Der Diderot-Effekt

Wo ich doch gerade das Gefühl hatte, mir zu meinem MacBook einen mstand kaufen zu müssen und dies dann auch in die Tat umgesetzt habe. Wo ich zu meinem HD-Camcorder eine etwas teurere SDHC-Karte kaufen musste, weil die günstigere bereits nach einem Tag die Grätsche gemacht hat. Und dann auch noch wo ich das Gefühl habe, zu einem HD-Camcorder bräuchte es eigentlich auch einen HD-Fernseher, da kann ich ja mal auf einen bereits vor einiger Zeit in der »Zeit« erschienen Artikel verweisen, der sich mit genau diesem Phänomen beschäftigt. Jürgen v. Rutenberg beschreibt dort nämlich genau, wie es kommt, dass Gegenstände Macht über uns erlangen und dann nach anderen, neuen Gegenständen verlangen.

Oder um ein wenig allgemein zugängliches Wissen zu zitieren:

Der Diderot-Effekt ist ein Begriff aus der Konsumforschung.

Er beschreibt, wie Menschen, nachdem sie einen Gegenstand gekauft haben, in den Zwang geraten können, weitere Käufe zu tätigen, um ein passendes Gesamtbild zu schaffen.

Jemand kauft zum Beispiel einen neuen Sessel, der farblich nicht zu den vorhandenen Sesseln in seiner Wohnung passt. Dadurch gerät er in den psychologischen Zwang, auch die vorhandenen restlichen Sessel durch ins Gesamtbild passende zu ersetzen. Dadurch passt dann aber beispielsweise der Schrank nicht mehr ins Gesamtbild und auch er muss ersetzt werden usw.

Die Bezeichnung geht auf Denis Diderot zurück, der in einem Aufsatz sagt: „Mein alter Hausrock und der ganze Plunder, mit dem ich mich eingerichtet hatte – wie gut paßt eins zum anderen! […]“.

http://de.wikipedia.org/wiki/Diderot-Effekt