— Differentialdiagnose

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Differentialdiagnose

Nach über neun Jahren beinahe regelmäßiger Partizipation und irgendwann auch schon einmal angefangener Sneak-Kritik, nehme ich mir jetzt mal vor, die Bewertungen, die ich sowieso wöchentlich (gegeben des Falles ich war überhaupt da) bei Twitter in die “Welt” “rausschreie”, irgendwie noch auf fünf, sechs, neunzehn Sätze ausgeweitet hier zu bringen. Vielleicht braucht das Ganze noch eine gute Headline, unter der das laufen wird, aber im Prinzip: Here we go.

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Und ich denke gerade in den folgenden Punkten stimmen wir überein:

 

Der Sommer war zu mild, um eine echter Sommer zu sein.

Und jetzt ist es zu früh, um schon Herbst zu sein.

Wenn man bedenkt, dass Mai und April viel zu warm waren, um noch Frühling zu sein.

Zudem es heut viel zu schön war um schon so kalt zu sein und es viel zu kalt ist, als dass diese gottverdammten Mistmücken noch irgendeine Daseinberechtigung hätten.

 

Wetter macht glücklich und deprimiert zugleich. Scheinbar darf es uns das Wetter nie recht machen. Da kann man von Glück reden, dass es kein schlechtes Wetter gibt! Pünktlich zu Beginn der ersten sich verfärbenden Blätter hat die Weihnachts-Patisserie den Hasen alle roten Glockenbändchen abgenommen um sie den umgeschmolzenen Rentieren anzuhängen und erinnert uns dadurch ab ca. Anfang September subtil daran, dass wir bald mit Socken am Kamin und unseren Liebsten unterm Baum Geschenke auspacken werden, während Vati draußen fröhlich die Einfahrt frei schippt. Aber das passt uns auch wieder nicht. Man will halt nicht an Schnee-Kamin Abende denken, während die Bereiche unter- und oberhalb der Badehosenzone noch in zartem Vollmich-Trüffel-Parfait anfangen auszubleichen. Aus Trotz machen wir uns konsequent – und doch gestresst – wie die letzten Jahre pünktlich um 9:00 Uhr des 24.12. auf den Weg die paar letzten Geschenke zu besorgen, die uns noch fehlen; und auch noch die paar ersten, die uns noch fehlen. Frust macht sich breit, denn genau an diesem Tag, an dem wir wissen, dass alles möglich sein sollte, müssen wir härter denn je lernen, dass die allseits gepriesene weihnachtliche Harmonie spätestens bei dem Satz „Das müssten wir erst noch bestellen!“ ein jähes Ende findet.

Schön! Das ändert sich ebenso wenig, wie die Weihnachtsschokolade zu Beginn des Altweibersommers.

Merke: Obgleich uns die Schokoladenindustrie ab September an das Kaufen der Weihnachtsgeschenke erinnert, lehnen wir Weihnachten genauso eklatant, wie das Wetter ab und kaufen alles auf den letzten Drücker!

Ich freue mich euch beruhigen zu dürfen, dass wir getrost einen milden, matschigen Winter, dafür jedoch herbstliche Weihnachten erwarten dürfen.

 

Frohes Fest!

philipp.

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So, vor Urzeiten war ich mal in Lichtenberg zu einem seltsamen Fußballspiel zwischen Hab-ich-vergessen-Lichtenberg und dem VfB Leipzig. Und da ich damals noch jugendlichen Elan hatte, habe ich mir im Anschluss Autogramme geholt. Die liegen jetzt hier seit Jahren rum und sammeln Vintage-Charme. Höchste Eisenbahn (oder Lok Leipzig, wie wir immer sagen) also, die mal an begeisterungsfähige Menschen abzugeben.

Im Paket sind die drei Helden Marco Förster, Holm Pinder und Markus Wulftange, dazu Fußball-Legende Siegfried Held. Das kann sich sehen lassen.

Wer Interesse hat, melde sich per Kommentar bis zum 24.07.2011 und dann wird ausgewürfelt.

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Auch in diesem Jahr soll es an dieser Stelle wieder etwas Berichterstattung zum Grand Prix geben. Nun aber mit einem Novum: Wir werden live berichten!

Dank softwareseitiger Lösungen wie CoverItLive wird es hier am 14.05.2011 ab ca. 18 Uhr mit einer kleinen Einstimmung losgehen und danach wird live über die aktuellen Ereignisse auf der Mattscheibe berichtet. Dazu lassen wir ein paar Weisheiten und Erkenntnisse von twitter mit einfließen und schauen mal, was uns sonst noch so einfällt.

