{"id":117,"date":"2007-11-07T23:48:09","date_gmt":"2007-11-07T21:48:09","guid":{"rendered":"http:\/\/differentialdiagnose.gerndesign.de\/?p=117"},"modified":"2007-11-07T23:48:09","modified_gmt":"2007-11-07T21:48:09","slug":"dinge-die-mich-zum-weinen-bringen-1","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/differentialdiagnose.gerndesign.de\/index.php\/dinge-die-mich-zum-weinen-bringen-1\/","title":{"rendered":"Dinge, die mich zum weinen bringen #1"},"content":{"rendered":"<p>Eine der schlimmsten Sachen der Welt ist der Telefonsupport. Ein Wort, dass man sp&#xE4;testens seit dem Kontakt mit den ausgelagerten Callcentern der Fujitsu-Siemens AG nur noch in Anf&#xFC;hrungszeichen schreiben sollte. Da mein sehr anstrengender Versuch, ein neues Display f&#xFC;r meinen alten Laptop zu ertelefonieren (kaputt war eigentlich das Mainboard [sic!]) jetzt schon einige Zeit zur&#xFC;ck liegt, w&#xE4;hle ich statt dessen einen j&#xFC;ngeren Vorfall, der mich tieftraurig machte.   <br \/>Die Firma 1und1 hat anscheinend einen riesigen Kundenstamm, vielleicht war das fr&#xFC;her auch einmal zu Recht so. Ich kann mich zwar an Zeiten erinnern, in denen deren Server regelm&#xE4;&#xDF;ig ausfielen oder gewartet werden mussten, was glaube ich eine Tautologie ist, aber insgesamt waren sie doch f&#xFC;r ein paar Jahre ganz gut, vor allem, wenn man in die Internetwelt erst einsteigen wollte.    <br \/>Heutzutage sind die Angebote im Bereich Webhosting, ach was sage ich, die Angebote von 1und1 &#xFC;berhaupt fernab von zeitgem&#xE4;&#xDF;. Php-f&#xE4;hige Server sind nicht bezahlbar, der Traffic ist limitiert, von Subdomains kann man in normalen Tarifen nur tr&#xE4;umen und &#xFC;berhaupt fehlt es vorne und hinten. Also entschlie&#xDF;t man sich zum n&#xE4;chstlogischen Schritt und k&#xFC;ndigt mal eben schnell seinen Vertrag, bevor sich die Mindestvertragslaufzeit (wir merken es uns als eines der Unw&#xF6;rter des Jahres vor) sich wieder einmal um einen schweinischen Zeitraum verl&#xE4;ngert. Aber Pustekuchen. Bis ein Normalsterblicher herausgefunden hat, dass man zur K&#xFC;ndigung nicht &#xFC;ber den normalen Login-Bereich gehen muss, sondern sich auf der Subdomain (klingelt&#8217;s?) &quot;Vertrag&quot; einloggen muss, vergehen schon mal 2-3 Arbeitstage. Dann dort angekommen passiert das N&#xE4;chste. Man sollte nicht glauben, sich hier mit dem Namen der von sich bestellten Domain einloggen zu k&#xF6;nnen, nein, man braucht auch nicht die Vertragsnummer, um den Vertrag zu k&#xFC;ndigen, man braucht die Kundennummer. Und wo steht die? Richtig. Im normalen Login. Also dorthin, Nummer kopiert, zur&#xFC;ck zum vorigen Login, das ganze halb verzweifelt in die Tastatur, die ja nun gar nichts daf&#xFC;r kann, reingepr&#xFC;gelt und auf bessere Zeiten gehofft. Dann kann man k&#xFC;ndigen, muss noch f&#xFC;nf unn&#xF6;tige Klicks machen, um dann auf eine Seite zu kommen auf der eine Telefonnummer erscheint. Warum nur? Ist eine Sicherheitsma&#xDF;nahme, logisch. Also dort angerufen, dem Menschen am anderen Ende des Rohres erkl&#xE4;rt, dass man wirklich k&#xFC;ndigen will und noch hinterhergeschickt, dass der einzige Grund der ist, dass man inzwischen glaubt das blaue Formular zum Antrag auf Passierschein 38A richtig ausgef&#xFC;llt zu haben. Danach wird prompt ein .pdf freigegeben, dass man sich ausdrucken darf. Das Ganze unterschrieben und per Fax oder, wie in meinem Falle, Briefpost nach Karlsruhe tragen lassen und dann sollte es doch mal gehen, nicht wahr? Ja, manchmal tut es das. Manchmal aber, da verschwindet so ein Schreiben auch auf unerkl&#xE4;rliche Weise in den Weiten der Deutschen Post AG, ein k&#xFC;mmerlicher Verein f&#xFC;r sich, und denn wird es ganz d&#xFC;ster in Deutschland. Dann n&#xE4;mlich wird die K&#xFC;ndigung als storniert angesehen und, hier eine Nivellierung, der Vertrag f&#xFC;r nur noch 6 Monate verl&#xE4;ngert.    <br \/>Aber eigentlich wollte ich mich ja dar&#xFC;ber aufregen, wie schlimm es am Telefon war. Ich hatte n&#xE4;mlich versucht heraus zu bekommen, warum die Best&#xE4;tigung der K&#xFC;ndigung nicht ankommt. Es war nat&#xFC;rlich, wie oben beschrieben, nie der entscheidende Brief angekommen. Aber um das zu erfahren, galt es erst einmal mehrere 14 Ct.\/min. dem Teufel in den Rachen zu werfen und mit einer debilen Computerdame dar&#xFC;ber zu streiten, was man denn gerade in den Apparat gesungen oder per Tasten eingegeben hat. Dann kommt man doch wieder zu einer ahnungslosen Mitarbeiterin, die mit Fl&#xFC;sterstimme ihr Unwissen erkl&#xE4;rt und einen mal eben in die Warteschleife stellt, um bei den Kollegen die n&#xF6;tigen Informationen einzuholen. Die Musik der hirntoten Kapelle auf Band ist dann nat&#xFC;rlich wieder vollkommen &#xFC;bersteuert, so dass man denkt, man w&#xE4;re Van Gogh und m&#xFC;sse sich jetzt rasch das Ohr abschneiden. Das Ende der ganzen Geschichte war dann die Aufforderung, einfach noch mal den n&#xF6;tigen Schriebs loszuschicken und zu hoffen, dass es diesmal klappen w&#xFC;rde. Zusagen f&#xFC;r eine fristgerechte K&#xFC;ndigung nat&#xFC;rlich ausgeschlossen.    <br \/>Also 1und1, ihr bringt mich zum weinen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine der schlimmsten Sachen der Welt ist der Telefonsupport. Ein Wort, dass man sp&#xE4;testens seit dem Kontakt mit den ausgelagerten Callcentern der Fujitsu-Siemens AG nur noch in Anf&#xFC;hrungszeichen schreiben sollte. 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