Mr. wie?

 

Hab fleissig Wäsche gewaschen und sogar aufgehangen, E-mails getippt, Krümel aus dem Toaster gesaugt, dem Zahnputzbecher eine neue Zahnbürste spendiert und eine neue Rasierklinge auf den Rasierautomaten gestöpselt…
Da im Kühlschrank lange Weile herrscht, hab ich mich zu Vietnamesen verlaufen der, wie ich später auf der Rechnung las, einen seltsam komischen Namen hat und mir eine lecker Suppe bestellt. Ich zeigte mit dem Finger auf etwas, das laut Beschreibung nach Suppe klang und habe das so bei der Bestellaufgabe, nocheinmal möglichst unmissverständlich kommuniziert. Also Finger drauf, Nummer ansagen (22) und dazu deutlich Suppe rufen: „SUPPE 22 … JA?“
Wenn man das nicht beachtet und lieber per pseudovietnamesisch versucht zu bestellen, bekommt man mit Sicherheit frittierte Hundefüße in Reispapier auf Thaibrasilikum und das ganze mit etwas gewürzt das mit ohne Zweifel dem Biowaffengesetz unterliegt. Wer eben PAN WAN WAU TAO WATANAWE bei der Bestellung bellt, bekommt sicher keine Suppe.
Ich bekam Suppe, ob 22 oder 133 ist auch egal, Hauptsache keine Dackelfüße!
Die war bis zur Hälfte ganz gut, nach dem ich rote Punkte mit meinem Besteck aus der Suppe 22 gefischt hab. Wohl noch Reste vom frittierten Hund, die der Herr vor mir bestellte, sicher ohne es zu wissen.
Doch dann hab ich auf irgend so ein grün-gelbes Teil gebissen, und bunte Farben blitzen mir durch den Kopf, Schweiß trat auf die Stirn und Dampf aus den Ohren und ich war auf den Hund gekommen.
Eigentlich schmeckte ich garnichts mehr, doch mir ging der Dackel nicht aus dem Kopf…Sinnkriese.
Bezahlt und raus an die frische Luft, das Telefon gezückt und Abwechslung gesucht…7 Leute angerufen keiner hat Zeit oder Lust der Rest geht garnicht erst ran, wozu habe ich eigentlich 117 Telefonnummern gespeichert?
Bescheidener Sonntag irgendwie…
d.
mrlong

 

Ein Gedanke zu „Mr. wie?“

Kommentar verfassen