Tag 5 – New York – If you have nothing on the pan, don’t go me on the cookie!

alternativer Titel dieses Eintrags: Alle Vokalomissionen sind doof, außer »brgr«

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Pancakes mit Bacon und viel Ahornsirup, der leider schneller vom Teig aufgenommen wurde, als man nachgießen konnte. Mir gegenüber und diesmal nicht im Bild gab es vermutlich ein Omelett…

Tag 5 war der erste, an dem wir es geschafft haben, vernünftig in ihn zu starten – mit einem ausgiebigen Frühstück im Diner »The Greek Corner« (7th Ave./28th St.).

Für den Tag war die klassische Touri-Verarsche geplant, also für viel zu viel Geld rauf auf ein hohes Haus und dann im Wind stehend hunderte Fotos in alle Himmelsrichtungen schießen. Da wir das Empire State Bldg. für schöner empfanden als das Rockefeller Center sind wir auf letzteres hinaufgefahren.

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Am Morgen hatten wir übers Internet bereits unseren Timeslot reserviert, was sicherlich immer eine gute Praxis ist, selbst im bitterkalten Februar.

Bevor wir unsere Speicherkarten mit den immer selben Bildern füllen konnten, galt es aber noch ein paar Stunden Zeit totzuschlagen, die wir damit verbrachten, mehrfach ums Karree zu ziehen, den Menschen auf der Eislaufbahn zuzusehen und Bilder aus dem Reiseführer nachzustellen.

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Eine noch nicht ganz reiseführertaugliche Aufnahme vor dem Rockefeller Center.

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Blick vorbei an einer Atlas-Statue auf die St. Patrick’s Cathedral – sehr nah am Original im Reiseführer.

Zum »Top of the Rock« hinauf, wie sich die verückte drei-etagige Aussichtsplattform großspurig nennt, ging es mit einem ebenso verrückten Fahrstuhl, in dem man während der Fahrt nach oben schauen konnte, um sich selbst auf das Ziel zuschießen zu sehen und dabei mit einem kurzen Filmchen beschallt zu werden, der interessanterweise das tatsächliche Rausgucken aus der Fahrstuhldecke erschwerte. Spoiler-Alarm, auf dem Weg nach unten konnte man leider nicht unten aus dem Fahrstuhl hinausschauen, und selbst wenn das einmal möglich gewesen sein sollte, wäre vermutlich nach der Hälfte eines jeden Tages aufgrund der Unmengen an Erbrochenem auf dem Glasfussboden eh nichts mehr zu sehen.

Die drei Bilder von der Plattform kann ich ja einfach mal unkommentiert lassen.

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Na gut, eine Sache muss ich doch sagen. Ohne dort drauf gewesen zu sein kann ich voller Überzeugung behaupten: Es sieht einfach besser aus, auf das Empire State Bldg. zu gucken als von ihm herunter, auch wenn es vielleicht noch ein paar Meter höher ist.

Da der Central Park sich an diesem Tag und von dieser Höhe aus nicht gerade von seiner besten Seite zeigte, habe ich den mal für den Moment rausgelassen. Vielleicht klatsche ich ja noch ein Flicker-Album mit einer etwas umfassenderen Bildauswahl zusammen…

Nach diesem ziemlich eindrucksvollen Tagesordnungspunkt entschlossen wir uns für ein wenig Zerstreuung und machten uns auf die Suche nach bekannten Gebäuden, die wir aus der Froschperspektive besichtigen wollten. So kamen wir zum Sony Bldg., oder dem, was wir dafür gehalten haben und so manch anderem Gebäude, das wir in unsere Fotostrecke »Hohe Häuser in New York« einordnen konnten, die selbst meine Eltern, die erst vor Kurzem in der gleichen Stadt waren und insofern zumindest den Hauch einer Chance hatten, mit etwas mehr Enthusiasmus an diese Reihe von Aufnahmen zu treten, langweilen konnten.

Vorbei an der Carnegie Hall, in der in etwa zu der Zeit unserer Anwesenheit Max Raabe gastierte (überall diese Deutschen!) ging es ein Stück Kultur aufsaugend ins MoMA.

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Arm, dass wir gerade sowas für abbildungswürdig halten, ich weiß, aber über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.

Interessanterweise wurde gerade viel umgebaut, zumindest entstand bei uns der Eindruck, aber bei dieser ganzen modernen Kunst soll mal noch jemand den Überblick behalten und ein Happening oder eine Performance von der tatsächlichen Umbaupause unterscheiden können. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich mit Performances nur sehr wenig anfangen kann?

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Ja, auch das ist etwas minimalistisch… Für zuhause aber sicher ganz praktisch, wenn man mal wieder überlegt, wieviel Tapete oder Wandfarbe man eigentlich braucht.

