Differentialdiagnose

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und nichts als die Wahrheit

Tag 11 – New York – Bye, bye, bye…

alternativer Titel dieses Eintrags: Raindrops keep falling on my head

Wechselkurs 1€/1,3514$

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Picture is not related…

Am letzten halben Tag in New York und somit auch in den USA ging für uns beide nicht mehr sonderlich viel. Es gab ein umfangreiches Frühstück mit Rührei, Kartoffeln und einem Tuna Melt Bagel (genauer gesagt nur einem halben, die andere Hälfte hatte es dann zwar noch bis nach Berlin aber auch direkt in meinen Mülleimer geschafft). Schuld an dieser Verschwendung war die nette ältere Dame, die uns an diesem Morgen bediente und mir mit ihren gefühlten 250 Jahren Berufserfahrung nicht nur in einer Bierruhe sämtliche mir zur Auswahl stehenden Ei-Zubereitungsarten herunterbeten konnte, sondern auch noch ein paar Bratkartoffeln mit andrehte, da ich wohl irgendwie so aussah, als wenn ich die gebrauchen könnte.

New York zeigte sich von seiner abschiedsfreudigsten Seite und präsentierte ein wunderbares Wetterchen, um wieder nach Hause zu fliegen. Im Dauerregen und irgendwann dann ziemlich durchgeweicht hatten wir noch ein paar Touri- und Mitbringselsachen besorgt und dann versucht, in der Hostel-Lobby zu chillen. Leider war die weniger Lobby als Mini-Sitzecke am Empfang, also gingen wir noch einmal ums Karree.

Im Europa-Café (lustig, was Amerikaner so für europäisch halten!) konnten wir noch etwas abhängen, ohne dass wir direkt nach dem Kaffee rausgeworfen worden wären und vertrieben uns die Zeit mit kleinen Spielchen auf dem iPhone, die wir noch vor zwei Jahren mit Begeisterung auf kariertem Papier gespielt hätten.

Sichtlich planlos, was mit den letzten Minuten anzufangen wäre machten wir uns dann ziemlich früh zum Flughafen auf. Nahmen noch ein teures Bier/eine teure Cola in der Flughafenbar zu uns und konnten etwas schlechten internationalen Fussball geniessen.

Auf dem Rückflug nach Berlin gab es dann wenig Schlaf und ein Filmprogramm bestehend aus den drei Titeln »The Secret Life of the Bees«, »Love Happens« und »The Invention of the Lie«, an die ich überhaupt keine Erinnerung what-so-fucking-ever mehr habe, so sehr müssen sie mich wohl berührt haben.

Und dann waren wir auf einmal wieder zu Hause und hatten einen Kampf mit Mister Jet Li…äh Lag…auszutragen, den nur fünfzig Prozent der Reisegruppe bestehen sollten. Und ich war es nicht. Now make an educated guess!

Tag 10 – New York – Knishtief downtown

alternativer Titel dieses Eintrags: Senda salami to your boy in the army

Wechselkurs 1€/1,3599$

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Wraps, die Leibspeise der indigenen amerikanischen Rap-Kapelle Wu-Tang-Clan, deren Name durch eine Verkürzung des Crew-Namens »W« und deren Lieblings-Gesangsstil »rap« Anfang des 19. Jh. entstand. Wichtig sind in der leichten Frühstücksvariante die Bratkartoffeln wegen des übersättigenden Effekts und das Stück Orange, weil es ein fröhlich bunter Klecks auf dem Teller ist.

Dieser Tag begann, wie sollte es anders sein, mit einem dicken Frühstück. Diesmal in der 14th St. und direkt nach der wenig cleveren Entscheidung, einen Boston Kreme Donut vorwegzuschicken. Das stellte sich besonders im Hinblick auf die folgende langanhaltende Übelkeit als so etwas wie ein Fehler heraus.

Da es unser letzter kompletter Tag in den USA werden sollte, gedachten wir, diesen für einen kleinen Einkaufsbummel zu nutzen. So besorgten wir also ein paar Geschenke und Mitbringsel für die Lieben und die weniger Lieben daheim, konnten aber weiterhin keinen Laden finden, der einem ein paar nette Converse verkaufen wollte. Statt dessen standen wir plötzlich vor einem einem Beauty Spa mit einem zumindest fragwürdigen Angebot…

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$100?! Da muss es doch jemandem geben, der es einem günstiger macht…

Wer eine alternative Aussicht aus einer deutlich geringeren (im Vergleich zum Empire State Bldg. u.ä.), aber immer noch sehr brauchbaren Höhe genießen möchte, der kann sich auf den Weg zum Hotel Bowery (3rd Ave./3rd. St.) machen. Mit jugendlichem Übermut und dem Gehabe eines Gastes in diesem Hause sind wir an den Pagen und der Dame am Empfang vorbeigeglitten, scharf links eingschlagen, als wüssten wir, was wir tun und fanden uns dann glücklicherweise vor dem Fahrstuhl wieder. Mit dem kann man so hoch fahren, wie es eben nur möglich ist, muss dann aber noch zwei, drei Etagen zu Fuß gehen und findet sich dann vor der Tür zur Terrasse, die etwas wackelig wirkt, dafür aber komplett menschenleer ist und einen netten Blick auf die Nachbarschaft eröffnet.

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Gegenüber vom Hotel gab es dann einen ersten Milchkaffee des Tages, in der Hoffnung, die dünne Brühe, die uns nun schon seit über einer Woche beim Frühstück vor den Latz geknallt wurde, vergessen zu machen. Und wenn es schon keine Schuhe für uns zum Anziehen geben sollte, dann doch wenigstens einen Bio-Öko-Kaffee, der einem diese auszieht.

Vollkommen kaffeeverstrahlt humpelten wir dann weiter an den Ort, wo Harry Sally traf, oder zumindest in den Laden, in dem sie ihm so eindrucksvoll einen vorgetäuschten Orgasmus vorgeführt hat – Katz’s Delicatessen. Da ich schon häufig davon gelesen hatte, aber nie wirklich wusste, was es tatsächlich ist, gönnte ich mir dort ein Pastrami-Sandwich. Ein Sandwich, dass sich als das teuerste der Welt (zumindest meiner kleinen) herausstellte und von dem ich nicht einmal ein Foto angefertigt habe. Da der gute, junge Mann den Senf vergessen hatte, wurde der Verzehr eine nicht nur unglaublich fettige, sondern auch trockene Angelegenheit, aufgeheitert nur durch die salzigsten Gurken, die auf Gottes grüner Erde wandeln und mir in ein paar Blätter Papier eingeschlagen wurden, was ein suppiger Spaß wurde.

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Katz’s Delicatessen – und jeder berühmte Amerikaner war schon dort und hat sich mit einem Lächeln für die Wall of Fame ablichten lassen.

So gestärkt, dehydriert und mit puckernden Herzkranzgefässen ging es weiter in den Law and Order-District, bekannt aus Film und Fernsehen und schließlich, aus offensichtlichen Gründen, auf die Avenue of the Finest.

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Die Ambulette, nicht nur eine platzsparende Kombination aus Ambulance und Bulette, sondern auch eines der Imbissmobile, das Hungerleidenden rasch eine Frikadelle in die hohle Hand zaubert.

Man ahnt es sicher schon seit Tag eins und auf Grund der frequenten unterschwelligen Fuß-Fetisch-Anspielungen, wir sollten doch noch mal Glück haben. Aber wie so oft im Leben mussten wir zuvor erst sämtliche Hoffnungen und ein Stück weit uns selbst aufgeben, bevor wir in das tatsächliche Einkaufsparadies kamen, das Stück vom Broadway das tief in Downtown NY liegt. So hieß denn endlich: sss – shoe shopping spree.

Allerdings stellten sich sowohl meine, in der Euphorie gleich im ersten Laden, der welche hatte, gekauften, als auch die mitgebrachten Chucks als je ungefähr eine halbe Nummer zu klein heraus, um damit noch so etwas wie Spaß zu haben. Und die schweren Adidas-Treter mögen zwar gut aussehen, bei den aktuellen Temperaturen aber sind sie alles andere als tragbar.

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Kommen wir zum single most major let-down der Reise, einem Spiel in der Nordamerikanischen Basketball-Profiliga. Bereits während der ersten Tage hatten wir uns Karten für die Knicks gegen die Bucks besorgt und so sahen wir diesem Ereignis mit einer gewissen Freude entgegen, u.a. weil Tracy McGrady gerade zu den Knicks gekommen war (oder hab ich das erst am Abend des Spiels erfahren?). Eine ausführliche Besprechung dieses Monate zurückliegenden Spiels können wir sicher bei Armin erbitten, wenn wir bei drei alle ganz laut seinen Namen rufen!

NBA hin oder her, das war schlimmer Basketball, den man auch in Europa eigentlich gar nicht sehen mag, lediglich ein Spieler der Bucks, dessen Name mir allerdings auch schon wieder entfallen ist, lieferte eine halbwegs akzeptable und unterhalsame Leistung ab und so konnten die Gastgeber verdient mit 67:83 aus der eigenen Halle gefegt werden.

