigte mit dem Finger auf etwas, das laut Beschreibung nach Suppe klang und habe das so bei der Bestellaufgabe, nocheinmal möglichst unmissverständlich kommuniziert. Also Finger drauf, Nummer ansagen (22) und dazu deutlich Suppe rufen: „SUPPE 22 … JA?“
Wenn man das nicht beachtet und lieber per pseudovietnamesisch versucht zu bestellen, bekommt man mit Sicherheit frittierte Hundefüße in Reispapier auf Thaibrasilikum und das ganze mit etwas gewürzt das mit ohne Zweifel dem Biowaffengesetz unterliegt. Wer eben PAN WAN WAU TAO WATANAWE bei der Bestellung bellt, bekommt sicher keine Suppe.
Ich bekam Suppe, ob 22 oder 133 ist auch egal, Hauptsache keine Dackelfüße!
Die war bis zur Hälfte ganz gut, nach dem ich rote Punkte mit meinem Besteck aus der Suppe 22 gefischt hab. Wohl noch Reste vom frittierten Hund, die der Herr vor mir bestellte, sicher ohne es zu wissen.
Doch dann hab ich auf irgend so ein grün-gelbes Teil gebissen, und bunte Farben blitzen mir durch den Kopf, Schweiß trat auf die Stirn und Dampf aus den Ohren und ich war auf den Hund gekommen.
Eigentlich schmeckte ich garnichts mehr, doch mir ging der Dackel nicht aus dem Kopf…Sinnkriese.
Bezahlt und raus an die frische Luft, das Telefon gezückt und Abwechslung gesucht…7 Leute angerufen keiner hat Zeit oder Lust der Rest geht garnicht erst ran, wozu habe ich eigentlich 117 Telefonnummern gespeichert?
Bescheidener Sonntag irgendwie…
d.
mrlong

 

Fuuuuuußball

Man möge mir das hier bitte nicht als grobes Gepöbel auslegen, ich schreibe das vielmehr nur, um mich zu MEINER Mannschaft zu bekennen und weil ich mal gucken wollte, wie sich das neue WordPress Backend so anfühlt. Außerdem macht es mir die gute alte Hertha aus Berlin seit Jahren schon nicht gerade einfach, sie zu mögen. Unkonstante Spiele, ein Management, dass sich mal auswechseln lassen sollte, absolut unpopuläre Spielereinkaufspraxis, da muss einfach zumindest noch eine Ersatzmannschaft her, der man die Daumen gedrückt halten kann. Und bei sowas ist es ja immer hilfreich, wenn man so etwas wie eine Heimatmannschaft hat. Bei mir ist das dann wohl der Greifswalder SV 04, früher mal GSC und davor noch was anderes, Lokomotive oder AKW Greifswald oder so, vermutlich AKW. Jedenfalls hat meine Mannschaft im Kampf um den „Aufstieg“ in die neue vierte Liga, genannt dreigleisige Regionalliga, einen wichtigen Schritt nach vorn getan. Das war nur möglich, weil u.a. die Mannschaft des hier so oft wie kein anderer verlinkten Johannes geschwächelt hat. Jetzt will ich mich nicht an seinem Unglück weiden, deshalb sei einfach nur gesagt: Ich glaube daran, dass meine Mannschaft aufsteigt und somit besser ist als seine. Und da vermutlich Hertha II und Hansa II schon durch sind, bleibt nur noch ein Platz. Diese Oberliga bietet auch ungleich viel mehr Spannung als die Bundesliga momentan. Kommt eigentlich irgendjemand aus Rathenow? Dann können wir zu dritt mitfiebern.

Tabelle Oberliga

Sollte wider Erwartens der GSV 04 nicht aufsteigen kann und wird dieser Screenshot sicherlich gegen mich verwendet werden, aber was soll’s, ich bitte darum!

Das Leben ist zu kurz für … Catwoman

Tada! Endlich eine neue Kategorie und gefühlsmässig ist das eine, die man äußerst häufig bestücken kann. Ob das dann tatsächlich so kommt, steht auf einem ganz anderen Blatt in unserem neuen papierlosen Office.

Catwoman also, das ist so ein Film, da weiß man wirklich nicht, was man dazu so recht sagen soll. Eigentlich hat der es von der Qualität auch nicht verdient, dass man allzu viel drüber nachdenkt. Es ist mehr so ein Film, von dem erzählt man Freunden dann beim Kaffee in zwei Minuten und arg verdichtet, was so in der ersten Stunde passiert. Das geht meist ganz gut, weil da noch viel passiert, aber alles so haarsträubend ist, dass man aus Lachen und Kopfschütteln eigentlich nicht mehr rauskommt. Und am Ende der zwei Minuten kann man dann in etwa noch folgendes sagen: „So. Und das war also die erste Stunde.“ Der aufmerksame Gesprächsteilnehmer meint dann mit leiser Vorahnung: „<i>Und danach wurde es dann richtig spannend!</i>“ Und man kann dem nur zustimmen.
Schade um die Zeit, schade um das viele Geld, was da in den Film gesteckt wurde. Mir fällt auch keine Situation ein, in der ich dies Movie auch nur annähernd jemandem ans Herz legen könnte.

