Wissenstests

Als ich neulich in meiner »Lieblings-Mall«, dem Alexa, im Buchfachgroßhandelsgeschäft stand und mich der Spiegel-Wissenstest aus dem Regal heraus anfiel, dachte ich mir kurz: Das wäre doch mal was zum Lernen, Lachen und Angeben.

Als ich aber wahllos das Buch aufschlug und die Fragen von den Seiten 91–98 problem- und fehlerlos beantworten konnte wurde mir schnell klar, dass ich mir die 5€ für Intellektuelles Flachgewichse sparen und mir statt dessen zu Hause für Gratis einen auf mein vermeintliches Wissen runterholen könne…

„Nackt Luft Anhalten“

Wo ich schon mal dabei bin, auf Artikel zu verweisen, die ich irgendwie für lesenswert halte, kann ich ja noch „Nackt Luft Anhalten“ aus dem Feuilleton der Berliner Zeitung vom 01./02. August 2009 nachschicken.

Auch kürzlich noch wurde ich komisch dafür angeschaut, dass ich weiß, dass sich Cheyenne des nächtens im DSF auszieht, wenn man ihr eine Automarke mit A oder eine Stadt nennen kann, die mit dem gleichen Buchstaben schließt, mit dem sie auch beginnt. (Eine tatsächlich schwierige Aufgabe, die gern in den Kommentaren weiterführend gelöst werden darf. DORTMUND ist schon weg!)

Doch dass sich auch die Berliner Zeitung diesem Fernsehangebot widmet lässt mich besser fühlen, zumal es mir neu war, dass es auf diesem Sender auch Frauen gibt, die wenig bekleidet den Kopf in ein Aquarium halten, um sich dem sportlichen Wettkampf des Luft-anhaltens hinzugeben. Das bleibt mir zwar ähnlich zugänglich wie einst die mit ihrem Auto im Matsch steckengebliebenen Damen in Highheels, aber solange sich jemand findet, dem das Freude bereitet bin ich dafür.

Es kann in diesem Zusammenhang ja auch kein Zustand sein, dass man auch am Ende des ersten Jahrzehnts im 21. Jahrhundert ein schlechtes Gewissen wegen seiner Vorlieben oder der wenig schockierenden Tatsache haben muss, dass man gelegentlich masturbiert. Man vergleiche hierzu Stephen Frys Rede anläßlich des iTunes Live Festivals in London, die sich zwar vornehmlich mit anderen Themen beschäftigt, aber auch für dieses Thema einen kurzen Part bereit hält und vor allem denke man an Woody Allens weise Worte: „Sag nichts gegen Masturbation. Das ist Sex mit jemandem, den ich liebe!“

Ein drittes Standbein

Wo wir heute schon dabei sind auf die Seltsamigkeiten (eine spezielle Wortkreation zu diesem speziellen Anlass!) des Alltags in Schweden hinzuweisen und das Ganze munter mit ein paar Bildern zu illustrieren, kann ich ja folgenden Zeitungsausriss noch gleich hinterschicken. Und da dieses dritte Bein ja einige Assoziationen zum Thema Männlichkeit und Umgang mit selbiger hervorruft gleich noch via Armin ein Video hinterher mit dessen Hilfe die Synonymarmut in zukünftigen Masturbationsdebatten hoffentlich bekämpft werden kann.

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