Nicht schon wieder … Aphorismen

Ich weiß, dass ich eventuell langsam wie besessen davon wirke und sicher dem ein oder anderen damit auch gewaltig auf den Keks gehe, mitunter auch schon mir selbst, aber ich muss doch noch mal bei diesen Aphorismen einhaken. Mein Eindruck soweit ist ja, dass Aphorismenbücher das Ergebnis eines kreativen Geistes sind, der zwar gute Ideen produzieren kann, sie aber nicht bis zu einem besseren Ende verfolgt. So sammeln sich mit der Zeit unzählige Buchtitel an, doch ein Buch entsteht dabei nie. Eigentlich also genau das Richtige für mich und uns hier, wenn ich meine geschätzten Mitautoren mal wieder mit einschließen darf. Nur wie komme ich davon los, dass ich dieses eine Buch so bescheiden fand? Oder anders: Was steckt hinter meinem Eindruck? Hass, Neid, Mißgunst?
Moment! Wem das hier auch bekannt vorkommt, der hat sich schon mal auf die About-Seite verirrt und wird ausrufen können: „Heureka! Es passet alles ganz wunderbar!“

Und um dem Star- und Fan-Leser #1 noch eine Freude zu machen, kann ich neben dem Verweis auf meine twitter-Erkenntnisse noch Folgende hinzufügen:

Nach dem Stuhlgang ist man der popo-leer-kultur so nah wie sonst nie.

Man kann sich im Übrigen auch per twitter über neue Beitrage bei Dd informieren lassen. Siehe hier…

Nomen's land

Das Spiegel-Interview mit Philip Roth und die über Technorati herausgefundenen 0 Fans unseres kleinen Experimentes hier, haben mir eines wieder mal vor Augen geführt. Wir müssen persönlicher werden, mehr preisgeben oder zumindest so tun. Und wie kann man gut so tun und sich doch immer wieder herausziehen? Richtig! Mit einem Alter Ego. Aber so eines sollte gut durchdacht sein, also in erste Linie der Name, denn auf lange Sicht kann man mit einfachen Wortspielen nicht glücklich werden und 08/15 hilft einem auch nicht weiter. Deshalb gebe ich hier einfach mal eine Liste der letzten Spaßnamen, dann sind die raus aus dem Kopf und dieser frei für eine langlebige Kunstfigur. Nathan Zuckerman, du wirst nicht mehr allein sein!

  • Manni Küre
  • Anna Fylaxi
  • Arni Malysz (der Bruder des Skispringers Adam!)
  • Meks-de-Wörltgoraunt, Manni Meks-de-Wörltgoraunt

Ab jetzt jeden Tag!

Im Fontblog feiert man dieser Tage 1000 Einträge in nur einem Jahr, was sensationell ist, zumal es da ja fast immer um irgendwas mit Inhalt, um mal nicht Substanz zu sagen, geht. Andere haben da durchaus weniger zu berichten, schreiben aber trotzdem jeden Tag, schon allein, weil man dadurch so wunderbar an Profil verliert und endlich zu einem schwammigen Brei findet. Und genau das machen wir jetzt auch, würde ich sagen. Nein, natürlich nicht. Schon allein deshalb nicht, weil ich es einfach nicht schaffe auf der Frequenz mit zu funken, wie es meine beiden Kollegen hier tun, aber so einen Output können eben auch nur zwei von dreien haben, einer bleibt dahinter sicherlich immer zurück. Aber dank der großen Herzen werde ich gerade noch so mit durchgeschleppt.

Meine Idee am heutigen Tage hat mal wieder entfernt etwas mit Sexualität zu tun, darauf lasse ich mich auch gern und mit Stolz reduzieren. Es geht um Hintern. Hintern sind toll. Man kann verrückte Sachen mit ihnen machen, auch wenn das Schönste vielleicht immer noch das bloße Sitzen auf ihnen ist. Es geht aber auch, dass man sie akrobatisch einsetzt, sei es im Zirkus oder um mit dem braun-güldenen Körpersekret Buchstaben ins Porzellan zu legen. Man kann Hintern anfassen, einige mögen das, wie mir von diversen Stellen berichtet wurde. Was man aber wirklich häufig auch tut und sicherlich bewußter als das Daraufsitzen, ist das Angucken. Hintern gibt’s ja nun wie Sand am Meer und da sollte für jeden was zum gucken dabei sein. Dieser Tage wird man aber als Beobachter gern über die Maßen für die eigene Obsession bestraft. Deshalb meine Aufforderung: Wir gründen die RHF (Rote Hintern Front). Dazu bewaffnen wir uns wahlweise mit Edding, Filzmalern oder Textmarkern und ziehen durch die Straßen, um diese für das Auge sicherer zu machen. Es geht einfach nicht an, dass man permanent den Frauen mit ihren Hüfthosen und den auch immer seltener noch eingeklempten String-Tanga-Hosen beinahe direkt in das Poloch gucken kann. Also nehmen wir unser Schreibgerät der Wahl und ziehen quasi im Vorbeigehen direkt über dem Hosenbund eine horizontale (je nach Lage des Objekts sicher auch andere) Linie. Auf diese Weise schaffen wir eine ganz andere Aufmerksamkeit. Nicht nur für uns Betrachter sondern vor allem auch für die Frau, deren Hose die Überhand gewonnen hat.
Damit das hier nicht den Hauch der Benachteiligung bekommt, möchte ich natürlich auch alle Frauen zum Mitspielen einladen, denn sicher sind auch Männer nicht vor dem klassischen Bauarbeiterdekolleté gefeit.
Interesse bitte mit einen aussagekräftigen Kampfnamen in den Kommentaren bekunden.