Und wie immer, wenn man enttäuscht ist, gibt es eine Sache, die es wieder etwas besser macht: Pizza! Also holten wir uns in dem kleinen Laden unweit unseres Hostels ein paar Slices, Cola, Bier und Zigaretten und setzten uns noch eine Weile auf die Terrasse unserer Unterkunft, auf der es für Mitte Februar jetzt auch in New York erstaunlich angenehm war.

Tag 9 – San Francisco – Das Omelette des Todes

alternativer Titel dieses Eintrags: No pictures for you!

Wechselkurs 1€/1,361$

Das Ende rückt unaufhaltsam immer näher. Das ist eine allgemeingültige Wahrheit, der sich keiner entziehen kann, meist denkt man aber in größeren Zusammenhängen, so dass es einem wenig auffällt. Was unsere Reise anging, und im Speziellen die Zeit in San Francisco, gab es aber kein Entrinnen. Deshalb galt es, noch einmal the most out of now zu maken und deshalb sind wir zum Frühstück mit dem Bus nach Downtown SF gefahren, um uns der Urangst vor dem Abtreten zu stellen, materialisiert in Form des, mir schon lange bevor ich wusste, dass ich jemals hierher fahren würde angepriesenen, »Omelette des Todes«. Fachgerecht verzehrt von unserem internen Cholesterinberater Armin, der gern einmal etwas elaborieren darf, worauf es beim perfekten Omelette ankommt!

Was auch immer mich dazu getrieben hat, mich dieser Herausforderung nicht zu stellen – meine Todesphobie oder mein schier endloser Optimismus in nicht allzu ferner Zukunft eine zweite Chance aufs gerührte Ei zu bekommen – ich hatte mir an diesem Morgen ein paar Erdbeerwaffeln reingepfeffert.

Nach dem Frühstück stellten wir uns einer der letzten großen Herausforderungen unserer Zivilisation, dem richtigen Umgang mit Wartezeiten. Die Stadt war uns inzwischen hinlänglich vertraut und als Alterswohnsitz oder für ein paar mittlere Jahre abgenommen und so hieß es: Trödeln. Also schlugen wir die Zeit in ein paar Kaufhäusern tot und ergingen uns in ergebnislosen Überlegungen, wie denn eine Wendelrolltreppe funktionieren könne.


Man beachte Armins Versuch, mir bei Sekunde 10 subtil auf den Hintern zu filmen!

Für Armin gab es am Fuße der Rolltreppe neue Schonbezüge für seinen eigenen Fuße, aka. endlich die ersten Schuhe.

Halbseitig freudig gestimmt konnten wir unsere derben Warteskills dann in Inner Richmond noch ein wenig ausbauen. So ging es noch einmal durch die Clement St. bis es denn Zeit werden sollte, das Super Shuttle zum Flughafen zu nehmen. Zeit genug also, noch einmal eine Entdeckung zu tätigen und in dem verrückten Sandwichladen »Haig’s Delicacies« Verpflegung zu besorgen.

Endlich im Shuttle sitzend hatten wir gehofft, nur noch eine Person um die Ecke abholen zu müssen und damit Downtown meiden zu können, aber wie es nunmal so ist, das genaue Gegenteil trat ein – Danke, Eddie Murphy! (Der und seine Legislative immer…)

Dieser etwas längere Weg bot uns aber die Gelegenheit, uns noch mal abgrundtief für unsere Herkunft zu schämen, denn was kann man einem kasachischen Hitler-Fussball-deutsche Autos-Fan als Fahrer entgegnen, wenn der einem vehement zu erklären versucht, warum H. so ein »good man« war, was das Tolle an »unseren« Autos ist und das Olli Kahn einfach mal der Titan ist und bleibt?

Doch auch die größte Pein nimmt ein Ende (ich habe das Gefühl, das könnte zu meinem Credo werden, oder meiner Grabesinschrift…) und so gab es irgendwann einen Rückflug nach New York anzutreten.

Das on board-Filmprogramm bestand aus nur einer Nummer, »Where the wild things are«, oder wie Armin den Film nannte »dit mit dem Wolfskind«. Auch an Bord dieser Maschine gab es keine Verpflegung, aber wir waren ja mit Schnittchen von »Haig’s« ausgestattet. Trotzdem ist das eine große Schummelbude mit Alaska Air gewesen, denn deren Flug war »operated by American Airlines«, und die, liebe Kinder, gilt es zu meiden!

Sehr spät des nächtens kamen wir dann wieder in unserem New Yorker Hostel an und durften ein neues Doppelzimmer, dieses Mal mit Etagenbett, beziehen. Zum Wegdösen gab es dann noch bis 3:30 Uhr schlechtes amerikanisches Fernsehen (Tautologie?), u.a. mit unserem neuen Lieblingsformat »Lopez Tonight« aus Burbank, California, dem angeblich neuen Zentrum des Sonnensystems. Wer sich mal richtig ekeln will, der suche einfach einen Eröffnungsmonolog von Lopez bei YouTube und versucht, den durchzuhalten…

In dieser Nacht haben wir dann geschlafen wie Steine und es ist uns bis zum heutigen Tage nicht klar, ob es an den wunderbaren 40x80cm Kissen lag oder schier der Tatsache geschuldet war, dass nach so langer Zeit endlich wieder jeder eine Matratze für sich hatte. Ich meine bei aller durchlebter Bromance in diesen Tagen, die einzige verbliebene Erholungsphase des Tages sollte dann doch eine Einzeldisziplin sein…

Tag 8 – San Francisco – Park Life

alternativer Titel dieses Eintrags: You can be the piggy-in-the-middle!

Wechselkurs 1€/1,361$

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Nur eines der vielen Autos in SF, die schon zu Columbos Zeiten über amerikanischen Asphalt rollten

Butter bei die Fische, der Stuhlgang stellt den Reisenden vor die größte Aufgabe im Urlaub. Wohnt man im Hotel/Hostel mit eigenem Bad, ist es schön, dort zu duschen, zum Kacken aber geht man auf den Flur. Also auf die Toilette auf dem Flur oder im Gemeinschaftsbereich oder sonstwo, egalwo, so lange man dadurch verhindern kann, die eigene kleine Bude zu verräuchern. Da wird mir wohl jeder noch so große Heimscheißer zustimmen, denn die Haus- und Hoftoilette hat man eh nicht zur Hand. Dieses Verrichten der Notdurft ist damit gezwungendermaßen etwas weniger intim, als man es von zu Hause kennt. Jeden Moment könnte jemand anklopfen, am Türknauf rütteln oder sich mit Aussagen bemerkbar machen, die die Konzentration arg leiden lassen. Wer diese etwas öffentlichere Variante des Abseilens als Spaß erlebt oder zu seinem Hobby machen möchte, dem sei »The Jesuit University of San Francisco« ans Herz gelegt. In deren sanitären Einrichtungen kann man sich frohen Mutes dem intimzonenfreien Kacken hingeben, denn die Abteile mit den Donnerbalken sind zwar vom restlichen Bereich abgetrennt, allerdings kann man durch die Spalten zwischen den Trennwänden locker die Gelben Seiten schieben ohne irgendwann Gefahr zu laufen, dass sie stecken bleiben würden. Dadurch kann man wunderbar kontrollieren, ob sich denn die Pissoirnutzer auch die Hände waschen, diese können aber genauso gut prüfen, ob man nachwischen musste oder das Kunststück eines Zauberwürstchens vollbringen konnte…

Nachdem wir diesen Sachverhalt dann ausreichend unter die Lupe genommen hatten, konnten wir noch einen lokalen Studenten kurz ansprechen, denn die wunderbare Aussicht vom Hof auf die Stadt (die Uni liegt auf einem Hügel weit oberhalb) war damit verbunden, dass wir uns in diesem kleinen Innenhof ein- bzw. aussperrten, was sich an einem Samstagvormittag auch schnell zu Schlimmerem hätte auswachsen können.

Da uns das Glück aber hold war konnten wir frisch erleichtert weiterziehen Richtung Haight-Ashbury, der homosexuellen Hochburg der Stadt.

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Wunderbar durch einen ins Bild rollenden Van verdeckt: Coffee to the People

An einer Ecke in den Stein geschlagen liegt dort das wunderbare kleine »Coffee to the People«, in dem man sich ganz anders als im Starbucks o.ä. mit einem Buch aus deren Regalen in Ruhe auf die Couchen flätzen kann. Und man kann interessante Bekanntschaften machen. Während Armin uns ein Heißgetränk holte setzte sich ein etwas kräftigerer kahlrasierter Mann um die 30 zu mir. Mit Blick auf meine Kamera fragte er, was ich denn so fotografieren würde und in Windeseile konnten Metal-Eric und ich uns darauf einigen, dass wir ziemlich froh darüber sind, dass sich Techno auch in Deutschland selbst überlebt hat.