Und wer auf das Warten fast noch mehr abfährt, als auf den tatsächlichen Bericht, der kann sich von dieser Seite in Atem halten lassen: http://differentialdiagnose.coverpage.coveritlive.com

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Mal angenommen, man findet ein Mädchen nett, das in einem Kaffeeladen arbeitet. Kann man sie überhaupt fragen, ob sie Lust hat, irgendwann mal einen Kaffee mit einem trinken zu gehen? Ich glaube, ich käme mir ein wenig auf den Arm genommen vor…

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Es ist Samstag Abend, der letzte Samstag im August des Jahres 2010 und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich mich nicht langsam alt werden fühle. Aber das ist gar nicht das Problem. Das Problem ist, dass ich gerade wieder in einer Phase stecke, in der mir das Bier nicht mehr schmeckt. Und das liegt zum großen Teil daran, dass es jeden Abend das gleiche Spiel gibt. Man trifft sich mit ein paar Freunden (was gut ist), man trinkt ein paar Biere zusammen (was gut ist) und man unterhält sich über vollkommen belanglose Dinge (was gut ist – nur eben nicht in dieser Kombination und dann jeden gottverdammten Abend).

Was wir im Freundeskreis bräuchten, ist ein Hobbykeller oder irgendwas, wo man sich locker treffen kann, um gemeinsam, oder jeder für sich, an Projekten zu arbeiten. Da darf dann auch ein Kicker und eine Tischtennisplatte stehen, die Wände müssen nicht verputzt sein und auch sonst darf es ruhig ein wenig nach 08/15-web2.0-Klitsche riechen. Es darf Bier geben und über Blödsinn philosophiert werden, solange man anschließend mit dem Gefühl nach Hause torkelt, dass sich irgendwas getan hat, dass man irgendwas getan hat.

Ein ehemaliger Freund meiner Eltern (seinerzeit seines Zeichens in Personalunion auch ihr Steuerberater) verabschiedete meinen Bruder und mich einmal aus seinem Haus im Berliner Umland mit den Worten: “…und arbeitet an Eurer Menschwerdung!”

“Ich glaube, genau das ist es, was ich machen will” wäre jetzt ein super cheesy Weg, dies hier zu beschließen, aber da super cheesy Enden schreiben mir meist genauso attraktiv erscheint, wie Freunde zu siezen, oder von sich selbst in der dritten Person zu sprechen, sage ich doch lieber: Ich glaube es wird Herbst, mir ist kalt.

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Die flattr-Daten vom Juni 2010:

3 Klicks
0,74 € Revenue

Danke fürs flattrn!

 

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flattr-logo.jpg

Seit einiger Zeit wird ja schon überlegt, wie man die Sache mit den Bezahlinhalten im Internet regeln könnte. Spenden sind interessant, aber mit vielen Gedanken und Aufwand verbunden. Gute und passende Werbung findet sich schwer und deren Ertrag steht zumindest bei kleineren Blog-Unternehmungen in keinem Verhältnis zum Aufwand, den man dafür betreiben muss. Mit googles AdSense gibt es da die Softcore-Variante mit eher weniger passender Werbung, aber der Hoffnung, dass doch mal jemand einfach aus Sympathiegründen klickt und somit dem Anbieter ein paar Cent zukommen, damit der seine Serverkosten decken kann. Und genau diese Mitleidsschiene hatte ich hier ja schon mal versucht anzusprechen und da das damals schon wenig gut geklappt hat probiere ich das einfach gleich nochmal (siehe rechte Spalte).

Unabhängig davon gibt es aber auch andere Möglichkeiten, seine Dankbarkeit für freie Inhalte zum Ausdruck zu bringen und dabei kommt man um das buzzword »flattr« gerade nicht mehr herum. Damit ich auch dabei mitreden kann und damit zumindest nach außen hin der Eindruck gewahrt bleibt, dass die Dinge hier für mehr als drei Personen interessant sein könnten, habe ich mich bei den neuesten Spielereien in Sachen Micropayment mal angeschlossen. Und damit hier alles auf der Höhe der Zeit ist, gibt es auch flattr-Buttons auf der Seite. Einen für allgemeine Unterstützung ebenfalls in der Spalte rechts angebracht und für jeden einzelnen Beitrag direkt unter dem Text.

Wen diese flattr-Sache ähnlich interessiert, der aber noch keinen Zugang zur Beta hat, der möge Bescheid geben, drei Einladungscodes liegen bei mir noch rum…

Und damit das hier nicht so einschläft wie Füße bei gekreuzten Beinen, werde ich mich gleich mal an den nächsten Teil des unglaublichen USA-Reiseberichts setzen.

