Aufräumarbeiten

So. Zurück aus dem Winterurlaub und versehen mit ein paar Erlebnissen kann jetzt ja die Abarbeitung des Aufgestauten beginnen. Und fürs Protokoll: Einfach klasse, wenn man wieder nach Hause kommt und dann in den Samstagabend-Partyverkehr gerät, sowieso nur die S-Bahn fährt, und das so unregelmässig, als wäre schon Montag und der Notfahrplan in Betrieb. Dazu die Information, dass das schon lange so läuft und wohl auch noch lange so laufen wird und dass das Auto an einer der vermeintlich teuersten Stellen kaputt gegangen ist. Da freut man sich, zurück zu sein und seine Zeit sinnvoll anlegen zu können.
Was jetzt aber die vorangegangenen Erlebnisse angeht: Jedem Menschenfreund und auch denen, die es werden wollen sei von Ganzem Herzen einmal eine Fahrt in der S5 vom Ostkreuz aus an einem ganz normalen Freitagabend, vielleicht so gegen 21.30 Uhr, angeraten. Zumindest für die kurze Strecke bis nach Birkenstein kann man da herrlich interessante Menschen kennenlernen. Dazu sollte man dann nur noch ein wenig Reisegepäck bei sich haben und bedenken, dass man eine Station vor dem Fahrtende der Partywütigen, also nur Zentimeter vor dem Kontrast, noch einmal die Bahn wechseln muss. Von einer Bahn in Normallänge in eine auf zwei Wagen Verkürzte. Das ist Tokyo für Arme, Kuscheln für Einsame und Freudentaumel für Triefnasen. Für die ganz Fortgeschrittenen empfiehlt es sich, wiederum eine Station zuvor schon einmal die schweren Taschen und Koffer einen Wagen weiter nach vorn zu transportieren, damit man nachher nicht böse erwacht, wenn man in Mahlsdorf feststellen muss, dass die Tür an der man seit nunmehr gefühlten zweihundert Stationen stand sich nicht öffnen lässt.
Alles in Allem ein würdiger Auftakt für eine Zeit der Erholung, der sich nur noch durch einen Magath’schen Waldlauf mit Rollkoffer auf dem Rücken toppen ließe.

Veröffentlicht von

konrad.

Eighty percent of success is showing up.

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