Retrospektiv frage ich mich, ob mich Eric eigentlich anmachen wollte, denn seine Begeisterung ließ relativ schnell nach, nachdem sich Armin zu uns gesellte und gipfelte darin, dass er sich zum Lesen seines Buches mit Ohropax abstöpselte (»No offense, I just can’t read when others are talking…«).

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Am Ende fotografiert und hier einfach mal an den Anfang geschummelt

Koffein in der Blutbahn taten wir das, was zwei Hetero-Jungs an einem Samstag so tun, wir gingen Schaufensterbummeln und auf Schuhjagd die Einkaufsmeile entlang.

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Ein paar Softgetränke und Schokoriegel einsteckend ging es dann ab in den »Golden Gate Park« für unseren 3 Meilen-Lauf der Orientierungslosen. Drei mal dachten wir, wir wären bereits im Botanischen Garten (ich erwähnte die ungewohnte Vegetation) bevor wir dann tatsächlich in selbigem standen und von einer kleinen Holzbrücke aus eine Schildkröte ihre Bahnen durch die Entengrütze ziehen sehen konnten.

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Die neumodische Schnick-Schnack-Variante

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Das Harte-Kerle-Original zum Vergleich

Vorbei an ein paar wilden Frisbee-Rugby (oder so ähnlich) spielenden jungen Menschen gingen wir auf unseren geschundenen Füßen und fühlten uns jeder so alt, wie wir zusammen wären. Aber wir wurden mit einmal allem entlohnt. So gab auf einer riesigen Freifläche eine Partie Rugby zu sehen, genauso wie einen einsamen Fliegenfischer an künstlichen Laichbecken und ein paar faule Büffel (oder Bisons, Wisente?).

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Ornitologen, raus mit den Vogelbestimmungsbüchern!

Wie einst die Siedler und Goldrauschfritzen kamen wir dann irgendwann völlig erschlagen am Pazifik an und ich konnte statt den einzutauchenden Finger zu dokumentieren gleich mal die halbe Kamera im Ozean versenken.

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Erschöpft schleppten wir uns noch gerade so zurück zu John Helds Haus, um dort ein wenig ihn und sein Atelier zu fotografieren und noch zwei andere Dinge zu tun, die man besser nicht ins Internet schreibt, auf die man uns aber gern mal von Angesicht zu Angesicht ansprechen darf.

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How to be your own cliché

Zum Abendessen führte uns John dann zu seinem Lieblingsladen, dem »Coriya Hot Pot City« (Clement/10th Ave.). Dort gab es ein koreanisches BBQ, das wir leider mit keinem einzigen Bild dokumentiert haben. Es sei aber jedem SF-Besucher wärmstens empfohlen, dieses Wahnsinnsding, das Fleisch auf Fleisch zusammen mit verrückt leuchtenden Sachen, an die man sich nicht rantraut, bietet. Dazu kann man sich seinen Dip selbst rühren und wer sich noch unsicher ist, ob der Laden etwas für ihn ist, der prüfe seine eigene Lebenseinstellung mit Johns Aussage: »I’m a meat guy!« und ziehe seine Schlüsse.

Um diese hunderte von Gramm gegrillten Tiers irgendwie zu verdauen entschlossen wir uns dann, langsam wieder zu Kräften kommend, für einen Abendspaziergang durch die Hood von Inner Richmond. Im tollen Designgeschäft »Park Life« und dem lustigen Bücherladen »Green Apple Books« haben wir noch etwas Geld gelassen, danach einen Kaffee getrunken und im Park abgehangen, wo wir dem aufkommenden Lagerkoller einen Strich durch die Rechnung machen konnten, indem wir noch alberner als bisher waren.

Auf dem Weg zurück wurden wir dann noch von ein paar örtlichen Jugendlichen gebeten, gechillt zu bleiben und ihnen nicht aufs Fressbrett zu geben, eine Bitte, der wir natürlich nachgekommen sind. Statt also jemanden so richtig zu verprügeln haben wir uns wieder auf der Klappcouch an einander gekuschelt, oder vielmehr das andere – versucht nicht durch die Unebenheit in der Mitte zu landen…

 

Tag 7 – San Francisco – Patty Melt Madness

alternativer Titel dieses Eintrags: Love, Achim!

Wechselkurs 1€/1,361$

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Zum Frühstück sind wir in das kleine Café in Inner Richmond vom Vortag gegangen (»Blue Danube«). Dort gab es ein paar leckere Sandwiches, Salat und eine Chicken Soup (amerikanisch-euphemistisch für Hühnerbrühe).

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Auf einer Karte hatten wir etwas entdeckt, dass sich »Love Achim« nannte und das wir dann erfolglos suchen waren, nur um an einem Krematorium und Urnen-Aufbewahrungs-Gelände herauszukommen (San Francisco Columbarium – Loraine Ct./Anza St.). In den Vorgärten blühten die wildesten Sachen, u.a. ein Orangenbaum, und wenn man gerade aus dem verschneiten New York kommt braucht alles ein wenig länger, um verarbeitet werden zu können.

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Vom Krematorium ging es für uns weiter zum Kriegsgefallenenfriedhof (San Francisco National Cemetery) im Presidio of San Francisco.

Nach einem halben Waldspaziergang standen wir dann an der Zufahrtsstraße zur Golden Gate Bridge, fanden aber glücklicherweise noch einen Weg durch eine kleine Siedlung abseits der Hauptstraße.

So kamen wir zu einer ehemaligen Kriegs-/Abwehranlage (Battery) und fragten uns, wann die denn tatsächlich im Einsatz war – eine der vielen Fragen, die auch nach dieser Reise offen sind und für deren Beantwortung unserer Wikipedia-Recherche-Wahn wohl nicht ausreichen wird.

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Mit einigen busvoll Japanern standen wir dann an und auf der Golden Gate Bridge und konnten feststellen, dass es noch immer verboten ist, Raketen von der Brücke zu werfen, vom Abschießen war aber keine Rede…

Wenn man alle Augen zudrückt, kann man sagen, dass wir die Brücke bis zur Hälfte bewandert haben. Das hat gereicht, um einen Blick auf die Stadt haben und auf der anderen Seite hätte einen eh nichts erwartet, dazu war es diesig und eine komplette Querung kann man sich getrost für den nächsten Aufenthalt aufsparen, wenn man mit einem Auto oder Rad vor Ort ist. Einige der Ortsansässigen (zumindest aber unser Gastgeber) wandern am Neujahrsmorgen einmal über die Brücke und zurück, was ich für eine sehr schöne Tradition halte.

Zurück Richtung Stadt ging es dann Eeeeeeeewigkeiten am Wasser entlang (Marine Drive), vorbei an Crissy Airfields und Fort Mason. Unsere Disskussion über Multitasking fürs iPhone konnten wir auf keinem gemeinsamen Nenner abschließen, aber immerhin der Schmerz in den Beinen konnte uns einen. Im Fort Mason Park standen wir plötzlich vor einem sehr netten Youth Hostel, das man bei nächster Gelegenheit vielleicht als Unterkunft nehmen sollte…

Auf einer Art Trimm-dich-Pfad für den Kopf kamen wir an verrückten Windmessern vorbei, die Windrichtungen in verschiedenen Höhen anzeigten, einem Brückenthermometer und anderen spannenden Dingen, bevor es wieder einen Blick auf Alcatraz aus der Ferne gab.

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Wer mit der Sexualpraktik des Shrimping noch nicht vertraut ist, werfe an dieser Stelle einmal die Suchmaschine des Vertrauens an!

Endlich an den Piers an der Fisherman’s Wharf angekommen war es Zeit für eine kleine Stärkung in einer Sauerteig-Bäckerei, deren besonderes Angebot diverse Speisen direkt aus einem runden Brot heraus sind. So gab es dann einmal Chili und dazu konnte geshrimpt werden, wie die Weltmeister…

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Und weil so ein massives Touri-Programm nur halb wäre ohne eine Fahrt mit dem Cable Car sind wir anschließend zur Station nahe der Water St. und mit diesem Gefährt dann einmal durch die ganze Stadt bis zur anderen Wendeschleife an der Market St. gefahren. Leider war das Cable Car so voll, dass beinahe permanent jemand vor einem stand, so dass ich mich nur einmal kurz raushängen und wie ein junger local fühlen konnte.

Wenn man an der Market St. mal nicht weiter weiß und einem das vom Gesicht abzulesen ist, dann steht auch schon der Homeless Guide Randy (Name ähnlich) vor einem und gibt eine Einweisung in die Stadt. Wir konnten dabei feststellen, dass wir schon wieder beinahe alle Touri-Punkte nach nur 1,5 Tagen abhaken konnten (zumindest, wenn man ein wenig schummelt) und wurden dann prompt zum Baseballstadion der SF Giants (At&T Park) geschickt.

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Fliegende Gegenstände im At&T Park.

Unendliche Betonweiten zieren The Embarcadero, die Hauptstraße an der Bay entlang, wo wir uns an den eher langweiligen Piers entlang langsam zur Oakland Bay Bridge vorarbeiteten.

Unterbrochen von gefährlichen Sprünge mit kaputten Beinen, die in actiongeladenen Bildern resultierten.