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Äh, ist auch Kunst, irgendwie, glaube ich…

Leider haben wir im Anschluss an diesen Rundgang (Museumsrundgänge machen immer müde, hungrig und gnatschig!) keinen deutschen Würstchenmann vor diesen heiligen Hallen gefunden, obwohl der doch die besten Hotdogs in town anbieten sollte. Also gab es einfach den Nächstbesten mit Sauerkraut. Was rede ich, wir hatten uns schon Mühe gegeben und sind einmal um den ganzen verdammten Block gejagt – mit kaputten Beinen und museumsgnatschig wohlgemerkt, da können wir uns keine Vorwürfe machen lassen.

Und weil kaputte Beine bei zu viel Schonung heilen nahmen wir den Bus zum südlichen Ende des Central Park an der Ecke zur 5th Ave. und stapften einmal hindurch bis an die Grenze nach Harlem.

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Vorbei an einem Cardinal, dem zugefrorenem Teich am Bootshaus, einem Monolithen und halb ums Jackie Kennedy Onassis Reservoir herum (ohne dabei Tomte-Lieder zu singen!) ließen wir einen Skiläufer auf Höhe des Guggenheims passieren (welches wir wieder nur von außen sahen, diesmal aber andersherum über die Mauer hinweg). Vorbei ging es an vielen, vielen Tunneldurchgängen (von denen eine sicher die berühmte aus »Kevin allein in NY« war) bis hin zu einer Eishockey und -kunstlauftrainingsanlage, bevor auch die Abteilung mentale Willensstärke die Schotten dicht machte und wir nur per Bus und unter Aufwendung der letzten Kraftreserven ins Queensizebettchen fallen konnten. Es galt Kraft zu tanken für den sicher anstrengenden Flug über die komplette Landesbreite am nächsten Tag, unserer Weiterreise nach San Francisco, California.

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Zum Abendessen ging es noch einmal hinaus zu brgr-Burger auf der 7th Ave., die hervorragende Burger mit Meerrettich-Soße zubereiten (nicht im Bild und nur von Armin für gut befunden – try at your own risk!).

Tag 4 – New York – These boobs are made for walking

alternativer Titel dieses Eintrags: Zum Stuhlgang geht es auf den Gang!

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Einer von sechs New Yorkern ist kleinwüchsig. Doch sind sie im öffentlichen Bewusstsein viel präsenter als etwa in Deutschland. (aus dem noch unveröffentlichen Lehrbuch »Statistiken selber ausdenken«, dem Kompendium zum »Lexikon des Halbwissens«)

An diesem Tag zeigte sich uns New York von seiner unangenehmsten Seite. Es war nass, es war kalt und egal in welche Richtung man lief, der Schnee peitschte einem unaufhaltsam ins Gesicht. Ein guter Tag also, um mit einem ausgiebigen Frühstück zu starten und dann zu hoffen, dass die Sonne wieder rauskommt, wenn man nur schön ordentlich aufessen würde. Dinah hatte uns im Vorfeld der Reise den Shake Shack im Madison Sq. Park empfohlen und der sah auch sehr nett aus, nur leider war es mehr ein Stehimbiss als ein Diner. So waren wir schon wieder von der 30th St. bis zum Flat Iron Bldg. gelaufen (ein Weg, der sich als unsere meistgelaufene Strecke in NY herausstellen sollte), ohne dass an Frühstück zu denken war. Da es so nicht weitergehen konnte und im näheren Umkreis kein Diner zu erspähen war haben wir uns in die U-Bahn gerettet und sind zur Grand Central Station gefahren, wo wir uns der anarchischen Treppensitzer erfreuen konnten und dann recht schnell wieder im Regen standen.

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Viele New Yorker können nicht richtig lesen, empfinden es aber als Bedürfnis, an verregneten Tagen auf Steintreppen zu sitzen. (siehe: »Statistiken selber ausdenken«)

Da wir uns auf diese Gegend weder moralisch noch mit einem Stadtplan vorbereitet hatten ging es eher hilflos die Straßen auf und ab. Im Bryant Park stand ein großes, weißes Zelt aus dem unaufhörlich Bumm-Bumm-Mucke schallte und wir waren einen Moment lang unsicher, ob das Ganze Teil der New York Fashion Week sein könnte. Die Antwort gab es dann gut anderthalb Monate später von Heidi Klum und ihren Mädels. Eine von ihnen (vermutlich war es Neele, von der Armin behauptet, sie habe als einzige in dieser Staffel Charakter, was übersetzt bedeutet, ihre Nase ist etwas größer als die der anderen…) muss ungefähr zu der Zeit über den Catwalk stolziert sein, als wir uns draußen haben beregnen lassen. Und wer weiß, vielleicht sind wir den »Mädels« ja sogar auf der Straße begegnet, und haben diesen Haufen johlender junger Frauen versehentlich für peinliche deutsche Touristen gehalten, obwohl eine von ihnen, und nur eine, demnächst das Cover der deutschen Vogue zieren wird und einen Modelvertrag mit…ach, ich glaube ich bin in dieser Staffel irgendwie raus, wenn ich schon nicht mal mehr die Hauptsponsoren zusammenbekomme.

