Wie war eigentlich die typische Ostschrippe?

In meiner Erinnerung klein, teigig und wetterabhängig – vor allem aber weich. Im Wesentlichen so, wie man sie bis vor ein paar Jahren noch in dem kleinen Bäcker in der Raumerstr. bekommen hat. Oder so, wie man sie noch bis dato in dem genauso kleinen Eckladen Varnhagenstr./Kuglerstr. bekommt.

Was mit der typischen Ostschrippe (zumindest der meiner Erinnerung) allerdings nie passiert wäre ist das Folgende:

schrippen.jpg

Vorher/Nachher-Drücktest

Das große Problem bei der oben abgebildeten Schrippe ist, dass sie aussen sehr hart und trocken war und im Inneren nur unwesentlich weicher. Mein Fehler war auch, sie nicht bei einem alteingesessenen Bäcker gekauft zu haben, sondern dafür im Schwäbischen Bäcker Prenzlauer Allee/Danziger Str. gewesen zu sein.

Man verstehe das bitte nicht als Geranze gegen Zugezogene. Zumal man mir ja auch gern meine Zugezogenheit vorhält, obwohl ich da ja der Meinung bin, dass über 20 Jahre an einem Ort diesen Status aufheben und wenn man dann auch noch mindestens einen System- und zwei Währungswechsel vor Ort erlebt hat sollte man fein raus sein. Aber das ist ein anderes Thema.

Was ich sagen will: mea culpa! Man kauft ja auch kein Rindfleisch beim Inder oder Autos bei Opel… Insofern ist mir bewusst, dass ich die Ostschrippen in Zukunft wieder in einem ostigen Laden kaufen sollte, aber wie ist die denn tatsächlich? Hat jemand mal eine Studie zum Schrippen-Kult während des Studiums gelesen oder verfügt über anderweitig brauchbare Informationen? Heiße Tips für die beste Ostschrippe der Stadt nehme ich auch gern entgegen.

Veröffentlicht von konrad.

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3 Kommentare

  1. in der schönfließer str gibt’s auch noch ostschrippen. hennings eltern sind da wohl auch ganz vernarrt darin..die werde ich mal auch nach ihrer quelle befragen. „klein, teigig und wetterabhängig“ trifft es meiner meinung nach sehr gut – da stellt sich die frage, warum du so eine unbedingt essen willst. :)

  2. stimmt, ich entsinne mich, dass ich von frauke bei der einweihungsfeier noch ein paar zugesteckt bekam aus einem ca. 500 schrippen-sack, den hennings eltern wohl mitgebracht hatten…
    und zu deiner frage: es ist wie ein stück erinnerung, nur zum essen…

  3. Es gibt sie, die Ostbäcker, auch wenn manche von ihnen kleinere und irgendwann vielleicht auch gar keine Brötchen mehr backen werden.

    Zum Beispiel: „Der Brötchengeber“, ehemals Bäckerei Bäcker, seit mehr als 34 Jahren in Berlin Adlershof (Dörpfeldstraße) oder aber auch in Berlin Schöneweide (Siemensstraße).

    Beste Grüße,

    Andreas

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