Da es inzwischen etwas später geworden war, konnten wir im Starbucks nicht mal mehr aufs Klo und wurden mit den Augen auch halb aus dem Laden komplimentiert, amerikanische Kaffeehauskultur eben, wenn man bei einer Kette überhaupt davon reden darf.

Doch das war nichts, was ein Root Beer nicht trösten konnte, dieses trinkbare Wick VapoRupp. Teufelszeug!

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Ganz ohne die Hilfe eines Stadtführers haben wir es am Union Sq. auf das Dach von Macy’s geschafft. Von dort konnte man ganz nett auf den vor einem liegenden Platz sehen und wenn man etwas verrückter drauf ist, als wir das an diesem Abend waren, dann kann man sich in der dort beherbergten Cheesecake Factory auch noch ein Törtchen im Freien gönnen.

Wir mussten aber etwas Hunger aufbauen für die geplanten Burger, die es dann im Lori’s Diner gab, wo uns eine unfreundliche Kellnerin einen verdammt guten Patty Melt auf den Tisch geknallt hat.

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Und ungefähr so ging der zweiten Abend in San Francisco zu Ende und unser Weg wieder zurück auf die Klappcouch, ist ja schließlich auch Urlaub gewesen.

ESC Protokoll

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Damit ich auch ein »Lena«-Kunstwort einführen kann, kommt dieses Protokoll des 55. Eurovision Song Contest in Oslo, Norwegen vom 29.05.2010 erst jetzt – lenachronostisch – sprich: viel zu spät, aber mit Lena-Content.

Vorbericht

Der Vorbericht bestätigte einmal mehr, was deutsche Fernsehschaffende nicht können: Countdown-Shows. Dem entsprechend schrecklich war es, so dass wir anfänglich nur 3 min. durchgehalten hatten. Der Vorbericht wurde also schneller peinlich als das parallel laufende Fussballspiel langweilig (das haben wir zuvor stolze 5 min. sehen können, bevor wir hofften, der Vorbericht vom Song Contest würde bald beginnen).

Armin meinte bei einem späteren Versuch zwischen ereignisarmem Fussballspiel und fremdschambehafteten Vorbericht die richtige Balance zu finden, dass man es notieren müsse, wenn man beim Auftritt von Nena und Xavier Naidoo wegschaltet, ich halte das ja für eine Selbstverständlichkeit, eine Bürgerpflicht.

Neben der Erkenntnis, dass Alexander Rybak zauberhaft im Sinne von Harry Potter aussieht, konnten wir uns noch darauf verständigen, dass wir Sabine Heinrich ganz furchtbar finden. Aber man muss ihr zugute halten, dass sie durch ihre furchtbaren Moderationen etwas, zumindest für uns, sehr Einendes hatte.

Irgendwie war dann aber auch diese furchtbar lang werdenden Wartezeit vorbei, inzwischen Gert dazu gestossen und die Landesbeiträge konnten beginnen.

Landesbeiträge

01 NewImage.jpg Aserbaidschan

Safura – Drip Drop (Tropf, Tropf)

Es begann mit einem Feuerwerk, einer Show-Treppe und einem ultrakurzen LED-Kleid. Gepaart mit Ausdruckstänzern und einer großzügig eingesetzten Windmaschine bestätigte dieser erste Beitrag gleich mal alle Befürchtungen, die sich durch die vorangegangen Jahren manifestiert hatten.

G: »Sarah Connor, die Bordsteinschwalbe aus Delmenhorst.«

Aus der Abteilung unqualifizierte Einschätzung des Subtextes (AuES): Sie singt über ihre Periode.

02 NewImage.jpg Spanien

Daniel Diges – Algo pequeñito (Something Tiny/Etwas Winziges)

Atze Schröders Beitrag zum Grand Prix, die Haare schamhafter als je zuvor und »creepy Hintergrundtänzer«. Jemand aus dem Publikum stürmt während des Auftritts die Bühne und wird kurz darauf abgeführt. Eigentlich war dieser Fan eine Bereicherung des Bühnenauftritts. Kurz darauf machte ich mir ernsthafte Sorgen um die Osloer Security, denn da stand auf einmal eine Mischung aus Dieter Bohlen und Andre Borg im Hintergrund, der schien verwirrenderweise aber diesmal dazuzugehören.

Ein trauriger Beitrag, dem wir einhellig keine Chance einräumen konnten.

AuES: Hier kann man kaum von Subtext reden, wenig verschleiert singt er ganz offensichtlich von seinem Genital.

03 NewImage.jpg Norwegen

Didrik Solli-Tangen – My Heart Is Yours (Mein Herz gehört dir)

Enia trifft Vangelis, beide haben eine heiße Nacht und vergessen die Verhütung, was dabei rauskommt wirkt sehr geklaut und klingt verboten. Man erwartet jeden Moment eine Musical-Gruppe in Löwenkostümen auf der Bühne, das wäre immerhin etwas. Doch es bleibt beim Boygroup-Wischi-Waschi.

04 NewImage.jpg Moldawien

Sunstroke Project & Olia Tira – Run Away (Verschwinde)

Ein LED-Geiger auf einem Drehteller, endlich wieder Eurodance aus den tiefsten 90er Jahren, dafür musste man Moldawien einfach lieben.

Gert sah »König Boris am Mikro«, Starlight Express-Anleihen waren zu sehen und zwischendrin glaubte man auch, dass Ross Anthony in die Kamera lächelt.

Musikalisch gesehen liegen die Moldawier noch zwei Währungsunionen zurück, umso erschreckender also, dass sie bisher mein Favorit sind.

05 NewImage.jpg Zypern

Jon Lilygreen & The Islanders – Life looks better in spring (Das Leben sieht im Frühling besser aus)

Hier fehlt es mir komplett an Notizen und ich war bei Beitrag Nummer fünf unter Garantie noch hochmotiviert, muss also für den Song sprechen, dass nichts weiter zu sagen ist.

06 NewImage.jpg Bosnien & Herzegowina

Vukašin Brajić – Thunder and Lightning (Blitz und Donner)

G: »Mehr Blech ging nicht an die Ohren.« – Thunder and Lightning-Ableiter?

A: »Sieht aus wie der eine Typ von Alarm für Cobra 11.«

Johannes, der es erst kurz nach Lenas Beitrag in unsere Runde schaffte, würde es »Rock ohne Eier« nennen.

07 NewImage.jpg Belgien

Tom Dice – Me and My Guitar (Ich und meine Gitarre)

Aus der Kategorie »name the obvious«: Ein spartanischer Bühnenauftritt, aber eine nette Gestalt mit einem vernünftigen Beitrag, trotzdem warteten wir gespannt auf den Moment, wo es peinlich wird und wir wurden nicht enttäuscht.

08 NewImage.jpg Serbien

Milan Stanković – Ovo je Balkan (Das ist der Balkan)

Androgynität hin oder her, das war ganz großes Fremdschämen. Während die Meinungen zwischen Gert und Armin stark auseinander gingen (zwischen okay und geht gar nicht) hatte ich das dringende Bedürfnis die Gäste mit den Worten »Das ist der Balkon« auf die Terasse zu führen, nur leider gibt es einen solchen in meiner Wohnung nicht.

G: » Das Outfit macht das Lied kaputt.«

09 NewImage.jpg Weißrussland

3+2 – Butterflies (Schmetterlinge)

3 + 2 = 5, ist das ein optimistisch gestecktes Ziel oder eine klare Ansage? Die anscheinend mafiösen Verstrickungen im weißrussischen Vorentscheid lassen beides im Bereich des Möglichen erscheinen.

Für diesen Moment hatten wir uns Mischbrotstullen bereit gelegt, denn jetzt gab es frischen, selbst ausgelassenen Schmalz.

Der größte Spaß an dieser insgesamt ganz üblen Nummer war das Warten auf die Trickkleider mit ihren ausfahrbaren Flügeln.

10 NewImage.jpg Irland

Niamh Kavanagh – It’s for you (Für dich)

Dicke Frauen und der Grand Prix haben ja eine lange Tradition.

»So lange die dicke Frau noch singt ist der Eurovision Song Contest noch nicht zu Ende.«

11 NewImage.jpg Griechenland

Giorgos Alkaios & Friends – OPA (Hossa)

A: »Die müssten eigentlich »Streets of London« singen!«

Der griechische Ableger des KuKluxKlans durfte im Hintergrund zappeln, dazu konnte sich Martin Demicheles für die WM warm tanzen und ein aufgedunsener Tarkan musste singen.

Hätten sie mal lieber wirklich eine traurige Geschichte von ihrem Großvater gesungen und damit voll auf die Mitleidskarte gesetzt, so aber sehe ich keine Chance für sie.

12 NewImage.jpg UK

Josh Dubovie – That Sounds Good to Me (Das hört sich gut an)

Ein charismabefreiter, englischer Alexander Klaws, das hat noch gefehlt. Packen wir also etwas Eurodance dazu und lassen die Rasselbande über eine aussortierte Daft Punk-Kulisse hüpfen, das müsste reichen, oder?

