Berlin nervt #01

Wir Deutschen schauen ja sehr gerne mal nach Skandinavien rüber, insbesondere nach Schweden. Und mit neiderfüllter Stimme berichten wir uns gegenseitig von all den Errungenschaften der schwedischen Gesellschaft und all den Dingen, die so einfach wie genial sind, punktum Sachen, die wir uns eigentlich mal abgucken sollten.

Und dann gehst du in ein Einkaufszentrum oder einfach ein mehrstöckiges Geschäft, dessen Etagen mit Rolltreppen verbunden sind und du fragst dich, wie ernst dieser Innovationswille eigentlich wirklich gemeint ist.

In weniger als der halben Geschwindigkeit einer durchschnittlichen schwedischen Rolltreppe zeitlupt man mit all den dicken Monstern Ruck um Ruck nach oben, aber das ist dann auch egal, denn es ist ja nicht so, als wenn man durch den Einsatz von Muskelkraft eine Chance haben würde, schneller nach oben zu kommen. In Deutschland nämlich, da stehen wir immer möglichst nebeneinander auf Rolltreppen. Fast scheint es, der gemeine Deutsche könne nicht allein auf diese Fahrebene treten, so wie das landläufig immer vom Toilettengehverhalten geschlechtsreifer junger Dinger behauptet wird…

Ich weiß nicht mehr, wer es war und wo er es sagte (man ergänze diese Information gern für mich), aber an dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen, dass es »Rolltreppe« heißt und nicht »Rollstehe«!

+++UPDATE+++
Armin war so freundlich, mich darauf hinzuweisen, dass es beim guten alten Flix war. Siehe hier: http://der-flix.de/index.php?preselect=734

Veröffentlicht von

konrad.

Eighty percent of success is showing up.

2 Gedanken zu „Berlin nervt #01“

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