Endlich mal was Gutes im Spam

Mein Spam-Ordner hat mich ja seit langem schon einfach nur noch genervt. Die Klassiker kennt man inzwischen schon und somit ist da wenig Erhellendes dabei. Doch heute war wieder etwas zu lesen, auf das man erst einmal kommen muss. Endlich also wieder eine Spam-Nachricht, die einen aufatmen und etwas lächeln lassen kann.

In so politisch wie wirtschaftlich brisanten Zeiten wie den unsrigen und jetzigen, wo alle Augen auf die Bundeskanzlerin gerichtet sind und man sich von ihr mirakulöse Einfälle erwartet trifft folgende Aussage doch voll in Schwarze:

> Angela Merkel kann es auch nicht besser machen – unsere Tabletten helfen Ihnen am schnellsten gegen Krisis und Dipression.

Ganz nett ist in dem Zusammenhang auch der Versuch der Berliner Morgenpost, Monty Python wieder mal aufs Tableau zu bringen, die Erfinder des Spam, wenn man dem Artikel Glauben schenken darf. Das lohnt sich allemal schon deshalb, weil man dadurch wieder veranlasst wird, bei Youtube den lethal joke zu suchen.

Überall nur Stürze und Einbrüche

Gerade kriselt es ja mächtig an den Börsen in der ganzen Welt und auch die Zuschauerzahlen des heißen Kinderprogramms Bolibompa brechen anscheinend gerade stark ein. Da fragt man sich als aufmerksamer Leser, was das jetzt mit einander zu tun haben mag und ob der Idiot nicht einfach nur das, was er grad beim yahoo-Kursrechner gesehen hat mit der letzten Schlagzeile aus dem Newsletter einer großen schwedischen Tageszeitung verbunden hat. Ja, das hat er (Mist, von mir selbst in der dritten Person gesprochen, böses Foul!), aber dann ist mir doch aufgefallen, dass es einen tiefen Sinnzusammenhang gibt, der mir erst beim Schreiben klar wurde (mehr dazu später).

Jetzt kann man das gutes Karma auf Grund eines schrecklichen Erlebnisses nennen oder aber man gibt dem Ganzen einfach keinen Namen und freut sich ein wenig über die eigene halbglückliche Lage. Denn seit unserer Ankunft in Schweden ist der EUR zu SEK-Kurs beträchtlich angestiegen. Was zur Folge hat, dass wir hier inzwischen nicht nur der Einfachheit halber sondern tatsächlich sagen können, dass der Kurs gerade 1:10 ist und das macht den Alltag doch schon wieder erheblich einfacher.
Allerdings ist man vermutlich erst so richtig irgendwo anders angekommen, wenn man denn endlich aufgehört hat wieder in Heimat- oder Ursprungswährung umzurechnen. Obwohl wir das in Berlin mit der D-Mark ja eigentlich auch immer noch machen. So ein Döner kostet heute 5,60 D-Mark, kann das sein? Haben wir dafür nicht ursprünglich mal 3,50 D-Mark bezahlt, genausoviel wie einst ein halber Hahn gekostet hat. Isst heutzutage noch jemand halbe Hähne vom Döner an der Ecke mit einer Portion Fritten dazu? Das war damals nach der Wende irgendwie unglaublich heiß und angesagt (zu Sachen, die man früher gemacht hat und bei denen man sich fragt, warum das heute nicht mehr der Fall ist kommen wir dann hoffentlich noch mal hier drüben).
Egal, so lange ich einen Liter bleifreies Super für 1,15 € bekomme, rechne ich gern hin und her und verzichte auf das vollständige Ankommen hier. Um jetzt aber mal den Einbruch der Quote im Kinderfernsehen und die international Finanzkrise zusammen zu bekommen: Das sind beides Sachen, die ich mir beim besten Willen nicht erklären kann. Denn so magische Fragen wie: Warum ist es schlecht für die deutsche Wirtschaft wenn der Euro im Vergleich zum Dollar besser dasteht wenn wir uns doch T-Shirts und Lebenskultur aus den USA für billiger kaufen können?, die kann ich nicht beantworten und leider auch nicht mit der Erdrotation oder der Krümmung der Erdoberfläche begründen. Meinen beiden Helfern wenn es zu den anderen großen Fragen des alltäglichen Lebens kommt.