{"id":627,"date":"2010-06-26T12:41:13","date_gmt":"2010-06-26T10:41:13","guid":{"rendered":"http:\/\/differentialdiagnose.gerndesign.de\/?p=627"},"modified":"2012-10-15T22:31:38","modified_gmt":"2012-10-15T20:31:38","slug":"tag-9-san-francisco-das-omelette-des-todes","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/differentialdiagnose.gerndesign.de\/index.php\/tag-9-san-francisco-das-omelette-des-todes\/","title":{"rendered":"Tag 9 \u2013 San Francisco \u2013 Das Omelette des Todes"},"content":{"rendered":"<p>alternativer Titel dieses Eintrags: No pictures for you!<\/p>\n<p>Wechselkurs 1\u20ac\/1,361$<\/p>\n<p>Das Ende r\u00fcckt unaufhaltsam immer n\u00e4her. Das ist eine allgemeing\u00fcltige Wahrheit, der sich keiner entziehen kann, meist denkt man aber in gr\u00f6\u00dferen Zusammenh\u00e4ngen, so dass es einem wenig auff\u00e4llt. Was unsere Reise anging, und im Speziellen die Zeit in San Francisco, gab es aber kein Entrinnen. Deshalb galt es, noch einmal the most out of now zu maken und deshalb sind wir zum Fr\u00fchst\u00fcck mit dem Bus nach Downtown SF gefahren, um uns der Urangst vor dem Abtreten zu stellen, materialisiert in Form\u00a0des, mir schon lange bevor ich wusste, dass ich jemals hierher fahren w\u00fcrde angepriesenen, \u00bbOmelette des Todes\u00ab. Fachgerecht verzehrt von unserem internen Cholesterinberater Armin, der gern einmal etwas elaborieren darf, worauf es beim perfekten Omelette ankommt!<\/p>\n<p>Was auch immer mich dazu getrieben hat, mich dieser Herausforderung nicht zu stellen \u2013 meine Todesphobie oder mein schier endloser Optimismus in nicht allzu ferner Zukunft eine zweite Chance aufs ger\u00fchrte Ei zu bekommen \u2013 ich hatte mir an diesem Morgen ein paar Erdbeerwaffeln reingepfeffert.<\/p>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck stellten wir uns einer der letzten gro\u00dfen Herausforderungen unserer Zivilisation, dem richtigen Umgang mit Wartezeiten. Die Stadt war uns inzwischen hinl\u00e4nglich vertraut und als Alterswohnsitz oder f\u00fcr ein paar mittlere Jahre abgenommen und so hie\u00df es: Tr\u00f6deln. Also schlugen wir die Zeit in ein paar Kaufh\u00e4usern tot und ergingen uns in ergebnislosen \u00dcberlegungen, wie denn eine Wendelrolltreppe funktionieren k\u00f6nne.<\/p>\n<p><object width=\"425\" height=\"344\" classid=\"clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000\" codebase=\"http:\/\/download.macromedia.com\/pub\/shockwave\/cabs\/flash\/swflash.cab#version=6,0,40,0\"><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\" \/><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\" \/><param name=\"src\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/8hg8rmukcBg&amp;hl=de&amp;fs=1\" \/><param name=\"allowfullscreen\" value=\"true\" \/><\/object><br \/>\n<span style=\"font-size: 10px;\">Man beachte Armins Versuch, mir bei Sekunde 10 subtil auf den Hintern zu filmen!<\/span><\/p>\n<p>F\u00fcr Armin gab es am Fu\u00dfe der Rolltreppe neue Schonbez\u00fcge f\u00fcr seinen eigenen Fu\u00dfe, aka. endlich die ersten Schuhe.<\/p>\n<p>Halbseitig freudig gestimmt konnten wir unsere derben Warteskills dann in Inner Richmond noch ein wenig ausbauen. So ging es noch einmal durch die Clement St. bis es denn Zeit werden sollte, das Super Shuttle zum Flughafen zu nehmen. Zeit genug also, noch einmal eine Entdeckung zu t\u00e4tigen und in dem verr\u00fcckten Sandwichladen \u00bbHaig&#8217;s Delicacies\u00ab Verpflegung zu besorgen.<\/p>\n<p>Endlich im Shuttle sitzend hatten wir gehofft, nur noch eine Person um die Ecke abholen zu m\u00fcssen und damit Downtown meiden zu k\u00f6nnen, aber wie es nunmal so ist, das genaue Gegenteil trat ein \u2013 Danke, Eddie Murphy! (Der und seine Legislative immer\u2026)<\/p>\n<p>Dieser etwas l\u00e4ngere Weg bot uns aber die Gelegenheit, uns noch mal abgrundtief f\u00fcr unsere Herkunft zu sch\u00e4men, denn was kann man einem kasachischen Hitler-Fussball-deutsche Autos-Fan als Fahrer entgegnen, wenn der einem vehement zu erkl\u00e4ren versucht, warum H. so ein \u00bbgood man\u00ab war, was das Tolle an \u00bbunseren\u00ab Autos ist und das Olli Kahn einfach mal der Titan ist und bleibt?<\/p>\n<p>Doch auch die gr\u00f6\u00dfte Pein nimmt ein Ende (ich habe das Gef\u00fchl, das k\u00f6nnte zu meinem Credo werden, oder meiner Grabesinschrift\u2026) und so gab es irgendwann einen R\u00fcckflug nach New York anzutreten.<\/p>\n<p>Das on board-Filmprogramm bestand aus nur einer Nummer, \u00bbWhere the wild things are\u00ab, oder wie Armin den Film nannte \u00bbdit mit dem Wolfskind\u00ab. Auch an Bord dieser Maschine gab es keine Verpflegung, aber wir waren ja mit Schnittchen von \u00bbHaig&#8217;s\u00ab ausgestattet. Trotzdem ist das eine gro\u00dfe Schummelbude mit Alaska Air gewesen, denn deren Flug war \u00bboperated by American Airlines\u00ab, und die, liebe Kinder, gilt es zu meiden!<\/p>\n<p>Sehr sp\u00e4t des n\u00e4chtens kamen wir dann wieder in unserem New Yorker Hostel an und durften ein neues Doppelzimmer, dieses Mal mit Etagenbett, beziehen. Zum Wegd\u00f6sen gab es dann noch bis 3:30 Uhr schlechtes amerikanisches Fernsehen (Tautologie?), u.a. mit unserem neuen Lieblingsformat \u00bbLopez Tonight\u00ab aus Burbank, California, dem angeblich neuen Zentrum des Sonnensystems. Wer sich mal richtig ekeln will, der suche einfach einen Er\u00f6ffnungsmonolog von Lopez bei YouTube und versucht, den durchzuhalten\u2026<\/p>\n<p>In dieser Nacht haben wir dann geschlafen wie Steine und es ist uns bis zum heutigen Tage nicht klar, ob es an den wunderbaren 40x80cm Kissen lag oder schier der Tatsache geschuldet war, dass nach so langer Zeit endlich wieder jeder eine Matratze f\u00fcr sich hatte. Ich meine bei aller durchlebter Bromance in diesen Tagen, die einzige verbliebene Erholungsphase des Tages sollte dann doch eine Einzeldisziplin sein\u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>alternativer Titel dieses Eintrags: No pictures for you! Wechselkurs 1\u20ac\/1,361$ Das Ende r\u00fcckt unaufhaltsam immer n\u00e4her. Das ist eine allgemeing\u00fcltige Wahrheit, der sich keiner entziehen kann, meist denkt man aber in gr\u00f6\u00dferen Zusammenh\u00e4ngen, so dass es einem wenig auff\u00e4llt. 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