Da wir inzwischen das gefühlt doppelte unseres Körpergewichtes an Regenwasser aufgenommen hatten entschieden wir uns dafür, den Bus zu nehmen und bei Kofi Annans alter Wirkungsstätte vorbeizuschauen. Das United Nations Bldg. ist dann aber für sich genommen schon eher trostlos, aber an einem Regentag und ohne Beflaggung schlichtweg traurig. Einziger Lichtblick war eine Gruppe junger Menschen, die gegenüber dem Gebäude munter Flyer verteilten, die um finanzielle und moralische Unterstützung dreier im Iran verloren gegangener amerikanischer Touristen baten. Prinzipiell mag das ja ein unterstützenswertes Projekt und das damit verbundene menschliche Schicksal dramatisch sein, aber irgendwas in uns musste immer wieder an das alte sorbische Sprichwort denken: Wer im Iran wandern geht, der muss sich dann auch nicht wundern.

Der aufmerksame Leser wird sich jetzt am Kopf kratzen und fragen: Zwei Absätze und nicht ein Wort von einem Omelett? Was ist denn bloß aus den Früstücksplänen der beiden geworden?
Keine Sorge. Sie sind Wirklichkeit geworden. In einem Diner an der E 44th St./2nd Ave.

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So sah dann das (wohlgemerkt!) Frühstück nach einem langen Marsch aus.

Der Tip für alle Reisenden schlechthin ist wohl der Folgende: Esst regelmäßig, esst gut und vor allem, lauft nicht erst einen halben Tag durch ein Viertel der zu besichtigenden Stadt, um dann eine Lumberjacksteak-Pita zu bestellen. Das geht sich in den meisten Fällen nicht gut aus.

Und wenn wir schon bei Tips sind, dann sei jedem wärmstens empfohlen, sich einen Starbucks-Nickname zuzulegen, der vom amerikanischen Gehirn problemlos geparst werden kann. Sonst kann es passieren, dass aus Armin schnell mal Armil oder ähnliches wird (trotz redlicher Bemühungen den Bart vom Modus »Verbrecher« auf »Ziviler Ungehorsam Marke ’68« zu stutzen) und aus einem Konrad wird ein Chris. Wie auch immer das passiert ist. Leider wurde Armin dann schnell zu Chris‘ Friend, obwohl er sich erst kurz zuvor Raymondo von Zwetschgenburg zu Kille-Kille-Hausen oder etwas dem nahekommendes als Becheraufschrift zurechtgelegt hatte.

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Eine der harmloseren Beleidigungen, die wir über uns ergehen lassen mussten.

Gesättigt und mit einem Eimer schönem heißen leckeren Kaffee in der Hand galt es, ein neues Verkehrsmittel auszuprobieren und so schwangen wir uns in die Seilbahn an der Queensboro Bridge, mit der man nach Roosevelt-Island gelangt. Die einzige Frage, die dabei unbeantwortet bleiben musste war, warum diese Seilbahn überhaupt existiert. Denn Roosevelt Island zeichnet sich neben einer U-Bahn-Station und einem Rundbus in erster Linie dadurch aus, dass dort eine Seilbahn verkehrt, ansonsten kann man froh sein, wieder von der Insel zu kommen, ohne selbst Hand an ein Ruder legen zu müssen.

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Dem entsprechend kurz war unser Aufenthalt dort und so ging es per U-Bahn zurück nach Manhattan und vor das Solomon R. Guggenheim-Museum. Ein imposanter Bau, ein modernes Museum und einer der Orte in der Stadt von dem bisher ausnahmslos jeder, den ich gesprochen habe zu berichten wusste, dass man doch tunlichst draußen bleiben sollte. Die Sammlung im Inneren könne wohl in keinster Weise den schmerzlichen Eingriff ins Portemonnaie ausgleichen, der vor einem Einlass vorgenommen werden müsste. Mit einem HotDog in der Hand kamen wir uns also ziemlich gut vor, als wir dieser Aufforderung Folge leisteten und trabten dann allmählich zum Bus in der 5th Ave. mit dem es zurück ins Hotel ging.

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Da aber auch an klimatisch traurigen Tagen etwas Verrücktes unternommen werden muss, gab es ein paar ekelerregende Brausen zu probieren und vor allem das Getränk mit den Kaffee-Reminiszensen wollte nur schwerlich drinnen bleiben. Da aber etwas Ekelhaftes im Körper immer noch besser ist, als säuerlicher Geruch im Hotelzimmer war die Marschrichtung klar.