SPOILER: Dieses Jahr wird es im Übrigen wieder einen hoffentlich umfassenden Bericht zum Grand Prix (wie wir noch immer sagen), also dem Eurovision Song Contest (in der Folge nur noch ESC genannt), geben. Mit dabei sind dann wieder die unschätzbar kostbaren Einschätzungen von Armin und evt. anderen Überraschungsgästen. Man darf ähnlich gespannt sein wie wir.

Wer es wie Armin mit der Unvoreingenommenheit halten mag, der schaue sich nur den »Hardchorus Song Contest« auf Pumas Youtube-Channel an. Und wer ein paar mehr Information haben mag, so wie das mir geht, der werfe einen Blick auf oslog.tv von Stefan Niggemeier und Lukas Heinser.

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Oh du fröhliche Studienzeit! Du bist wie die meisten anderen Zeiten im Leben im Rückblick noch ein ganzes Stück schöner als im erlebten Augenblick. Und auch wenn sich mein Studium nicht gerade dadurch ausgezeichnet hat, dass ich the time of my life hatte, ist es doch schade, dass diese Zeit der ruhigen Kugeln auf ihr Ende zugeht.

Alles was mich im Moment noch von einem Master-Titel trennt ist eine einzige Arbeit. Im Vergleich zu den Arbeiten früherer Absolventen nur lächerliche 60 Seiten lang und zu einem Thema meiner Wahl, solange ein gewisser Skandinavienbezug zu erkennen ist. Das sollte eigentlich ein Leichtes sein, möchte man meinen. Aber irgendwie scheinen da mehr als zwei Kräfte in meiner Brust zu streiten. Auch wenn ich nicht alle benennen kann.

Ich habe eine gute Weile aufgeschoben und nichts getan, prokrastiniert wie man so schön, beinahe euphemistisch, sagt. Vielleicht war das ein Versuch, das leichte Leben eines Studenten noch einmal voll auszukosten und die Studienzeit auf diese Weise künstlich zu verlängern. Doch diese Phase ist mit der Anmeldung meiner Arbeit nun endgültig vorbei und die Tatsache, dass ich jetzt eine Deadline habe sollte eigentlich einen Motivationsschub für mich mit sich bringen. Eigentlich. Aber so richtig ist auch das ausgeblieben. Einzig das schlechte Gewissen ist an den Tagen, an denen ich mich dem völligen Nichts hingebe, größer geworden.

Es bleiben mir noch gute 136 (einhundersechsunddreißig) Tage lang Zeit bevor ich die Arbeit abgeben muss. 136 Tage, das ist ein unglaublich langer Zeitraum, vor allem dann, wenn man immer wieder merkt, dass man bei Pflichtaufgaben den Abgabedruck braucht. 136 Tage, 60 Seiten, das sind schlappe 0,44 Seiten/Tag – das kann nicht gut gehen. Eine andere Herangehensweise an die Sache muss her. Entweder ich schaffe es, mein Thema nicht mehr als Pflichtübung aufzufassen oder ich muss eine Art Arbeitsalltag herstellen.

Da die erste Möglichkeit die schwierigere zu sein scheint muss der Büroalltag her. Wie aber den erschaffen, wenn man kein Büro hat? Mit einer Arbeitskabine in der Bibliothek wäre eine Möglichkeit. Und genau so eine habe ich mir heute in der Zweigbibliothek Skandinavistik reserviert – und fertig ist mein Büro-Substitut. Zumindest für den Monat Dezember. Das ist doch besinnlich.

Jetzt sitze ich hier in meinem Brutkasten Nummer 5 (und lebe, ha!) und erfreue mich der schlechtesten Isolation von der Umwelt, die in einer dieser Kabinen möglich ist, denn in meinem rechten Augenwinkel spielt sich der ganze Bibliothekstrubel ab. Und dazu fühlt es sich ein wenig wie Zoo an. Ausblick zu haben, um die Gedanken schweifen lassen zu können oder einfach nur mal nicht auf den Monitor zu schauen ist sicher nicht schlecht, doch wäre mir ein Blick, der nicht so direkt erwidert werden kann irgendwie lieber gewesen. Aber vielleicht verbessert sich die Situation ja mit einer anderen Kabine im neuen Jahr, im Moment ist das hier ja eh erstmal ein Testlauf.

So, jetzt heißt es, an die Arbeit…

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