Selten wurde die Diskrepanz zwischen Liedtitel und dem ganzen Rest so deutlich wie in dieser Nummer, ganz grauengraft, unterirdisch und hoffentlich am Ende der Telefonstimmenauswertung sehr weit hinten anzutreffen.

13 NewImage.jpg Georgien

Sopho Nischaradse – Shine (Leuchte)

G: »Aus der Reha auf die Bühne.«

Der Song ist doch auch schon mal dagewesen möchte man meinen und siehe da, eigentlich war er für Celine Dion geschrieben, die fand den wohl aber zu schrecklich…mhh…

Doppelt fallische Hosenaufnäher bei den Tanzherren, ein Stromgitarrenbreak und eine Hebefigur am Ende, wir sind komplett.

14 NewImage.jpg Türkei

maNga – We could be the same (Wir könnten gleich sein)

»the SAME!« – »Bring me a shrubbery!«

Die türkischen Linkin Park mit einem soliden Auftritt, also wenn man Linkin Park mag. Aber auch sonst kann man den Türken zumindest zugute halten, dass sie etwas anderes als eine klassische Grand Prix-Nummer ins Rennen geschickt haben.

15 NewImage.jpg Albanien

Juliana Pasha – It`s All About You (Es dreht sich alles um dich)

Ganz twitter ist sich einig, hier singt Madonna! Und schon wieder sind Geigen mit im Spiel, sie sollte gute Chancen haben.

16 NewImage.jpg Island

Hera Björk – Je ne sais quoi (Das gewisse Etwas) [eine bedenkliche Übersetzung]

Jawoll! Das ist catchy, das klingt nach Großraumdisko, da sind wir dabei… und jetzt alle »cryin’ at the discotheque…«, oder so ähnlich.

Ich sehe ein großes Scooter-Comeback feat. Hera Björk auf uns zukommen und ich habe den Witz mit der dicken Frau zu früh verbraten…

17 NewImage.jpg Ukraine

Aljoscha – Sweet People (Liebe Leute)

Endlich einmal sehr viel Haut und dazu eine Windmaschine, ich bin glücklich.

Und das Konzept »sex sells« funktioniert immernoch, gut zu wissen. Allerdings waren wir alle so damit beschäftigt, zu prüfen, ob sie womöglich wirklich nackt ist, dass wir kaum auf die Musik achten konnten.

18 NewImage.jpg Frankreich

Jessy Matador – Allez Ola Olé (Vorwärts! Ola Olé)

Schleimisex Fussballstadienmist ist das. Man merkt, dass der Sänger eigentlich Tänzer ist und das nicht, weil der so toll tanzt! Man bedenke, was man nicht alles in der französischen Sprache auszudrücken vermag und welche Arbeit die französischen Sprachpuristen dafür auf sich nehmen und dann kommt hier ein Lied mit gerade mal drei verschiedenen Wörtern daher…

19 NewImage.jpg Rumänien

Paula Seling & Ovi – Playing with Fire (Spiel mit dem Feuer)

Der Klassiker der Duette, ein Mann, eine Frau und irgendwie scheint da was zwischen ihnen zu stehen. In diesem Fall das Lernklavier mit seinen leuchtenden Tasten. Sie sieht aus wie Shania Twain und der Texter des ganzen hat beim Verfassen munter in das bunte Reimlexikon geleuchtet, ein Armutszeugnis, das auch die Damenbekleidung aus dem Orion Shop nicht mehr retten konnte.

20 NewImage.jpg Russland

Peter Nalitsch & Friends (MKPN) – Lost and Forgotten (Verloren und vergessen)

G: »Christian Ulmen!«

Nomen est omen, verloren und vergessen, der gute Mann, der aus diesem Internet berühmt ist, in dem er seine Musik für umsonst weggibt. Was nix kostet kann auch nix sein…

21 NewImage.jpg Armenien

Eva Rivas – Apricot Stone (Aprikosenkern)

Ich glaube, mich an Brüste zu erinnern.

Aus der Abteilung Pornotitel on the go: G: »Duduk, die armensiche Flöte«

22 NewImage.jpg Deutschland

Lena – Satellite (Satellit)

Ein sehr aufgeregtes, junges Mädchen, aber dadurch umso symptathischer. Mir persönlich haben die kleinen Umstellungen am Song ja nicht so zugesagt, aber der Rest der Runde scheint angetan zu sein. Es ist in jedem Fall kein klassischer Grand Prix-Beitrag und das kann man eigentlich nur begrüßen.

23 NewImage.jpg Portugal

Filipa Azevedo – Há dias assim (Es gibt solche Tage)

In der Tat gibt es solche Tage, an denen man total unbeeindruckend auftritt. Die ganze Nummer ging einem irgendwie am verlängerten Rücken vorbei.

24 NewImage.jpg Israel

Harel Skaat – Milim (Worte)

Eine schöne Sprache, wie sich alle einig waren, die halb französisch klingt und ganz gut zum französischen Chansonstil des Sängers passt.

25 NewImage.jpg Dänemark

Chanée & n’evergreen – In A Moment Like This (In einem Moment wie diesem)

Ein ganz ganz schlimmer Alltime-Evergreen-Klassiker und eine furchtbare Nummer, dazu dieser Name, unglaublich. Aber hey, am Ende küssen sie sich und bestimmt wird auch geheiratet…

Aussergewöhnlich: Wegen des Faneingriffs, der das einzig Interessante an der Nummer war darf der Spanier nochmal…

Brauchbare Beiträge kommen aus Moldawien, Belgien, Georgien, Türkei, Albanien, Island, Ukraine und Deutschland.

Mitleidsfavoriten sind auf Grund der wirtschaftlichen Lage Griechenland und Island.

Abstimmung

Für viele ging dann der eigentliche Highlight-Teil des Abends los: Die Abstimmung, endlich Statistiken, Punkte und Tabellen!

Deutschland setzt sich recht früh ab, da hätte man sich gewünscht, jemand würde die ganze Sache so koordinieren, wie man das am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga tut, damit die Abstimmung möglich lange spannend bleibt.

Am Ende ist Lena mit ihrem »Satellite« unangefochten vorn. Jubel und Trubel in Hannover.

Auswertung

Ein erschreckend guter Song Contest war das in diesem Jahr. Überraschend viele gute Beiträge, die das eigentliche Erlebnis beinahe zu stören drohten, denn ist man ehrlich, muss man einräumen, dass man gerade das Fremdschämen und die cheesigsten Nummern sehen will, die bringen den Spaß.

Man kann sich also mal wieder freuen über einen Sieg beim Eurovision Song Contest. Ein nettes Lied, eine sympathische Preisträgerin und insgesamt ein guter Abend, da kann fast ein wenig Stolz aufkommen. Aber fürs nächste Jahr wünsche ich mir eine komplett versemmelte, bis in die Haarspitzen peinliche Aufführung, so einen richtigen Grand Prix eben. Wir sind Gastgeber, die Chancen stehen also gut.

Tag 6 – San Francisco – California, here we come

alternativer Titel dieses Eintrags: We’re no couple…

Wechselkurs 1€/1,3501$

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Das irdische Gleichgewicht ist ein kostbares Gut, es sorgt dafür, dass die Welt nicht untergeht. Und da wir nicht wollten, dass die Welt untergeht, und schon gar nicht, wenn wir im Urlaub sind, weil dann die Gefahr besteht, dass wir nicht mehr rechtzeitig nach Hause kommen, mussten wir an diesem Tag etwas tun, um das irdische Gleichgewicht zu retten. Dem stetig fallenden Dollarkurs mussten wir also wohl oder übel etwas Steigendes entgegensetzen und warum dann nicht gleich uns selbst? So kam es, dass wir uns am Flughafen JFK in den nächsten Luftreiter setzten und uns aufmachten nach San Francisco.

Hinweis für Homophobiker: Solltet Ihr in einer rein männlichen Runde nach New York reisen, idealerweise paarweise in Zimmern mit Queensizebetten absteigen und planen, auf die andere Seite des Landes zu reisen, erwähnt niemandem gegenüber, dass es San Francisco sein wird, man könnte euch spätestens jetzt für ein Paar halten.

Das hat uns jetzt nicht weiter gestört, nur etwas verwundert, da wir uns gegenseitig versichern konnten, dass wir uns für ein ziemlich unschönes Paar halten, aber auch die muss es wohl geben.

Für gleich- wie verschiedengeschlechtliche Freundschaften gilt denn auch der gleiche Grundsatz wie für Paarbeziehungen: Solange man noch nicht hemmungslos vor einander Stuhlgang haben kann, sehe ich eh keine Probleme.

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Südliche Wendeschleife der Cable Car Strecke zur Powell/Market Street.