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Trotz der eindeutigen Warnungen haben wir uns waghalsig an diese Getränke herangetraut. Und ähnlich wie das Root Beer in San Francisco waren die beiden Brausen auf eine seltsame Art lecker.

Und weil wir uns nach so viel Ausruhen etwas wirklich Gutes verdient hatten, ging es abends in einen kleinen mexikanischen Imbiss, der uns unglaublich leckere Burritos bereitete. Der »Great Burrito« in der 23rd St./6th Ave. war wirklich eine Entdeckung und sei hiermit jedem wärmstens empfohlen.
Nichts ist schöner als nach einem nass-durchfrorenen Tag ein gutes Abendbrot zu genießen und vor dem Bett noch einen Alternativ-Kaffee zu genießen. Naja, beinahe nichts. Ein schnell zubereiteter Kaffee eventuell, aber vermutlich lag das Alternative dieser Tasse schwarzen Goldes mehr in seiner dreistündigen Zubereitung als in seinem Geschmack.

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Über den Salat sagte Marcel Reich-Ranicki einst, er wäre »grauenhaft«, aber an den Burrito kommt so schnell nichts ran.

Tag 3 – New York – Auf einem Ei kann man nicht stehen

alternativer Titel dieses Eintrags: Es ist ein Bodo!

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Für die buddhistische Gelassenheit sorgte bei Armin fast jeden Morgen das Ommmm-lett, zu dem ich mich an diesem Tag auch hab hinreißen lassen.

Zu Beginn des Tages sind wir ein wenig in unserer Hood, also rund um die 30th St. spazieren gewesen und dachten uns, den nötigen Frühstückshunger in einem jüdischen Riesen-Foto-Technik-Laden zu holen, der wohl angeblich berühmt ist. Nachdem wir dort einige hunderttausend US-$ dadurch sparen konnten, dass wir nichts eingekauft haben, gab es die oben abgebildeten Omelettes im Skylight Diner. Aber nach zwei Tassen Kaffee und der ersten Übelkeit des Tages mussten wir Bekanntschaft mit der amerikanischen Etablissementpolitik machen, denn die Kellnerin komplimentierte uns mit den Worten »Sorry guys, I need this table…« aus dem Laden, obwohl es weit und breit nicht so aussah, als würde jemand den Tisch in diesem eher wenig besuchten Diner benötigen. Aber mehr zu Cafés und Gemütlichkeit an anderer Stelle.

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Vermutlich erlebt man vieles, was anders ist als zuhause erst mal als Verbesserung, aber diese Yves Klein-blauen Baustellenabsperrungen haben schon ihren ganz eigenen Charme.

Gut gestärkt konnte es also weiter gehen nach West-Chelsea, halbwegs plan-, ziel- und teilweise auch orientierungslos haben wir die Großstadt weiter auf uns wirken lassen und kamen dann irgendwann zum Chelsea Park, den Chelsea Piers und dem Chelsea Waterside Park.

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Dies sollte die einzige nackte Frau bleiben, die wir auf unserer Reise zu Gesicht bekommen sollten. Aber immerhin konnten wir noch einen Blick in die Swinsuit Edition der Sports Illustrated werfen.

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Der High Line Park – im Winter interessant, im Sommer bestimmt ein doppelt verrückter Ort!

Als echte Fanboys (wie schon erwähnt…) konnten wir natürlich am Ende des High Line Parks den Apple Store im Meatpacking District nicht auslassen. Nach ein wenig Internetnutzung ging es dann aber munter weiter und die sehr schöne 14th St. entlang. Wenn man also Lust und Zeit für einen Bummel (sagt man das heute noch so?) hat, dann kann man hier wunderbar Spazieren und Einkaufen.

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Cranberry Muffin aus dem Donut Pub (14th St./7th Ave), dazu Apple & Snapple im Big Apple.

Und weil ich gar nicht mehr genau weiß, was wir so den ganzen Tag über gemacht haben, sei hier kurz erwähnt, dass es in einer Marathon-Lauf-Session noch durchs West Village ging, nach West SoHo (und auch hier gab es einen Apple Store zu besichten – aber Spoiler Alert: Wir waren nicht in allen vier auf Manhattan) und auf den ersten Teil der lange Zeit erfolglosen Suche nach neuen Tretern. Durch ein paar Nebenstraßen und vorbei an der Christopher St. (da kommt der berühmte Tag her…) ging bis nach Tribeca, wo wir eine wunderbare Entdeckung machten.

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Plötzlich standen wir vor dem Headquarter der Ghostbusters und durften der Feuerwehr beim Aufbruch zusehen. Untrüglicher Beweis der Authentizität dieses Platzes ist die Bemalung am Eingangstor!