Muffinsausen

Also meine Freunde von Spiegel-Online sind ja nicht nur für einen durchweg gelungenen Qualitätsjournalismus bekannt, sie trauen sich auch immer wieder unglaublich Überschriften zu. Allein heute wieder: R&B-Superstar Akon: Der Ketten- Saga- Matador. Da hat man doch gleich ein nicht mehr ganz so schlechtes Gewissen, wenn man zu solch griffigen Wortspielen wie dem obigen greift.

Muffinsausen ist übrigens ein großer Spaß für alle Freunde des Backens, der schiefen Ebene und der Küchenreinigung.

Was man braucht sind mindestens vier Spieler, gleichmäßig verteilt in zwei Teams, zwei lange Bretter und einen Küchentisch. Zuerst werden Muffins gebacken, am besten reichlich. Wenn die dann fertig und ein wenig abgekühlt sind (nur die wirklich Harten nehmen die Teile direkt nachdem sie aus dem Ofen kommen) stellt sich der so genannte Sauser mit dem Brett auf den Küchentisch. Auf den Boden kniet sich derweil der Schmauser, mit den Händen auf dem Rücken und einem weit geöffneten Mund. Nun wird das Brett zur schiefen Ebene angelegt, ein Muffin ans Ende gehalten und dann lässt man ihn in den Mund des Mitspielers sausen. Nach drei erfolgreich Verzehrten wird getauscht. Die Mannschaft, die zuerst je 3 Muffins pro Spieler verspeist hat, hat gewonnen und braucht sicherlich den Kräuterlikör, den es zu gewinnen gab.

WWM + MSA = WWdMSAb

Ganz verrückte Sache, aber eigentlich liegt das total nahe und wenn ich mich jetzt intensiver damit beschäftigt hätte, hätte ich bestimmt auch schon so manche Sachen dazu in den Untiefen des Internets finden können. So tue ich jetzt aber einfach mal so, als wäre ich der große Erfindergeist, der ich gern wäre und erzähle kurz von einer neuen Idee. Es geht um Reformen.

Die Reformation war ja schon zu Martin Luther seine Zeit ’ne verdammt heiße Nummer, deshalb spiele ich da jetzt auch mal mit.

Basisannahmen:

1. Jedes Kind von heute, zumindest in Deutschland (oder auch nur Berlin, so genau weiß ich das jetzt auch nicht), muss ab sofort nach der zehnten Klasse den Mittleren SchulAbschluss (MSA) erwerben, oder das zumindest mal versuchen.

2. Jedes Kind von heute muss dazu wohl auch eine mündliche Prüfung machen (ich hoffe das stimmt, denn sonst muss mein Konzept auf die mündliche Abiturprüfung zugeschnitten werden und die machen bekanntlich ein paar Kinder weniger).

3. Jedes Kind von heute kennt Quizsendungen und ist mit deren Prozedere und Gewinnstufen einigermaßen vertraut.

Kombinatorisch hochwertige Schlussfolgerung:

Jedes Kind sollte seine mündliche MSA-Prüfung in Form einer Quizsendung bestreiten. Die fünfzehnstufige Gewinnleiter wird zu einer Notenpunktleiter und was sonst ein Millionär werden würde ist dann ein Einserschüler. Auf diese Weise wäre die Prüfungssituation aufgelockert, nach ein paar entspannten Einstiegafragen (die ja immer noch genug Menschen versemmeln) ist man als Schüler ein wenig ruhiger und auch für die Lehrer könnte das Ganze spürbar mehr Spaß bereit halten.

Jürgen Zöllner und Homies, höret meine Idee, setzet sie um und dann erwähnet mich dankend in der Einleitung, mehr verlange ich nicht.

Lobende Erwähnung: Kristian

Stammleser Kristian hat es geschafft, eine Woche und zwei Tage nach Herausgabe des ersten wirklich schwerer als gedachtem Hirnzermarterungsspaßes, die Lösung anzugeben. Seinen Worten „thunder in paradise…pipi-kacke-einfach, aber schönes blau ;)“ kann man an dieser Stelle entnehmen, dass er sich wohl zunächst geweigert hat, eine zu einfache Antwort abzugeben. Das ist sehr lobenswert, doch erinnert es mich an meine Schulzeit, denn auch da hat man es dann immer wieder bereut, wenn die wirklichen Brote dann mit freudestrahlendem Gesicht und einer guten Mitarbeitsnote nach Hause gegangen sind.

Wie dem auch sei, alles ist gut ausgegangen und wir können uns jetzt dann daran machen, die nächsten Belobigungsrätsel zu entwickeln.

Ganz wichtig:

Sehr gut, Kristian. Das ist die richtige Lösung!

