Wie läuft’s eigentlich?

Inzwischen ist es tatsächlich schon über ein Jahr her, dass wir unser Podcast-Experiment »Läuft schon…« gestartet haben. Am 15.01.2012 gab’s das Intro zu hören, das wir irgendwann im letzten Drittel des Jahres 2011 in einer Bier- und Cola-Laune in ein iPhone gesprochen und mit Songify verhunzt hatten. Am Tag darauf haben wir die sogenannte »Nullnummer« aufgenommen und hochgeladen und seit dem sind es noch 17 weitere Folgen geworden.

Es hat also nicht alles ganz so regelmäßig geklappt, wie wir uns das mal vorgenommen hatten und hat auch die Höhen und Tiefen erlebt, die wohl mitkommen, wenn man Aufnahmen ohne Konzept und größtenteils ohne Vorbereitung macht.

So manches Mal stand ich dabei an dem Punkt, dass ich eigentlich nicht mehr weitermachen wollte, mich für das, was ich gesagt hatte, schämte oder mich glattweg gar nicht mehr traute, noch einmal in die Folge reinzuhören. Aber das ist wohl Teil der Übung, die helfen soll, sich mit der eigenen Stimme und den Gedanken etwas vertrauter zu machen und das Reden und Erzählen von Dingen zu üben. Vermutlich sind wir alle da auf einem ganz guten Weg, nur eben unterschiedlich geduldig.

Eine Sache aber war über lange Zeit hinweg furchtbar: Unser technischer Aufbau. Wobei »Aufbau« übertrieben ist und die Tatsache verschleiern soll, dass wir im Wesentlichen ein Kondensatormikrofon in die Mitte meiner halligen Küche gehangen und das Ganze direkt ins MacBook aufgenommen hatten.

Glücklicherweise hat Christian von der Hörsuppe stets auf uns verwiesen und uns damit auch ermutigt, Geld in die Hand zu nehmen und dem Ohrenschmerz etwas Abhilfe zu schaffen. Danke, Christian!

Jetzt ist die Geschichte all unserer technischen Aufbauversuche, Fehlkäufe, sowie audiotechnischer Unbedarftheit etwas, dass eine Novelle füllen könnte – und ich kann nicht sagen, dass es mich nicht reizen würde, diese eines Tages aufzuschreiben. Denn an der Pein und den Irrungen und Wirrungen sollte man andere, die evt. Ähnliches durchmachen, teilhaben lassen. Für den Moment soll hier aber nur kurz aufgezeigt werden, womit wir gerade aufnehmen.

Da unser lieber Freund Hannes uns seit kurzer Zeit bereichert, haben wir die Aufnahmesituation direkt auf vier Personen ausgelegt.

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Im Zentrum steht das Behringer Xenyx X1204USB Mischpult* (wobei die Version ohne »X« auch gereicht hätte, siehe Fehlkaufhinweis oben). In dieses Mischpult gehen wir mit vier Monacor BH008 Headsets*. Diese enden auf 6,3mm Klinkensteckern und geben deshalb nicht genug Ausgangssignal ans Mischpult ab. Daher haben wir sie mit weiblichen-Klinken-zu-männlichen-XLR-Adaptern überbrückt. Am Mischpult ist für jeden von uns der Low Cut eingeschaltet, die Mikrofone sind entsprechend der Positionierung der Sprecher im Raum auch etwas verteilt und der Kompressoer ist für alle jeweils zur Hälft aufgedreht. Jetzt noch die lauten Sprecher etwas runtergezogen und die leisen etwas nach oben und dann geht die Summe vom Mischpult zum einen an den Behringer HA400 Kopfhörerverstärker. Dort kann sich jeder die Summe in der gewünschten Lautstärke zurück auf das Headset geben. Zum anderen geht die analoge Summe dann über USB an ein MacBook Pro 13″ und wird in diesem per GarageBand aufgenommen.

Wenn wir mit der Aufnahme durch sind schneiden wir vorn und hinten Unnützes ab, geben die Datei an iTunes rüber, schnappen sie uns dann und schicken sie an Auphonic, damit dort etwas Magie auf die Aufnahme gelegt wird. Danach geht’s ab zu WordPress und von dort per Feedburner in das iTunes Podcast Directory (« Abonnieren Sie jetzt!).

Das Setup ist fern von perfekt (v.a., da wir den Gain am Mischpult dank Klinke-zu-XLR noch voll aufdrehen müssen und uns somit ein recht unangenehmes Grundrauschen ins Haus holen, das Auphonic glücklicherweise erlegen kann), aber für den Moment sind wir sehr glücklich mit dem Fortschritt. Mal sehen, wohin es noch gehen kann.

Danke für’s Zuhören, das Feedback und die Unterstützung!

* Amazon Affiliate-Link, von dem ein paar Prozent des unveränderten Kaufpreises an uns zurück gehen und damit das Podcast-Projekt unterstützen.

Veröffentlicht von

konrad.

Eighty percent of success is showing up.

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