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Anschließend ging es noch in den Battery Park, wo uns die frohe Kunde erreichte, dass Armin ab sofort Onkel Armin ist, denn der kleine Bodo war inzwischen auf die Welt gekommen!
Dadurch waren wir so beschwingt und albern, dass wir uns über die folgenden zwei Aussagen beinahe nass machten vor Freude:
1. »Alle Möwen heißen…Steven.«
2. »Den Witz habe ich erst später Asamoah.«
Wenn ich noch einen Preis finden sollte, werde ich demjenigen, der diese beiden Witze erklären kann, diesen zukommen lassen, denn Witze erklären ist die Königsdisziplin und es hat ja bekanntlich noch keinen Witz gegeben, der nicht dadurch besser wurde, dass er einem erklärt wurde…

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»Watch Your Step« – Ein Witz, der tatsächlich keiner Erklärung bedarf.

Um die über den Tag aufgenommene Energie auch wieder abzubauen sind wir dann noch wie zwei Berserker durch den Financial District gejagt, während diesmal auch andere Menschen zugegen waren. Diese zusätzlichen Wunden konnten wir dann zum ersten Mal in unserem Queen Size Bett mit Blick auf eine bescheidene Auswahl an amerikanischem Unterhaltungsfernsehen würdigen. Die Bilder davon halte ich an dieser Stelle erst mal zurück, denn Romantik entsteht ja vor allem im Kopf.
Weniger romantisch ging es auf der anderen Straßenseite beim Griechen zu, denn auch wenn der Volksmund sagt, dass Liebe durch den Magen geht, so kann er dabei kaum ein halbes Schwein gemeint haben. Aber eine Herausforderungen waren die Rippchen und von sportlichem Ehrgeiz gepackt ist auch kaum etwas auf dem Teller zurückgeblieben…

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Abendessen beim Griechen – Gyros und Rippchen (nah an einem halbes Schwein).

Tag 2 – New York – Listen to your feet

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alternativer Titel dieses Eintrags: Sie sind ein Arschloch, Sir!

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Retrospektiv betrachtet war Sonntag der Tag, an dem wir uns den größten Schaden zugefügt haben, da wir uns einfach übernommen hatten. Allen nach uns Reisenden sei empfohlen, lieber anfangs eine Nummer ruhiger zu fahren, um an den anderen Tagen schmerzfrei herumtollen zu können. Die ganze Stadt, oder auch nur ganz Manhattan, kann man in einer Woche sowieso nicht sehen, also muss man auch nicht auf Zwang losrennen…

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Durch unser frühes zu Bett gehen, und vermutlich weil wir aufgeregt waren wie kleine Schulmädchen, waren wir bereits kurz vor sechs Uhr in der Frühe einsatzbereit und haben uns dann dafür entschieden, mit der U-Bahn zur Staten Island Ferry, und mit dieser mal eben hin und zurück zu fahren. (Kann man nur jedem empfehlen und kostet auch nix!) Auf Staten, wie wir sagen, angekommen hieß es lediglich kurz anschlagen, durch das Terminal flitzen und an einem anderen Ausgang die nächste Fähre zurück nehmen. Selbst der uns freundlicherweise von Steffen überlassene ADAC-Reiseführer wusste nicht sonderlich viel atemberaubendes über die Insel zu berichten und so konnten wir sie ohne schlechtes Gewissen links liegen lassen. Wie sich das also für zwei Kerle gehört, die sich seit fast 15 Jahren kennen und zufälligerweise am Valentinstag in New York sind, fuhren wir im Sonnenaufgang auf die Skyline von Manhattan zu und schlossen uns dabei fest in die Arme (eigentlich hatte jeder die Hände bei sich und auch den Rest der Reise über immer über der Bettdecke, aber es geht ja darum, schöne Bilder zu erzeugen).

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Wieder in Downtown angekommen konnten wir uns halbwegs unbeobachtet durch den Financial District bewegen, ein kleines Frühstück bei Starbucks einlegen (und große Pläne für exklusive Fotoshootings schmieden). Die Endzeitfilmstimmung mit dampfenden Gullis, bepinkelten Hydranten ohne Hunde weit und breit und menschenleeren Straßen wurde erst an der Wall St./Nassau St., also im Umkreis des NYSE durch eine Horde von (Zombie-)Japanern aufgebrochen, die Armin aber heldenhaft abwehren konnte, indem er sie mit ihren eigenen Waffen schlug und ihre Seelen auf Fotofilm bannte.