(Wünsche für andere Lobesphrasen können gern als Kommentar hinterlassen werden.)

Nargh..

Heute ist ein wunderbarer Tag, um mal einen so richtig echten Blogeintrag zu verfassen. Das Wetter ist scheiße, ich bin unproduktiv, niemandem fällt etwas Spannendes für den Tag ein, die Messengerkontakte stellen sich meist alle auf unsichtbar, es ist Karfreitag und ich habe schon zum Frühstück Schinken gegessen, da war das dann auch egal, da konnte ich dann auch Eierreis mit Huhn zum Mittag essen. Meine Güte ist das langweiliger Scheiß, kein Wunder, dass die Blogger alle in ihren Welten gefangen sind. Aber ha, ich hab abgewaschen, den Tisch gewischt und einfach viele Lichter eingeschaltet, so geht es den Stromkonzernen gut und ich kompensiere Tageslichtmangel. Toll!

Die Bretter, die die Welt…

Armin vermutete ja schon einen richtig ereignisreichen Urlaub und ich habe ja auch schön rumgedruckst mit meinen eigentlich neuen Ideen für eine bessere Welt, doch beim erneuten Beschauen meiner Notizen bin ich auf erstaunlich Spektakelfreies gestossen. Deshalb in Kürze die Tage vier bis sieben.

Vier – Sonnenschein und Kaiserwetter.

Fünf – Das Gegenteil von Vier. Quasi von den Leuten selbst, die damals versucht haben das Wort Gegenteil zu definieren.

Sechs – Absolutes Katastrophenwetter. Wenn man so will wie mit jedem Sequel zu einem ohnehin schon grenzwertigen Film. Massig Neuschnee. Und alle Welt denkt, man freue sich als Skifahrer dadrüber. Aber nix is. Man sieht die ohnehin sehr schmale Piste nicht, hat absolut kein Gefühl für Gefälle, weshalb man schnell mal nach hinten (HINTEN!) umkippt und kommt dann auch gern vom rechten Wege ab, um wie Schneewittchen meets Rotkäppchen, quasi Schneekäppchen im Schnee und den Verwehungen zu versinken.
Nachmittags waren wir dann im Hallenbad mit Rutsche. Mit dunkler Rutsche! Unglaublich, ich weiß nicht, was ich mehr mag, ungesichert aus großen Höhen nach unten sehen oder einfach mal ohne Ahnung vom Gelände in ein dunkles Plasterohr zu rutschen. Skandalös: Beim billa einkaufen gewesen und beim Urlaubszigarettenmitbringselkauf den verzweifelten Versuch gestartet „Meine Sorte“ zu finden. Armin muss also erst mal ohne auskommen, kann aber hier sehen, dass wir immerhin den nötigen Willen gezeigt haben. Und Hannes, es steht noch eine Dose des besten Österreichischen Bieres bei mir für dich bereit. Richtig: Ottakringer Helles.

Sieben – Wieder Sonnenschein und beste Pisten, zumindest anfänglich. Da es keine richtigen Ereignisse zu berichten gibt, ausser der Existenz von Murphy. Nicht Eddy, der andere coole Hund. Der sorgt nämlich dafür, dass ich immer dann auf die Fresse fliege, wenn man mir zuvor sagte, wie gut ich das doch mache, dafür, dass ich erst das zweite Mal mit dem Schneebrett unterwegs sei.

Und jetzt dann tatsächlich das, was ich so lange angekündigt habe. Meine Revolution auf dem Markt der coolen Schneesportunterhaltung.

Man stelle sich vor, man sei ein erfahrener Schneefahrer und tendiert zur Langeweile, ist deshalb auf der Suche nach neuen Beschäftigungsmöglichkeiten. Genau dafür habe ich mir ein paar Sachen einfallen lassen. Und ein paar bedeutet hier ein Paar, also zwei.

SLOWLOM – Der Name sagt es eigentlich schon, es ist eine Art Slalom zu fahren. Nur gibt es hierbei einen abgesteckten Parcour, auf dem zwei Menschen gleichzeitig gegeneinander antreten. Beide Strecken müssen baugleich sein und das gleich Gefälle aufweisen. Gewinner ist der, der es schafft, langsamer zu sein, ohne dabei stehen zu bleiben oder umzufallen. Ähnlich wie bei der Zweikampfsbehakelung beim Sechs-Tage-Rennen auf dem Fahrrad. Nur eben ohne anschliessenden Spurt.

Und das noch advancedere Level erreicht man in folgender Disziplin.

NORDIC STALKING – Hierbei ist zwar die Schwierigkeit erhöht, dafür die Erklärung um so leichter. Man sucht sich am Beginn des Skitages jemanden aus und verfolgt ihn den ganzen Tag über. Wahlweise darf man sich als Verfolger zu erkennen geben und hoffen, dadurch das Tempo in den Abfahrten und allgemein den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, oder man versucht unerkannt zu bleiben.