Übergabe leicht gemacht.

Ja, ich weiß, dass das jetzt wesentlich heroischer klingt als es eigentlich ist, aber irgendwie passt es doch. Meine Gedanken sind bei all denen, die schon einmal die zweifelhafte Ehre hatten ihr Mobiltelefon oder andere persönliche Gegenstände aus den Untiefen der Tiefspültoilette zu bergen. Mir geht es aber vielmehr um die Griffe ins Klo im übertragenen Sinne, im virtuellen Sinne vielleicht sogar noch viel spezieller.
Wer sich also gern einmal in alte Computerzeiten zurückversetzen möchte und mit so grafisch hochwertigen Spielen wie dem Original-Wolfenstein, also nicht irgendeiner 3D-Variante oder sowas ähnlichem, ähnliche Erfahrungen gemacht hat wie ich. Ich habe mich seinerzeit beinahe bekotzt vor Freude über die gefühlten 16 Farben und die sehr speziellen, ich möchte sagen dem Leben nachempfundenen, Soundeffekte, die man zu hören bekam, wenn man mit Mister Wolfenstein gegen eine der nicht gerade seltenen Wände gedonnert ist. Demjenigen also, der sowas mag und der Erbrechen als eine Art Selbstreinigungsprozess begreift, dem sei wärmsten die Installation des Linotype FontExplorer X, also der Dummbatz-Variante für das Kackbetriebssystem, empfohlen.
Nachdem ich mich einige Tage zuvor schon einmal darüber freuen durfte, dass eine runtergeladene Public Beta-Version nicht über die Installationsroutine hinaus kommt und diese also wieder von Rechner geschmissen hatte, dachte ich mir, vertrauste auf Prägnanz (sprich: pregg-nannz). Wenn Gerrit sagt holen, holen wir das. Diesmal lief das ganze auch recht gut und wenn einem ein Programm das Management von so Sachen wie Schriften anbietet, na dann vertraut man da doch treudoof drauf und klickt munter auf „Ja“. War aber einfach ne Scheißidee. Denn irgendwie hat das gute Programm es geschafft mir Systemschriften zu deaktivieren wodurch ich ein 800×600-Flash erleben durfte, der beinahe die gleichen Impulse wie das zuvor beschriebene Spielchen auslöste. Unter Würgen und der permanenten Angst Tastatur und Monitor zu bespeien, und gerade Monitore sind ja ganz schwer auszutauschen, zumindest bei FujitsuSiemens war das so, aber zu Monitoraustausch und mit Sicherheit zu unseren Freunden bei Siemens wird es bestimmt noch das ein oder andere Wort zu verlieren geben, äh, der Satz ist zu lang, wa? Na, was ich sagen wollte, ich hab es geschafft, irgendwie war die erste Kotzwelle überwunden durch wüste Klicks an den komischten Stellen. Nur haben immer noch Systemfonts gefehlt. Und versuch mal einer bitte ohne MS Sans Serif und Small Fonts durch einen Windows-Tag zu kommen, das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Na lange Rede, kurzer Sinn. Bleiben nur zwei Sachen. Eins: Systemfonts unkompliziert wieder aufspielen, das ist eine schöne Utopie, wenn das irgendwann mal machbar sein sollte mache ich drei Kreuze. Zwei: Den Linotype FontExplorer X bitte nur installieren, wenn man unter akuter Verstopfung leidet und inzwischen so aufgeschwemmt sein sollte, dass man retrograde Peristaltik in der Ösophagus als einzigen Weg der Befreiung sieht.

Veröffentlicht von konrad.

Eighty percent of success is showing up.

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