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Vorbei an der Trinity Church, an der Philipp auf Grund ihrer völligen (naja, zumindest gefühlten) Deplatziertheit vermutlich seine wahre Freude gehabt hätte, ging es zum Ground Zero. Inzwischen nur noch ein ehemaliger Häuserblock umhüllt von meterhohen Bauzäunen und mit einem stark gegen null konvergierenden Informationsgehalt.

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Also hieß es wieder einmal Hände in Füße nehmen und auf dem Hintern vorwärtsrobben, oder wie es Dendemann auszudrücken pflegt: Wir können nicht stehen bleiben als größte Fans des Fortschritts. Am City Hall Park ging es vorbei, hinauf auf die Brooklyn Bridge und einmal die komplette Länge bis nach Brooklyn, wo uns schlagartig unser Mut verließ. Deshalb ging es für uns nur manhattannah weiter bis zur Manhattan Bridge, durch die Parkanlagen, die einem das Klischeepostkartenpanorama eröffnen, das sich oben bewiesen findet.
Vermutlich einer der am häufigsten gelesenen famous last tweets aus Brooklyn kam uns in den Sinn: »Wir gehen jetzt mal in eine Seitenstraße…« Spoiler-Alarm: Es ging sich gut für uns aus. Nachdem wir uns mit einem weiteren Kaffee betankt hatten sind wir in die J-Line gehüpft und zum East Broadway gefahren, zwei Brückenlängen sind wirklich nur was für die ganz Ausgeflippten.

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In Chinatown haben wir dann ein wenig das Chinesische Neujahrsfest mitgefeiert, das allerdings nicht halb so pompös war, wie ich mir das bei einer so großen Community in New York ausgemalt hätte.
Als Fanboys konnten wir natürlich in SoHo nicht am Apple Store vorbei, außerdem bestand dort die Möglichkeit, Kontakt mit der Heimat aufzunehmen. Eigentlich eine Unsitte und vor einigen Jahren so ja noch gar nicht möglich, aber wenn man in New York ist, dann muss man das dem ein oder anderen schon mal unter die Nase reiben, sonst lohnt sich das ja auch nicht. Nach großem Hin und Her und Vor und Zurück (zu unserer Orientierungs- und Entscheidungsschwäche bei anderer Gelgenheit mal mehr…) fanden wir im East Village einen wunderbaren kleinen Falafelladen (»Tahini« in der 3rd Ave./St. Marks (8th St.)), der Armin sogar vom Haloumi weg zum Falafel bewegen konnte. Nachhaltlich, wie er mir kürzlich gestand.
Durch die Lower East Side und ein wenig über die Hauptstraßen am East River ging es weiter, bis wir von vermeintlichen Sozialbauten, Umspannwerken und Schnellstraßen die Nase voll hatten und mit dem Bus bis zur 33rd St. hochfuhren, um auch dort ein wenig ziellos umherzulaufen und die Großstadt zu genießen.

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Fanboytastisch ging es dann weiter in den Apple Flagship Store an der 5th Ave., direkt am südlichen Ende des Central Parks, doch auch hier gab es für uns nichts zu holen. Was man als Optimist jetzt auch als wunschlos glücklich deuten kann…
Vor dem Central Park schimpften ein paar aufgebrachte Demonstranten über die Pferdekutschenfahrer. Credo der ganzen Aktion: Pferde sind auch nur Menschen. Einzig bemerkenswert blieb der Ausspruch einer jungen Dame, die einem Kutscher ein freundliches »Sie sind ein Arschloch, Sir!« mit auf den Weg gab.

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Bevor wir uns vollkommen zerstört vom Tag ein wenig zum Ausruhen und für den Verzehr unserer Dr. Peppers und Hershey’s Schokoladen (mit beidem kann man nichts falsch machen) auf unser Zimmer zurückzogen sind wir noch ein wenig durch den Central Park und bis hin zu den Strawberry Fields geflitzt (vermutlich zu dem Zeitpunkt eher schon gehumpelt). Naturgemäß blühte dort Mitte Februar noch nicht allzu viel, aber ein paar Menschen waren zugegen und hatten Erdbeeren dabei…

Den Abend wollten wir mit Burger, Bacon, Fritten und einer Coke in der Sports Bar in der 31st St. ausklingen lassen, schließlich war an dem Abend das All Star Game. Leider war der Laden nicht so toll. Das Essen war okay, nur die Bedienung sehr unfreundlich, was, wie wir erst später feststellten, daran lag, dass sie eigentlich schon längst hatten schließen wollen, aber das kann man bei einer Sportbar an so einem wichtigen Abend eigentlich nicht erwarten. Für ein weiteres Quarter hatten wir uns noch die 7th Ave. bis zum Times Square hochgequält, um in der ESPN Zone das Spiel zu verfolgen, aber die war proppenvoll und so ging es rasch wieder zurück ins Hotel, wo wir im Selbstmitleid zerfließend unsere Wunden lecken konnten (etwas worin wir im weiteren Verlauf der Reise noch ungeahnte Expertise erlangen sollten).