Zurück zur Reise: Auf unseren Inlandsflügen mussten wir uns leider selbst kulinarisch versorgen (was dank des Wissens darum auf dem Rückflug bedeutend besser gelang…), dafür glaube ich mich an eine nicht enden wollende Versorgung mit Cola- und colaähnlichen Getränken erinnern zu wollen. Wer zudem seine freudige Aufregung über die Weiterreise Richtung Sunshine Belt etwas runterfahren möchte, dem sei der deprimierende Film »The Boys Are Back« wärmstens empfohlen. Auch wenn ich es für unverantwortlich halte, so etwas dem unbedarften Flieger vorzusetzen, erscheint mir der Gedanke dahinter mit dem nötigen Abstand immer klarer. Zeige den Leuten einen todtraurigen Film und sie werden sich selbst über so schlechte Nachrichten wie eine plötzliche Notwasserung ein zweites Loch in den Hintern freuen, wenn das denn bedeutet, dass da endlich jemand den Fernseher ausstellt.

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Auch in San Francisco finden sich pittoreske Kirchen in Hochhaus- und Messegeländevierteln, dafür gibt es hier das ganze Jahr über Vegetation.

Zum Thema Sunshine Belt: In San Francisco waren es durchweg um die 15°C – und sie nennen es Winter! Gut, es hat ein wenig geregnet, aber auch nicht schlimmer als in diesem Berliner »Frühsommer«.

Davon abgesehen sei jedem empfohlen, mit einem Super Shuttle Bus vom Flughafen in die Stadt zu fahren – der ist zwar manchmal gar nicht so super und in unseren beiden Fällen auch nicht sehr shuttlig, kostet aber nicht viel, dauert nur minimal länger als der BART und bringt einen dafür direkt und stressfrei bis vor die gewünschte Haustür – den richtigen Fahrer vorausgesetzt, dazu aber bei der Rückreise mehr.

Um das gleich mal vorweg zu nehmen: In New York würde ich gern eine Zeit lang wohnen wollen, aber in San Francisco könnte ich mir vorstellen, zu leben. Was jetzt so super cheesy nach Möbelhaussprüchen klingt lässt sich vielleicht besser nachvollziehen, wenn man sich die Cafésituation vor Augen führt: In New York kann man in Cafés in der Regel nicht in Ruhe sitzen, langsam sein Getränk trinken und die Zeit verstreichen lassen. Zumindest selten in Manhattan und fast gar nicht in den Läden, die wir dort frequentierten. In San Francisco finden sich dafür viele Cafés, die für den deutschen Touristen, oder Berliner in diesem Fall, vertraut sind. So wurden wir denn nach unserer Ankunft bei John Held, Jr., der uns freundlicherweise für ein paar Tage bei sich aufnahm, ins »Blue Danube« (Clement/4th. Ave.) geführt, wo man sich in Hippieatmosphäre auf Couchen niederlassen und die weitere Reise in Ruhe planen konnte. Und ich will jetzt NY nicht Unrecht tun, auch dort gibt es kleinere Cafés und ruhige Ecken, aber man muss doch etwas mehr danach suchen, als einem manchmal und in Ermangelung von Ortskenntnissen lieb sein kann.

Nach dieser Stärkung blieben und dank Zeitverschiebung noch ein paar Stunden am ersten San Franciscoer Nachmittag/Vorabend, also sind wir mit dem Bus nach Downtown gefahren (mit »ten minutes to downtown« in den Ohren, auch wenn es ein paar mehr waren).

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Bevor es ein wenig die Berge rauf und runter ging hielten wir uns im flachen Teil nahe der Powell St. und Market St. und dem Union Sq. auf. Spulten einmal mehr das Fanboy-Programm ab und waren im Apple Store, vor dem Buena Yerba Center und in dem dazugehörigen Park, vor dem Moscone Center und taten uns schwer, mitten im eigentlich eiskalten Februar die Vegetation und laufende Springbrunnen für voll zu nehmen.

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Trickfotografie 101: In Wahrheit sind in San Francisco die Straßen flach wie der Busen einer 11-Jährigen (also zumindest einer 11-Jährigen zu meiner Zeit, keine Ahnung wo wir hormonell heutzutage schon sind) dafür sind die Häuser schräg gebaut, so dass dem unbedarften Urlaubsplaner daheim der Eindruck entsteht, es wäre in der Tat hügelig.

Und so machten wir uns vorbei an den schrägen Häusern und entlang der flachen Straßen oder andersrum den Berg hinauf bis zur California St. von der aus man beinahe schon eine Aussicht auf Fisherman’s Wharf hatte.

Zum Abendessen gab es Pizza Slices unter Palmen auf dem Union Sq. und anhaltende Versuche, sich langsam in dieser Realität einzufinden.

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Hier wurde dem großen Videospiel »Tony Hawk’s Pro Skater II« ein Denkmal am Embarcadero gesetzt.

So gestärkt ging es für uns weiter durch Downtown und zum Fährhafen, an dem es nicht nur Kaffee und Fischgeruch gab, sondern auch einen netten Blick auf die Bay Bridge.

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Die Bay Bridge Richtung Berkeley und Oakland bei Nacht.

Überquellend vor romantischer Aufladung mussten wir dann einfach noch ein wenig die Piers entlang bis zum Pier 39 laufen, wo ein paar Robben (oder waren es Seehunde? Gibt es da überhaupt einen Unterschied?) auf Banken abhingen und auf den nächsten Tag warteten.

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Die Lombard St. – angeblich the crookedest street on earth.

Und da wir schon mal in der Nähe waren, galt es auch gleich noch die wunderbar gedrehte Lombard St. vor dem Bay Bridge Panorama mitzunehmen. Also wieder ein paar Berge hoch und runter, ein paar linke und rechte Haken geschlagen und schon waren wir da.

Anschließend waren aber auch die Kräfte für diesen Tag aufgebraucht und schleppten wir uns noch bis zur Geary St., wo wir dann mit Bus zurück nach Inner Richmond, unserer Hood für diese Tage, fahren konnten. Nicht aber ohne erschrocken festzustellen, dass die Jugend vor Ort »Die Atzen« hört, auch wenn es bei denen nicht so aussah, als wenn es allzu sehr abginge, vom Feiern die ganze Nacht ganz zu schweigen.

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Der Gedankte kam mit vor Ort nicht, aber retrospektiv, oder zumindest auf den Fotos, wirkt das Licht in San Francisco ähnlich warm wie zuhause im Prenzlauer Berg, vielleicht machte das ja ein Teil der Geborgenheit aus.

Tag 5 – New York – If you have nothing on the pan, don’t go me on the cookie!

alternativer Titel dieses Eintrags: Alle Vokalomissionen sind doof, außer »brgr«

Wechselkurs 1€/1,3605$

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Pancakes mit Bacon und viel Ahornsirup, der leider schneller vom Teig aufgenommen wurde, als man nachgießen konnte. Mir gegenüber und diesmal nicht im Bild gab es vermutlich ein Omelett…

Tag 5 war der erste, an dem wir es geschafft haben, vernünftig in ihn zu starten – mit einem ausgiebigen Frühstück im Diner »The Greek Corner« (7th Ave./28th St.).

Für den Tag war die klassische Touri-Verarsche geplant, also für viel zu viel Geld rauf auf ein hohes Haus und dann im Wind stehend hunderte Fotos in alle Himmelsrichtungen schießen. Da wir das Empire State Bldg. für schöner empfanden als das Rockefeller Center sind wir auf letzteres hinaufgefahren.

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Am Morgen hatten wir übers Internet bereits unseren Timeslot reserviert, was sicherlich immer eine gute Praxis ist, selbst im bitterkalten Februar.

Bevor wir unsere Speicherkarten mit den immer selben Bildern füllen konnten, galt es aber noch ein paar Stunden Zeit totzuschlagen, die wir damit verbrachten, mehrfach ums Karree zu ziehen, den Menschen auf der Eislaufbahn zuzusehen und Bilder aus dem Reiseführer nachzustellen.

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Eine noch nicht ganz reiseführertaugliche Aufnahme vor dem Rockefeller Center.

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Blick vorbei an einer Atlas-Statue auf die St. Patrick’s Cathedral – sehr nah am Original im Reiseführer.

Zum »Top of the Rock« hinauf, wie sich die verückte drei-etagige Aussichtsplattform großspurig nennt, ging es mit einem ebenso verrückten Fahrstuhl, in dem man während der Fahrt nach oben schauen konnte, um sich selbst auf das Ziel zuschießen zu sehen und dabei mit einem kurzen Filmchen beschallt zu werden, der interessanterweise das tatsächliche Rausgucken aus der Fahrstuhldecke erschwerte. Spoiler-Alarm, auf dem Weg nach unten konnte man leider nicht unten aus dem Fahrstuhl hinausschauen, und selbst wenn das einmal möglich gewesen sein sollte, wäre vermutlich nach der Hälfte eines jeden Tages aufgrund der Unmengen an Erbrochenem auf dem Glasfussboden eh nichts mehr zu sehen.

Die drei Bilder von der Plattform kann ich ja einfach mal unkommentiert lassen.

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Na gut, eine Sache muss ich doch sagen. Ohne dort drauf gewesen zu sein kann ich voller Überzeugung behaupten: Es sieht einfach besser aus, auf das Empire State Bldg. zu gucken als von ihm herunter, auch wenn es vielleicht noch ein paar Meter höher ist.