Ihr/Euer Helfer der Hosen

Wenn ich sterben sollte…

…könntest du dann bei mir zu Hause meine Pornos entsorgen und diese Sachen, du weißt schon, all das Zeug, das meiner Mutter das Herz brechen würde?!

Nachdem ich eine Aussage dieser Art innerhalb einer Woche in zwei verschiedenen Filmen gesehen habe, ist es Zeit ein wenig darüber nachzudenken, wie zeitgemäß eine solche Aussage heutzutage noch ist.

Die Welt ist in ständigem Wandel und Schuld daran ist, na klar, das Internet. Und das Internet ist es auch, dass unten Betten oder tief im Schrank unter Kleiderstapeln versteckte Pornos überflüssig macht. Man kriegt viel mehr und viel schneller das Zeug, das man sucht, als auf dem herkömlichen Wege. Klingt ja erst mal nicht schlecht, aber darum geht es ja gar nicht. Viel mehr wird interessant werden, wie sich diese Entwicklung in der Distribution der Pornografie auf andere Medien, die dieses Thema tangieren, auswirken wird. Wird es in Final Destination 4 heißen „Wenn ich jetzt hierbei draufgehe, nimm doch bitte meine Wohnungsschlüssel und entferne alles, was meiner Mutter das Herz brechen würde! Du weißt schon, Browserverlauf, Formulardaten und Cookies löschen, die temporären Internetdateien entfernen“?

Wir werden sehen was passiert, und wir werden abwarten müssen, ob Eltern so fit im Umgang mit dem Rechner werden, dass sie auch mal auf die Idee kommen, nach Verlauf, Cookies und Formulareingaben zu gucken.

Das Liebesleben meines Mannes

Heute mit exklusivem Vorlauf. Neulich Nacht überkam mich im Schlaf die Idee für eine, so war ich mir zumindest während ich schlief sicher, wunderbare Geschichte, eventuell sogar romantauglich. Auch nach dem Aufwachen fand ich die Idee eigenartig aber gut. Also setzte ich mich an meinen Küchentisch, um mir selbst diese Geschichte zu erhalten. Meine Freundin, und irgendwie auch andere Freunde, also die anderen beiden von hier, konnten meine Freude über diese Idee nicht ganz so teilen und als ich von meinem Plan erzählte, das Ganze in etwa dieser Form hier zu veröffentlichen äußerten sie bedenken in Form von „ähhhh…“. Ich deutete das als Sorge, dass jemand kommen könnte und meine Idee klauen würde, als ich das verbalisierte wurde ich aber nur ausgelacht. Dafür aber herzhaft, so dass ich froh war, anderen Menschen so viel Freude bereiten zu können. Sollte jetzt jemand da draußen aber einen Verlag betreiben und meinen, dass diese Geschichte absolut wunderbar ist, so kann er sich gern mit einem Vorschuß an mich wenden und wir machen dann ein schönes Buch daraus.

Idee für eine Geschichte: Eine Frau mittleren Alters macht sich auf, um die verschiedenen Stationen des außerehelichen Liebeslebens ihres Mannes nachzuvollziehen (vielleicht ist der Mann gerade verstorben?). Ihre Reise beginnt bei Anna, der ersten Affäre ihres Mannes. Anna ist ein ehemaliges Sternchen der Erwachsenenunterhaltungsfilmbranche. Als die Zeichen der Zeit ihren Körper ergriffen, entschied sie sich auszusteigen und eine eigene Produktionsfirma zu gründen. Auf dem oftmals schwierigen Erotikfilm-Markt schaffte sie es, sich in einer Nische zu behaupten. Sie produziert erotische Märchenfilme für Erwachsene. Ihr aktuelles Projekt heißt Dornröschen bei den drei kleinen Schweinchen und stellt ein flammendes Plädoyer für die Darstellung natürlich und nicht künstlich überhöhter sexueller Akte in Filmen dar. Dornröschen liebt Blümchensex, sie findet auch nichts weiter daran, wenn sie ihre Geschlechtspartner ab und zu wechselt und so fühlt sie sich in ihrer neuen Wohngemeinschaft recht wohl und probiert durchaus einen Mitbewohner nach dem anderen aus. Doch wie sich herausstellt sind diese drei doch alle gleich, kleine Schweinchen, denn über kurz oder lang wollen sie sich mit Dornröschen Rückseite beschäftigen. Natürlich findet sie das nicht ganz so wunderbar und die Bestrafung folgt auf dem Fuße, denn nicht umsonst heißt die Hauptdarstellern Dornröschen…(läßt sich wunderbar erweitern)
Bei ihrem ersten Treffen wollte unsere Protagonistin Anna auf ihren Intellekt testen und meinte, ihr Projekt müsste ja eigentlich Aschenputtel featuren, aber darauf reagierte sie nicht. Anna jedenfalls hat viel zu tun und ständig ihr Telefon am Ohr…

Anna: Aber klar, ja, nein, sie können sich auch gern mit einer meiner vielen Freundinnen treffen oder besser noch mit meiner Mutter. Arschloch! (legt auf)
Prot.: Sie haben also viele Freundinnen?
Anna: Klar, wollen sie sich auch lieber mit ihnen treffen?
Prot.: Nein, ich bin nur wegen ihnen hier.
Anna: Oh, okay, sorry. Eigentlich habe ich gar nicht so viele Freundinnen. Genauer gesagt habe ich grad niemanden, den ich so nenn würde.

(Endet hier. Werden die beiden Freundinnen? Oder vielleicht probiert unsere Heldin auch die verschiedenen Freundinnen ihres Mannes selbst aus und geht Liebesbeziehungen mit ihnen ein?)