Tag 1 – New York – Kate, oder: Wie man die Zeichen richtig deutet

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alternativer Titel dieses Eintrags: Acht Bier machen dich auch nicht schöner

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Am Samstag, den 13.02.2010 ging es los in die USA, genauer nach New York. Da wir vergessen hatten, ihm Bescheid zu geben, dass wir einen Bus früher nehmen wollen, haben wir Frank, der an diesem Tag nach New Orleans zum Fest der Blumenketten und nackten Busen fliegen wollte, erst am Flughafen getroffen. Dafür haben wir ihn dort umso herzlicher in unsere Arme geschlossen.

Mit etwas mehr als einer Stunde Verspätung ging es um kurz nach 13 Uhr dann vom Flughafen Tegel auf zum JFK und hindurch durch zwei schleppende Phasen an Bord, der ersten direkt nach dem Abheben und einer zweiten während des Filmprogramms. Dieses bestand aus »Whip It«, »The Informant«, »Four Christmasses« und »Last Chance Harvey«, die allesamt dabei halfen, die Flugzeit als äussert kurz zu empfinden. Eine besondere Erwähnung sollte aber »The Informant« erhalten, der nicht nur in einer Phase uns plötzlich und eiskalt übermannender Müdigkeit ausgestrahlt wurde, sondern auch noch wesentlich enttäuschender war, als ich das im Vorfeld angenommen hatte. Es sei denn, einem sind zwischendrin die Augen nicht nur zugefallen, sondern man ist richtiggehend für eine Weile eingeschlafen, dann, aber nur dann konnte es passieren, dass man, wie Armin, den Film als eigentlich ganz gut empfinden konnte.

Besondere Hochachtung auf dem Hinflug hat der junge Mann aus dem Berliner Randgebiet verdient, der für mindestens acht Biere (das sind jetzt nur die, die wir auch mitbekommen haben) nur fünf mal aufs Klo musste und dann die Komafotografie mit Blitzlichteinsatz wie eine Eins und ohne mit der Wimper zu zucken überstand. Der Kerl hat wirklich sein Bestes gegeben, das meiste aus dem Flugpreis wieder rauszuholen – Chapeau! Abzüge gab es für seine weibliche Begleitung, da sie a. ohne Taschentücher die Reise angetreten hatte und b. dann die Frechheit besaß, sich darüber zu amüsieren, dass die Taschentücher, die ich ihr zur Rettung gereicht hatte vom Netto sind. Eine Szene deren Skandalträchtigkeit nur noch davon übertrumpft wurde, dass sie in einem dieser seltsamen Hub- und Fahrverließe stattfand, die, Zitat Armin, »von innen aussehen wie eine Original-Außenszene bei „Eine schrecklich nette Familie“, inklusive Wandflokati.«

Trotz des verspäteten Abflugs waren wir dann bereits eine halbe Stunde früher als geplant in New York, was sich durch die Einreisekontrollen etwas egalisierte, aber insgesamt waren diese doch laxer, als einem im Vorfeld in Aussicht gestellt wurde.

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Wir hatten davon gehört, dass man, um vom Flughafen wegzukommen, den AirTrain nehmen sollte, zumindest dann, wenn man keine 50$ für ein Taxi berappen wollte. Und so stellten wir uns, wie sich das für dumme Deutsche gehört, brav direkt in die nächste Schlange getreten. Zum AirTrain ging es aber woanders lang, was uns zum Glück halbwegs schnell aufging und so rollerten wir mit den Koffern los. Über Stock und über Stein, in den Fahrstuhl, die Rolltreppe hoch, woanders wieder runter, um die Ecke und dann doch irgendwann in einen Wagen, der uns bis zur Jamaica-Station brachte.

Dort angekommen gaben wir der letztlich recht freundlichen Schrankendame allen Grund, uns auszulachen, denn nicht nur waren wir zum dumm, 2$ mit der Supersonderwochenendextrazeitkarte zu sparen. Nein, um den AirTrain zu verlassen musste man diese Karte auch noch in einen dafür vorgesehenen Schlitz einführen, damit sich eine Schranke öffnet und wir hatten doch tatsächlich alle vier Varianten des Reinsteckens gebraucht, um diese Falle zu verlassen.

Danach stand dann aber nur noch eine kurze Fahrt mit der Long Island Rail Road (LIRR) vor uns, gefolgt von ein paar Metern zu Fuß von der Penn Station bis zum Hotel.