Da der Central Park sich an diesem Tag und von dieser Höhe aus nicht gerade von seiner besten Seite zeigte, habe ich den mal für den Moment rausgelassen. Vielleicht klatsche ich ja noch ein Flicker-Album mit einer etwas umfassenderen Bildauswahl zusammen…

Nach diesem ziemlich eindrucksvollen Tagesordnungspunkt entschlossen wir uns für ein wenig Zerstreuung und machten uns auf die Suche nach bekannten Gebäuden, die wir aus der Froschperspektive besichtigen wollten. So kamen wir zum Sony Bldg., oder dem, was wir dafür gehalten haben und so manch anderem Gebäude, das wir in unsere Fotostrecke »Hohe Häuser in New York« einordnen konnten, die selbst meine Eltern, die erst vor Kurzem in der gleichen Stadt waren und insofern zumindest den Hauch einer Chance hatten, mit etwas mehr Enthusiasmus an diese Reihe von Aufnahmen zu treten, langweilen konnten.

Vorbei an der Carnegie Hall, in der in etwa zu der Zeit unserer Anwesenheit Max Raabe gastierte (überall diese Deutschen!) ging es ein Stück Kultur aufsaugend ins MoMA.

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Arm, dass wir gerade sowas für abbildungswürdig halten, ich weiß, aber über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.

Interessanterweise wurde gerade viel umgebaut, zumindest entstand bei uns der Eindruck, aber bei dieser ganzen modernen Kunst soll mal noch jemand den Überblick behalten und ein Happening oder eine Performance von der tatsächlichen Umbaupause unterscheiden können. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich mit Performances nur sehr wenig anfangen kann?

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Ja, auch das ist etwas minimalistisch… Für zuhause aber sicher ganz praktisch, wenn man mal wieder überlegt, wieviel Tapete oder Wandfarbe man eigentlich braucht.

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Äh, ist auch Kunst, irgendwie, glaube ich…

Leider haben wir im Anschluss an diesen Rundgang (Museumsrundgänge machen immer müde, hungrig und gnatschig!) keinen deutschen Würstchenmann vor diesen heiligen Hallen gefunden, obwohl der doch die besten Hotdogs in town anbieten sollte. Also gab es einfach den Nächstbesten mit Sauerkraut. Was rede ich, wir hatten uns schon Mühe gegeben und sind einmal um den ganzen verdammten Block gejagt – mit kaputten Beinen und museumsgnatschig wohlgemerkt, da können wir uns keine Vorwürfe machen lassen.

Und weil kaputte Beine bei zu viel Schonung heilen nahmen wir den Bus zum südlichen Ende des Central Park an der Ecke zur 5th Ave. und stapften einmal hindurch bis an die Grenze nach Harlem.

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Vorbei an einem Cardinal, dem zugefrorenem Teich am Bootshaus, einem Monolithen und halb ums Jackie Kennedy Onassis Reservoir herum (ohne dabei Tomte-Lieder zu singen!) ließen wir einen Skiläufer auf Höhe des Guggenheims passieren (welches wir wieder nur von außen sahen, diesmal aber andersherum über die Mauer hinweg). Vorbei ging es an vielen, vielen Tunneldurchgängen (von denen eine sicher die berühmte aus »Kevin allein in NY« war) bis hin zu einer Eishockey und -kunstlauftrainingsanlage, bevor auch die Abteilung mentale Willensstärke die Schotten dicht machte und wir nur per Bus und unter Aufwendung der letzten Kraftreserven ins Queensizebettchen fallen konnten. Es galt Kraft zu tanken für den sicher anstrengenden Flug über die komplette Landesbreite am nächsten Tag, unserer Weiterreise nach San Francisco, California.

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Zum Abendessen ging es noch einmal hinaus zu brgr-Burger auf der 7th Ave., die hervorragende Burger mit Meerrettich-Soße zubereiten (nicht im Bild und nur von Armin für gut befunden – try at your own risk!).

Tag 4 – New York – These boobs are made for walking

alternativer Titel dieses Eintrags: Zum Stuhlgang geht es auf den Gang!

Wechselkurs 1€/1,3762$

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Einer von sechs New Yorkern ist kleinwüchsig. Doch sind sie im öffentlichen Bewusstsein viel präsenter als etwa in Deutschland. (aus dem noch unveröffentlichen Lehrbuch »Statistiken selber ausdenken«, dem Kompendium zum »Lexikon des Halbwissens«)

An diesem Tag zeigte sich uns New York von seiner unangenehmsten Seite. Es war nass, es war kalt und egal in welche Richtung man lief, der Schnee peitschte einem unaufhaltsam ins Gesicht. Ein guter Tag also, um mit einem ausgiebigen Frühstück zu starten und dann zu hoffen, dass die Sonne wieder rauskommt, wenn man nur schön ordentlich aufessen würde. Dinah hatte uns im Vorfeld der Reise den Shake Shack im Madison Sq. Park empfohlen und der sah auch sehr nett aus, nur leider war es mehr ein Stehimbiss als ein Diner. So waren wir schon wieder von der 30th St. bis zum Flat Iron Bldg. gelaufen (ein Weg, der sich als unsere meistgelaufene Strecke in NY herausstellen sollte), ohne dass an Frühstück zu denken war. Da es so nicht weitergehen konnte und im näheren Umkreis kein Diner zu erspähen war haben wir uns in die U-Bahn gerettet und sind zur Grand Central Station gefahren, wo wir uns der anarchischen Treppensitzer erfreuen konnten und dann recht schnell wieder im Regen standen.

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Viele New Yorker können nicht richtig lesen, empfinden es aber als Bedürfnis, an verregneten Tagen auf Steintreppen zu sitzen. (siehe: »Statistiken selber ausdenken«)

Da wir uns auf diese Gegend weder moralisch noch mit einem Stadtplan vorbereitet hatten ging es eher hilflos die Straßen auf und ab. Im Bryant Park stand ein großes, weißes Zelt aus dem unaufhörlich Bumm-Bumm-Mucke schallte und wir waren einen Moment lang unsicher, ob das Ganze Teil der New York Fashion Week sein könnte. Die Antwort gab es dann gut anderthalb Monate später von Heidi Klum und ihren Mädels. Eine von ihnen (vermutlich war es Neele, von der Armin behauptet, sie habe als einzige in dieser Staffel Charakter, was übersetzt bedeutet, ihre Nase ist etwas größer als die der anderen…) muss ungefähr zu der Zeit über den Catwalk stolziert sein, als wir uns draußen haben beregnen lassen. Und wer weiß, vielleicht sind wir den »Mädels« ja sogar auf der Straße begegnet, und haben diesen Haufen johlender junger Frauen versehentlich für peinliche deutsche Touristen gehalten, obwohl eine von ihnen, und nur eine, demnächst das Cover der deutschen Vogue zieren wird und einen Modelvertrag mit…ach, ich glaube ich bin in dieser Staffel irgendwie raus, wenn ich schon nicht mal mehr die Hauptsponsoren zusammenbekomme.

Da wir inzwischen das gefühlt doppelte unseres Körpergewichtes an Regenwasser aufgenommen hatten entschieden wir uns dafür, den Bus zu nehmen und bei Kofi Annans alter Wirkungsstätte vorbeizuschauen. Das United Nations Bldg. ist dann aber für sich genommen schon eher trostlos, aber an einem Regentag und ohne Beflaggung schlichtweg traurig. Einziger Lichtblick war eine Gruppe junger Menschen, die gegenüber dem Gebäude munter Flyer verteilten, die um finanzielle und moralische Unterstützung dreier im Iran verloren gegangener amerikanischer Touristen baten. Prinzipiell mag das ja ein unterstützenswertes Projekt und das damit verbundene menschliche Schicksal dramatisch sein, aber irgendwas in uns musste immer wieder an das alte sorbische Sprichwort denken: Wer im Iran wandern geht, der muss sich dann auch nicht wundern.

Der aufmerksame Leser wird sich jetzt am Kopf kratzen und fragen: Zwei Absätze und nicht ein Wort von einem Omelett? Was ist denn bloß aus den Früstücksplänen der beiden geworden?
Keine Sorge. Sie sind Wirklichkeit geworden. In einem Diner an der E 44th St./2nd Ave.

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So sah dann das (wohlgemerkt!) Frühstück nach einem langen Marsch aus.

Der Tip für alle Reisenden schlechthin ist wohl der Folgende: Esst regelmäßig, esst gut und vor allem, lauft nicht erst einen halben Tag durch ein Viertel der zu besichtigenden Stadt, um dann eine Lumberjacksteak-Pita zu bestellen. Das geht sich in den meisten Fällen nicht gut aus.