Im »Chelsea Star Hotel« verhinderten dann höhere Gewalten, dass wir unser Doppelzimmer beziehen konnten, aber für einen 100$ Discount und das Versprechen, dort allein untergebracht zu sein, würden wir die ersten beiden Nächte auch in einem 6-Mann-Zimmer verbringen. Bedenkt man den sogenannten »Rimini-Vorfall«, bei dem wir – mehr Teil einer Kinderlandverschickung als eines Jugendurlaubs – unsere Zeit ab 22 Uhr in einem Zimmer mit 12 anderen, eher dubios gesinnten Menschen auf Feldbetten zubrachten, ein tatsächlicher Fortschritt in unserer Urlaubskarriere.

Wer einen kostengünstigen, gut gelegenen Platz zum Schlafen braucht und sonst die Ansprüche eher zurückzuschrauebn weiß, der ist im Chelsea Star Hotel richtig. Das Wasser in den Leitung wurde zwar nur langsam warm, das WLAN war alles andere als zuverlässig und der Bau etwas hellhörig. Auf der anderen Seite ist das aber eben eher ein Hostel denn ein Hotel gewesen und wer nach New York reist, der will ja den Straßenlärm!

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Nach dem Einchecken ging es für uns zur allgemeinen Orientierung noch eine große Runde um den Block und dabei konnten wir feststellen, dass die Entfernungen zwischen den Streets eher gering, zwischen den Avenues dafür aber umso größer sind. Trotz allem hatten wir uns von 30. Straße noch bis zum Times Square hochgekämpft und standen dann dort in den flackernden Lichtern und irgendwann auch vor einer Wand aus Schokodropsen im M&Ms Store.

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Über die 8th Ave. ging es dann zurück, vorbei am Haus der New York Times und dem Busbahnhof hin zu unseren Gefilden nahe Madison Square Garden und Central Post Office. Unser Abendessen bei Brother Jimmy’s – Bacon Burger und süße Fritten (wobei die Fritten keine Empfehlung sind) – stellte uns Kate nach nichtssagenden »higuyshowudoin-fine-great-thanks-aight« auf den Tisch und unser nonchalantes Gestammel schien sie so sehr berührt zu haben, dass sie uns ein Herz auf die Rechung malte. Man muss keine 6 Semester Amerikanistik studiert haben, um zu sehen, dass sie ganz offensichtlich über die Maßen »into us« war, wie man so sagt und da wäre wohl mehr als einiges gegangen. Aber wir waren müde und sie wirkte auch nicht so, als würde sie die süßen Fritten allzu schnell Fritten sein lassen können, um ein leichtes Bier auf den Stufen der Post mit uns zu trinken…Und überhaupt, einst sagte ein kluger Kopf: Das Leben ist zu kurz für amerikanisches Bier.

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Nachdem wir in den heiligen Vorhallen des Madison Square Garden gewesen und die Knicks-Ticket für sehr teuer befunden hatten sind wir dann noch zum Flat Iron Bldg. gegangen, um ein Postkartenmotiv zu faken und mit der Erkenntnis, dass man trotz ausgesprochener Preislichkeit zu einem Basketballspiel gehen sollte, wenn sich einem diese einmalige Chance bietet, fielen wir ins Bett. Um 10 Uhr abends, fertig mit der Welt und der schlimmen Vorahnung, dass das Hohe Alter der eigenen Eltern in gar nicht mehr allzu ferner Weite ist.

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Bereits um 4 Uhr morgens war ich dann wieder wach. Armin zerlegte gerade in der Kategorie Einzelsägen der Herren mit vollem Einsatz sein Etagenbett. Und mir kam die dunkle Erinnerung, dass ich dies beim Einschlafen, vermutlich gepaart mit unglaublicher Müdigkeit und der Zauberkraft der blauen Ohropax, irrtümlich für geschlechtsverkehrsbedingtes Aufstöhnen von einer Etage unter uns gehalten hatte.

Protokoll einer Reise

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Inzwischen ist genug Zeit vergangen, seit Armin und ich aus den USA zurück sind, so dass vermutlich auch der letzte das Interesse an einer Berichterstattung verloren hat. Genau der richtige Zeitpunkt also, um ein Protokoll der einzelnen Etappen, ergänzt um ein paar Anekdoten, Empfehlungen und mehr oder minder passende Bebilderung anzubieten. Außerdem haben nicht nur wir über einen Monat Verspätung, auch Germany’s Next Top Model sendete erst gestern eine Folge mit Material von der New Yorker Fashion Week von Mitte Februar. Da sind wir also in bester Gesellschaft.

Ein paar allgemeine Informationen vorweg:

Reisende: Armin, Konrad
Reisezeitraum: 13.02.2010–24.03.2010
Reiseziel: USA (im speziellen New York und San Francisco)
Wechselkurs: im Mittel 1€/1,3609$

Temperaturen New York: ca. -2°C–6°C
Temperaturen San Francisco: ca. 10°C–15°C