Und wenn wir schon bei Tips sind, dann sei jedem wärmstens empfohlen, sich einen Starbucks-Nickname zuzulegen, der vom amerikanischen Gehirn problemlos geparst werden kann. Sonst kann es passieren, dass aus Armin schnell mal Armil oder ähnliches wird (trotz redlicher Bemühungen den Bart vom Modus »Verbrecher« auf »Ziviler Ungehorsam Marke ’68« zu stutzen) und aus einem Konrad wird ein Chris. Wie auch immer das passiert ist. Leider wurde Armin dann schnell zu Chris’ Friend, obwohl er sich erst kurz zuvor Raymondo von Zwetschgenburg zu Kille-Kille-Hausen oder etwas dem nahekommendes als Becheraufschrift zurechtgelegt hatte.

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Eine der harmloseren Beleidigungen, die wir über uns ergehen lassen mussten.

Gesättigt und mit einem Eimer schönem heißen leckeren Kaffee in der Hand galt es, ein neues Verkehrsmittel auszuprobieren und so schwangen wir uns in die Seilbahn an der Queensboro Bridge, mit der man nach Roosevelt-Island gelangt. Die einzige Frage, die dabei unbeantwortet bleiben musste war, warum diese Seilbahn überhaupt existiert. Denn Roosevelt Island zeichnet sich neben einer U-Bahn-Station und einem Rundbus in erster Linie dadurch aus, dass dort eine Seilbahn verkehrt, ansonsten kann man froh sein, wieder von der Insel zu kommen, ohne selbst Hand an ein Ruder legen zu müssen.

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Dem entsprechend kurz war unser Aufenthalt dort und so ging es per U-Bahn zurück nach Manhattan und vor das Solomon R. Guggenheim-Museum. Ein imposanter Bau, ein modernes Museum und einer der Orte in der Stadt von dem bisher ausnahmslos jeder, den ich gesprochen habe zu berichten wusste, dass man doch tunlichst draußen bleiben sollte. Die Sammlung im Inneren könne wohl in keinster Weise den schmerzlichen Eingriff ins Portemonnaie ausgleichen, der vor einem Einlass vorgenommen werden müsste. Mit einem HotDog in der Hand kamen wir uns also ziemlich gut vor, als wir dieser Aufforderung Folge leisteten und trabten dann allmählich zum Bus in der 5th Ave. mit dem es zurück ins Hotel ging.

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Da aber auch an klimatisch traurigen Tagen etwas Verrücktes unternommen werden muss, gab es ein paar ekelerregende Brausen zu probieren und vor allem das Getränk mit den Kaffee-Reminiszensen wollte nur schwerlich drinnen bleiben. Da aber etwas Ekelhaftes im Körper immer noch besser ist, als säuerlicher Geruch im Hotelzimmer war die Marschrichtung klar.

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Trotz der eindeutigen Warnungen haben wir uns waghalsig an diese Getränke herangetraut. Und ähnlich wie das Root Beer in San Francisco waren die beiden Brausen auf eine seltsame Art lecker.

Und weil wir uns nach so viel Ausruhen etwas wirklich Gutes verdient hatten, ging es abends in einen kleinen mexikanischen Imbiss, der uns unglaublich leckere Burritos bereitete. Der »Great Burrito« in der 23rd St./6th Ave. war wirklich eine Entdeckung und sei hiermit jedem wärmstens empfohlen.
Nichts ist schöner als nach einem nass-durchfrorenen Tag ein gutes Abendbrot zu genießen und vor dem Bett noch einen Alternativ-Kaffee zu genießen. Naja, beinahe nichts. Ein schnell zubereiteter Kaffee eventuell, aber vermutlich lag das Alternative dieser Tasse schwarzen Goldes mehr in seiner dreistündigen Zubereitung als in seinem Geschmack.

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Über den Salat sagte Marcel Reich-Ranicki einst, er wäre »grauenhaft«, aber an den Burrito kommt so schnell nichts ran.

Tag 3 – New York – Auf einem Ei kann man nicht stehen

alternativer Titel dieses Eintrags: Es ist ein Bodo!

Wechselkurs 1€/1,363$

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Für die buddhistische Gelassenheit sorgte bei Armin fast jeden Morgen das Ommmm-lett, zu dem ich mich an diesem Tag auch hab hinreißen lassen.

Zu Beginn des Tages sind wir ein wenig in unserer Hood, also rund um die 30th St. spazieren gewesen und dachten uns, den nötigen Frühstückshunger in einem jüdischen Riesen-Foto-Technik-Laden zu holen, der wohl angeblich berühmt ist. Nachdem wir dort einige hunderttausend US-$ dadurch sparen konnten, dass wir nichts eingekauft haben, gab es die oben abgebildeten Omelettes im Skylight Diner. Aber nach zwei Tassen Kaffee und der ersten Übelkeit des Tages mussten wir Bekanntschaft mit der amerikanischen Etablissementpolitik machen, denn die Kellnerin komplimentierte uns mit den Worten »Sorry guys, I need this table…« aus dem Laden, obwohl es weit und breit nicht so aussah, als würde jemand den Tisch in diesem eher wenig besuchten Diner benötigen. Aber mehr zu Cafés und Gemütlichkeit an anderer Stelle.

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Vermutlich erlebt man vieles, was anders ist als zuhause erst mal als Verbesserung, aber diese Yves Klein-blauen Baustellenabsperrungen haben schon ihren ganz eigenen Charme.

Gut gestärkt konnte es also weiter gehen nach West-Chelsea, halbwegs plan-, ziel- und teilweise auch orientierungslos haben wir die Großstadt weiter auf uns wirken lassen und kamen dann irgendwann zum Chelsea Park, den Chelsea Piers und dem Chelsea Waterside Park.

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Dies sollte die einzige nackte Frau bleiben, die wir auf unserer Reise zu Gesicht bekommen sollten. Aber immerhin konnten wir noch einen Blick in die Swinsuit Edition der Sports Illustrated werfen.

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Der High Line Park – im Winter interessant, im Sommer bestimmt ein doppelt verrückter Ort!

Als echte Fanboys (wie schon erwähnt…) konnten wir natürlich am Ende des High Line Parks den Apple Store im Meatpacking District nicht auslassen. Nach ein wenig Internetnutzung ging es dann aber munter weiter und die sehr schöne 14th St. entlang. Wenn man also Lust und Zeit für einen Bummel (sagt man das heute noch so?) hat, dann kann man hier wunderbar Spazieren und Einkaufen.

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Cranberry Muffin aus dem Donut Pub (14th St./7th Ave), dazu Apple & Snapple im Big Apple.

Und weil ich gar nicht mehr genau weiß, was wir so den ganzen Tag über gemacht haben, sei hier kurz erwähnt, dass es in einer Marathon-Lauf-Session noch durchs West Village ging, nach West SoHo (und auch hier gab es einen Apple Store zu besichten – aber Spoiler Alert: Wir waren nicht in allen vier auf Manhattan) und auf den ersten Teil der lange Zeit erfolglosen Suche nach neuen Tretern. Durch ein paar Nebenstraßen und vorbei an der Christopher St. (da kommt der berühmte Tag her…) ging bis nach Tribeca, wo wir eine wunderbare Entdeckung machten.

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Plötzlich standen wir vor dem Headquarter der Ghostbusters und durften der Feuerwehr beim Aufbruch zusehen. Untrüglicher Beweis der Authentizität dieses Platzes ist die Bemalung am Eingangstor!

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Anschließend ging es noch in den Battery Park, wo uns die frohe Kunde erreichte, dass Armin ab sofort Onkel Armin ist, denn der kleine Bodo war inzwischen auf die Welt gekommen!
Dadurch waren wir so beschwingt und albern, dass wir uns über die folgenden zwei Aussagen beinahe nass machten vor Freude:
1. »Alle Möwen heißen…Steven.«
2. »Den Witz habe ich erst später Asamoah.«
Wenn ich noch einen Preis finden sollte, werde ich demjenigen, der diese beiden Witze erklären kann, diesen zukommen lassen, denn Witze erklären ist die Königsdisziplin und es hat ja bekanntlich noch keinen Witz gegeben, der nicht dadurch besser wurde, dass er einem erklärt wurde…

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»Watch Your Step« – Ein Witz, der tatsächlich keiner Erklärung bedarf.

Um die über den Tag aufgenommene Energie auch wieder abzubauen sind wir dann noch wie zwei Berserker durch den Financial District gejagt, während diesmal auch andere Menschen zugegen waren. Diese zusätzlichen Wunden konnten wir dann zum ersten Mal in unserem Queen Size Bett mit Blick auf eine bescheidene Auswahl an amerikanischem Unterhaltungsfernsehen würdigen. Die Bilder davon halte ich an dieser Stelle erst mal zurück, denn Romantik entsteht ja vor allem im Kopf.
Weniger romantisch ging es auf der anderen Straßenseite beim Griechen zu, denn auch wenn der Volksmund sagt, dass Liebe durch den Magen geht, so kann er dabei kaum ein halbes Schwein gemeint haben. Aber eine Herausforderungen waren die Rippchen und von sportlichem Ehrgeiz gepackt ist auch kaum etwas auf dem Teller zurückgeblieben…

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Abendessen beim Griechen – Gyros und Rippchen (nah an einem halbes Schwein).

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